Covid-19 in der Region Tübingen

Coronavirus: Der Live-Blog vom 6. und 7. Juni 2020

06.06.2020

Von itz

 

 

Sonntag, 7. Juni 2020

21.16 Uhr: Ein ruhiger Sonntag in Sachen Coronavirus endet mit dem „Übrigens“ aus der morgigen Tageszeitung. Dort schreibt Renate-Angstmann Koch über Etikette in Corona-Zeiten. „Rücksichtnahme ist wichtiger denn je. Sie zu zeigen, ist selbstverständlich für eine TAGBLATT-Leserin aus Waldhäuser-Ost im Rentenalter. Umso mehr traf es sie, als sie von Mitarbeiterinnen eines Tübinger Drogeriemarkts veranlasst wurde, das Geschäft zu verlassen – nach ihrer Schilderung in „sehr unangehmer Weise“. Dabei lagen ihre Einkäufe schon auf dem Band an der Kasse. Die Begründung: Sie hatte ein Gesichtsvisier statt eines Mund-Nasen-Schutzes aus Stoff angelegt“, heißt es da etwa.

19.01 Uhr: Am Sonntag wurden dem baden-württembergischen Gesundheitsministerium vom Landesgesundheitsamt insgesamt weitere 24 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet (Stand: 16 Uhr). Damit steigt die Zahl der seit Beginn der Pandemie Infizierten in Baden-Württemberg auf mindestens 34.930 an. Davon sind ungefähr 32.462 Personen bereits wieder von ihrer Covid-19-Erkrankung genesen. Derzeit sind geschätzt noch 677 Menschen im Land mit dem Coronavirus infiziert.

18.43 Uhr: Mit dem Hörspaziergang „Südstadt-Symphonie“ wagt das Landestheater Tübingen erste Schritte aus dem Corona-Lockdown heraus – und hinein in eine Vergangenheit, in der die körperliche Nähe anderer Menschen noch keine Gefahr war. TAGBLATT-Mitarbeiterin Dorothee Hermann war dabei.

17.58 Uhr: Die Corona-Krise hat die betriebliche Ausbildung erreicht. Die heimischen Unternehmen halten die Auswirkungen aber noch für beherrschbar. Das zeigt eine aktuelle Umfrage der Reutlinger IHK. 406 Unternehmen aus den Landkreisen Reutlingen, Tübingen und Zollernalbkreis haben sich daran beteiligt. Ihre Antworten zeigen, dass die Mehrheit der Betriebe ihre Ausbildungsverhältnisse als nicht gefährdet ansieht.

17.01 Uhr: Der Landesverband der Deutschen Polizeigewerkschaft hat Angriffe auf die Polizei am Rande der Anti-Rassismus-Demo in Stuttgart verurteilt. Die Vorfälle zeigten, „dass insbesondere linke Extremisten die Anti-Rassismus-Demonstrationen und Bekundungen für deren Zwecke missbrauchen, um Gewalt gegen die Polizei und den Staat auszuüben“, sagte der Landesvorsitzende Ralf Kusterer.

 

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Seit der erste Corona-Fall in Tübingen aufgetreten ist, berichtet das Schwäbische Tagblatt täglich in einem Live-Blog über die aktuellen Entwicklungen in der Region. Unsere Arbeit wird nicht wie beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk über allgemeine Gebühren finanziert, sondern durch unsere zahlenden Abonnenten und Anzeigenkunden. Dennoch bleibt dieses Übersichts-Blog angesichts des großen Informationsbedürfnisses gratis. Wenn Sie unsere Arbeit schätzen, denken Sie bitte darüber nach, sie durch den Abschluss eines Abos zu unterstützen. Das Online-Abo gibt es bereits zu einem Preis von 6,90 Euro im Monat. Außerdem bietet der Verlag SCHWÄBISCHES TAGBLATT ein Zeitungsabonnement (Print oder E-Paper) zum Sonderpreis an.

 

15.29 Uhr: Die Fallzahlen im Kreis Tübingen sind am heutigen Sonntag nicht gestiegen, sie liegen weiterhin bei 1292 Fällen. Es ist auch kein weiterer Todesfall hinzugekommen (Stand: 59 Todesfälle).

15.27 Uhr: Nach der wochenlangen Schließung wegen der Corona-Pandemie gibt es einem Zeitungsbericht zufolge eine hohe Nachfrage bei den Fahrschulen im Land. „Der Ansturm ist groß“, sagte der Vorsitzende des Fahrlehrerverbandes Baden-Württemberg, Jochen Klima, den „Stuttgarter Nachrichten“ (Montagsausgabe).

13.41 Uhr: Im Kreis Reutlingen bleibt die Lage unverändert, wie das zuständige Landratsamt mitteilt: Seit Ende Mai steht die Gesamtfallzahl bei 1543.

12.25 Uhr: Werfen wir mal einen Blick auf die Zahlen der Johns Hopkins Universität. Demnach sind weltweit 6.913 Millionen Menschen an Covid-19 erkrankt – beziehungsweise über 3 Millionen erkrankt waren und inzwischen wieder gesund sind. 185.696 Fälle gibt es in Deutschland, 169.158 sind davon genesen.

10.37 Uhr: Apropos Demo: Im Zuge der Demonstrationen gegen Rassismus mit weit über zehntausend Teilnehmern im Südwesten ist es in Stuttgart zu mehreren Zwischenfällen gekommen. Wie die Polizei mitteilte, hatten sich nach der eigentlichen Kundgebung am Samstagabend am neuen Schloss mehrere einzelne Aufzüge formiert: Personengruppen hätten sich dabei mehrfach in der Innenstadt und um den Stadtkern herumbewegt. „Die Stimmung in den Aufzügen war teils sehr aggressiv“, hieß es.

10.33 Uhr: Gestern wurde in Tübingen demonstriert, heute in Leonberg: Die „Initiative Querdenken 711“ erwartet heute mehrere Tausend Teilnehmer bei einer neuen Demonstration gegen die Corona-Auflagen. Der Protest war zunächst als Veranstaltung am vielbefahrenen Autobahndreieck Leonberg geplant, er wurde dann aber nach Gesprächen mit der Stadt und der Polizei auf einen ehemaligen Golfplatz verlegt.

10.30 Uhr: Etwas später als gewohnt heißt es: Guten Morgen aus der Online-Redaktion. Aber es gibt Lesestoff: Bei einem Corona-Fall werden in den Gesundheitsämtern „Ermittler“ aktiv. Sie recherchieren, wer mit Infizierten in Kontakt war. Den vorläufigen Höhepunkt haben sie hinter sich - doch noch immer alle Hände voll zu tun.

Samstag, 6. Juni 2020

20.43 Uhr: Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten ist in Baden-Württemberg auf mindestens 34 892 gestiegen. Das sind 14 mehr als am Vortag, wie das Sozialministerium am Samstag in Stuttgart mitteilte (Stand: 16.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um einen auf 1791. Etwa 32 396 Menschen seien von ihrer Infektion wieder genesen. Geschätzt seien noch 719 Menschen im Land mit dem Coronavirus infiziert.

16.59 Uhr: „Justice for Floyd“: Trotz Corona-Pandemie kamen am Samstagmittag über 1000 Menschen auf dem Tübinger Holzmarkt zusammen, um gegen Rassismus und Polizeigewalt zu demonstrieren.

15.11 Uhr: Im Kreis Tübingen ist dagegen ein weiterer Fall im Vergleich zu gestern hinzugekommen. Somit sind 1292 Fälle bestätigt, wobei am Donnerstag bereits 1244 wieder genesen waren. Die Zahl der Todesopfer bleibt unverändert bei 59.

14.12 Uhr: Der Kreis Reutlingen vermeldet seine Zahl für heute: Es bleibt bei 1543 laborbestätigten Fällen. Das Coronavirus scheint aus dem Kreis Reutlingen also verschwunden zu sein. Seit Mittwoch, 27. Mai, gab es keine Neu-Infektion mehr.

13.35 Uhr: Digitaler Fernunterricht in Corona-Zeiten geht nur mit Computer. Manche Schüler haben aber keinen. Baden-Württemberg will das jetzt zügig ändern. Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) sagte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart: „Das bedeutet, dass für etwa 20 Prozent aller Schülerinnen und Schüler in Baden-Württemberg Leihgeräte zur Verfügung stehen werden.“

12.34 Uhr: Seit Wochen schreiben in unserem Corona-Tagebuch der Rottenburger Post Menschen aus dem Stadtbild über ihren Alltag in Corona-Zeiten. Heute: Lioba Weingärtner, Beraterin in der internationalen Zusammenarbeit.

 

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11.44 Uhr: Bereits gestern Abend berichteten wir, dass der umbrisch-provenzalische Markt auf der Kippe steht. Die Tatsache, dass der Markt überhaupt stattfinden könnte, sorgte in den sozialen Netzwerken bereits für Kritik. In unserer Instagram-Story können unsere Follower nun in den nächsten 24 Stunden abstimmen: Soll der UPM dieses Jahr stattfinden?

11.36 Uhr: Tübingens heilige Holzboote sind wieder unterwegs. „Richtig gierig“, sagt Gabriele Eberle vom Bürger- und Verkehrsverein, waren Tübinger und Touristen rund um die Pfingsttage darauf, mal wieder den Neckar in seiner Eigenschaft als Wasserstraße zu belasten: Ruderboote, Stand-Up-Paddler, Stocherkähne waren endlich wieder unterwegs: „Man merkte bei vielen, dass sie auf viel verzichtet haben in den letzten Wochen.“ Schmusige Weinfeste auf dem Fluss oder gar Wasser-Action sind in dieser Saison allerdings tabu.

11.05 Uhr: In der Corona-Krise blieben die Gotteshäuser leer. Nun sorgt das Virus bei den Kirchen auch für leere Kassen und Einbußen in Millionenhöhe. Die Diözese Rottenburg-Stuttgart etwa hat bislang noch keine Haushalts- oder Investitionssperre beschlossen. In Zusammenarbeit mit externen Experten werde eine Strategie für die kommenden Jahre erarbeitet, um angemessen auf den Rückgang reagieren zu können, teilte ein Sprecher mit. Die mehr als 1000 Kirchengemeinden des Bistums mit ihren eigenen Haushaltsplänen werde die Krise unterschiedlich hart treffen.

„Nicht umarmen“ ist nur eine der vielen Regeln, die derzeit eingehalten werden sollten. Hier gesehen im Friseursalon Knapp. Symbolbild: Ulrich Metz

9.15 Uhr: Mit einer Durchsage zur Corona-Pandemie hat der neue Bahnansager Heiko Grauel seinen ersten großen Auftritt: Ab diesem Wochenende ist der Hesse an Bahnhöfen bundesweit mit Hygiene-Hinweisen zu hören. „Schützen Sie sich und andere“, ruft der 46-Jährige darin auf - und bittet die Fahrgäste, den Mindestabstand einzuhalten, die Mund-und Nasenbedeckung im gesamten Bahnhof zu tragen und die gesamte Zuglänge zum Ein- und Aussteigen zu nutzen. „Bleiben Sie gesund“, heißt es zum Schluss.

9.05 Uhr: Ohne die Corona-Pandemie wäre Christophe Achten noch Trainer der Volleyballer des TV Rottenburg. Doch das Team zog sich in die 3. Liga zurück und der Belgier war seinen Job los. Diese Woche kehrte er nochmal für zwei Tage nach Rottenburg zurück und stand dem TAGBLATT für ein Gespräch zur Verfügung. „Alle hatten das Ziel, Rottenburg groß zu machen“, sagt er. „Es ist schon enttäuschend, dass es hier nicht weitergegangen ist.“

8.31 Uhr: Beim Einkauf von Lebensmitteln sollen Kunden niedrigere Kosten durch die geplante Senkung der Mehrwertsteuer haben. Lebensmittelketten und Discounter kündigten an, die steuerlichen Vorteile an die Verbraucher weiterzugeben.

8.11 Uhr: Die Gewerkschaft der Metall- und Elektroindustrie im Land wirft den Arbeitgebern vor, die Pandemie zum Stellenabbau und zum Sparen auf dem Rücken der Beschäftigten auszunutzen. Arbeitsgeberverbände und etliche Mitgliedsunternehmen begriffen die Krise als Möglichkeiten für den Abbau von Stellen und unterliefen dabei Arbeitnehmerrechte und Tarifverträge, sagte der Bezirksleiter von Baden-Württemberg Roman Zitzelsberger am Freitag vor Journalisten. Die Krise dürfe aber nicht auf den Schultern der Beschäftigten abgeladen werden.

8.04 Uhr: Baden-Württembergs Landesregierung plant ein eigenes Paket, um die Konjunktur im wirtschaftlich besonders stark von den Corona-Folgen betroffenen Südwesten anzukurbeln. Nach Informationen unserer Partnerzeitung „Südwest Presse“ haben die Ministerien über 100 Vorschläge mit einem Gesamtvolumen von 6,5 Milliarden Euro eingereicht. Dazu kommentiert Roland Muschel: „Im Vergleich zu den dreistelligen Milliarden-Summen, mit denen Brüssel und Berlin die Konjunktur ankurbeln wollen, kann der Beitrag aus Stuttgart für einen Aufschwung der Wirtschaft nur bescheiden ausfallen. Sinn kann ein eigenes Impulsprogramm dennoch machen – wenn es kluge Akzente setzt.“

7.32 Uhr: Abgesagte Operationen, Besuchsverbote für enge Angehörige und spezielle Hygienemaßnahmen – die Corona-Pandemie hatte und hat noch immer massive Auswirkungen auf die Kliniken im Land. In den ersten vier Monaten des Jahres wurden im Südwesten dennoch mehr Organe gespendet als im Vorjahreszeitraum. „Obwohl der März und April deutlich von Corona geprägt war, wurde auf den Stationen dennoch an das Thema Organspende gedacht“, sagt Dr. Christina Schleicher. Die Ärztin ist bei der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) für Baden-Württemberg zuständig.

 

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7.15 Uhr: Die Corona-Pandemie wirbelt den Arbeitsmarkt gewaltig durcheinander: Die Zahl der Arbeitslosen steigt, und Millionen sind in Kurzarbeit. Doch Detlef Scheele, der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), geht die Herausforderungen mit hanseatischer Ruhe an. Wenn alle Maßnahmen wirken, könnte es im Herbst wieder besser werden, sagt er im Interview.

7.03 Uhr: Seit Mitte März herrscht tote Hose bei den Ammerbucher Jugendclubs. Seit dem 2. Juni darf es theoretisch weitergehen. Normaler Betrieb ist aber nicht möglich. „Uns im Clubteam brennt’s mittlerweile schon unter den Nägeln“, sagt etwa Adrian Schmid, Hauptverantwortlicher beim Jugendclub Poltringen.

6.58 Uhr: Für eine seiner lokalen Corona-Antikörperstudien, die das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung HZI deutschlandweit durchführt, ist auch Reutlingen ausgewählt worden. Allerdings wird der Vertrag weiterhin mit dem Landratsamt ausgehandelt. Die Gespräche laufen noch, heißt es bei der Behörde.

6.47 Uhr: Das Tübinger Institut für Tropenmedizin kann vermutlich bald seine Studien mit dem Medikament Hydroxychloroquin im Kampf gegen Covid-19 wieder aufnehmen. Davon geht Institutsdirektor Prof. Peter Kremsner aus. Selbst wenn die Studien auch in Tübingen wieder aufgenommen werden, ist nicht klar, wann mit Ergebnissen zu rechnen ist, sagt Kremsner: „Im Moment ist Covid-19 ausgetrocknet.“

6.29 Uhr: An der WTB-Wettspielrunde, die als Alternative für die eigentliche WTB-Verbandsspielrunde in der Sommersaison 2020 ausgetragen wird, nehmen knapp 39 Prozent der gemeldeten Tennis-Teams teil. Los geht es eine Woche später als geplant ab dem 24. Juni. Die offizielle Freigabe des Spielbetriebs von Seiten der Landesregierung fehlt derzeit noch. „Doch keine Sorge, bis zu diesem Termin wird alles vorliegen“, sagt Verbandssportwart Rolf Schmid.

6.24 Uhr: Die Bäder öffnen wieder (das Tübinger Freibad etwa am 15. Juni), die Baggerseen auch – das ist per Corona-Verordnung der Landesregierung seit dem 2. Juni erlaubt. Doch die Abteilung Gesundheit im Landratsamt Tübingen weist in diesem Kontext darauf hin, dass der Neckar, die Steinlach und andere Fließgewässer im Landkreis nicht als Badegewässer eingestuft sind. Somit werden diese auch nicht auf die Kriterien der Badegewässerverordnung Baden-Württemberg untersucht. Bei früheren stichprobenhaft durchgeführten Messungen lagen vor allem Fäkalkeime deutlich über den Grenz- und Richtwerten. Es wird daher empfohlen, in Fließgewässern wie dem Neckar oder der Steinlach nicht zu baden. Einen Überblick über die Badegewässer gibt es auf der Homepage der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz (LUBW).

Das Landratsamt warnt vor dem Baden in Neckar und Steinlach. Archivbild: Anne Faden

6.15 Uhr: Wie immer geht der Blick auch an das Tübinger Uniklinikum. Dort wurden am Freitag 14 mit dem Coronavirus infizierte Patienten behandelt, davon auf 8 auf der Intensivstation. Die Zahlen des UKT dürfen indes nicht direkt mit den Fallzahlen des Landkreises Tübingen verglichen werden, da am UKT auch Personen behandelt werden können, die nicht im Kreis Tübingen wohnen und somit in dieser Statistik nicht auftauchen. Fakt ist aber, dass am Uniklinikum letztmals Ende März so wenige Corona-Patienten behandelt werden mussten.

6.11 Uhr: Guten Morgen aus der Online-Redaktion. Wir starten den Tag mit einem Blick auf die Zahlen. Und die sind in den Kreisen Tübingen und Reutlingen seit mehreren Tagen unverändert. 1291 laborbestätigte Fälle gibt es in Tübingen, 1543 in Reutlingen. In beiden Landkreisen geht die Anzahl der Genesen steil in Richtung 100 Prozent. Auch die Anzahl der Todesopfer in Zusammenhang mit dem Coronavirus steigt momentan nicht an: 59 sind es im Kreis Tübingen, 86 im Kreis Reutlingen.

 

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Hilfsangebote:
Senioren und Menschen mit Vorerkrankungen sollen sich während der Corona-Epidemie besonders gut von anderen isolieren. Um diese Menschen zuhause mit Lebensmitteln oder Medikamenten zu versorgen, gibt es im Kreis Tübingen viele öffentliche und private Hilfsangebote. Es gibt aber auch Meldungen über Betrüger, welche die Situation ausnutzen. Fast überall können sich Hilfesuchende deshalb direkt an ihre Gemeinde- oder Stadtverwaltung wenden, wo man den Überblick über lokale Nachbarschaftshilfen und seriöse Angebote von Organisationen und Institutionen hat. Wir haben die Infoseiten zusammengetragen.

 

Illustration des Coronavirus (2019-nCoV) des Centers for Disease Control and Prevention (CDC): Die Fortsätze auf der Oberfläche des Virus erinnern an eine Corona. Bild: Wikimedia - CDC/ Alissa Eckert, MS; Dan Higgins, MAM [Public domain]

Das derzeit grassierende neuartige Coronavirus gehört zur Familie der Coronaviridae, deren Vertreter bei Wirbeltieren verschiedene Erkrankungen hervorrufen. Manche Coronaviren können Artenbarrieren überwinden und mehrere Wirtspezies infizieren.

Beim Menschen sind momentan sieben Coronavirusspezies als Erreger von leichten Erkältungskrankheiten bis hin zu schweren akuten Atemwegssyndromen bekannt (Stand Februar 2020). Neben dem sich aktuell weltweit ausbreitenden Sars-Cov-2 ist auch der Erreger der Sars-Pandemie 2002/2003 Sars-Cov sowie der 2012 aufgetretene Erreger Mers-Cov von Bedeutung.

Sars steht für Severe Acute Respiratory Syndrome (Schweres Akutes Atemwegssyndrom), Mers bedeutet Middle East Respiratory Syndrome (Atemwegssyndrom des Mittleren Ostens).

Der Begriff Corona bezieht sich auf das Erscheinungsbild dieser Viren: Die Fortsätze auf der Virenhülle sehen unter dem Elektronenmikroskop wie ein Strahlenkranz aus, der einer Sonnenkorona ähnelt. Corona kommt aus dem Spanischen und bedeutet Krone.

Die durch das Sars-CoV-2 (Severe-Acute-Respiratory-Syndrome-Coronavirus-2) ausgelöste Erkrankung der Atemwege wurde Covid-19 genannt (Coronavirus-Disease-2019, deutsch: Coronavirus-Krankheit-2019).

Antworten auf häufig gestellte Fragen zum neuartigen Coronavirus Sars-Cov-2 gibt es von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Fachliche Informationen zu der neuen Atemwegserkrankung Covid-19 (verursacht durch das Coronavirus Sars-Cov-2) stellt das Robert-Koch-Institut zur Verfügung.

Informationen zum Coronavirus, zu den Fallzahlen und zu den geltenden Verordnungen zur Eindämmung der Epidemie im Land gibt es beim Sozialministerium Baden-Württemberg.

Das Tübinger Landratsamt hat unter der Telefonnummer 07071/207-3600 eine Hotline eingerichtet: Montag bis Freitag von 10 bis 15 Uhr.

Neben Einkaufshilfen vermittelt die Stadtverwaltung Tübingen Informationen zu sozialen Hilfsangeboten in Tübingen. Das Corona-Telefon ist immer montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr und von 13 bis 16 Uhr besetzt. Die Telefonnummer lautet 07071/204-1010. Der Hilfsdienst ist auch per E-Mail erreichbar: corona.soziales@tuebingen.de. Viele Informationen und Kontaktdaten von Einkaufs- und Nachbarschaftshilfen gibt es außerdem auf der städtischen Internetseite: www.tuebingen.de/corona-einkaufshilfe

Wer seine Hilfe in der Nachbarschaft anbieten möchte, kann das auch über das Formular tun, das wir - inspiriert vom Berliner Rundfunk - erstellt haben und hier als PDF zum Download anbieten: ausfüllen, ausdrucken und in der Nachbarschaft verteilen für die Menschen, die keinen Internetzugang haben.

Zum Dossier: Alle Corona Live-Blogs

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Erstellt:
6. Juni 2020, 06:30 Uhr
Aktualisiert:
6. Juni 2020, 06:30 Uhr
zuletzt aktualisiert: 6. Juni 2020, 06:30 Uhr

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