Stuttgart · Bildung

Kabinettsvorlage: 20 Prozent sollen Tablets leihen können

Digitaler Fernunterricht in Corona-Zeiten geht nur mit Computer. Manche Schüler haben aber keinen. Baden-Württemberg will das jetzt zügig ändern.

06.06.2020

Von dpa/lsw

Susanne Eisenmann (CDU), Kultusministerin von Baden-Württemberg, spricht im Landtag. Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild

Stuttgart. Die angekündigte Anschaffung von 300 000 Laptops und Tablets für Schüler in Baden-Württemberg nimmt konkrete Gestalt an. Am Dienstag soll sich das grün-schwarze Kabinett mit einer Vorlage aus dem Kultusministerium befassen, die das Ziel hat, für insgesamt 130 Millionen Euro Geräte kaufen zu können. Die Summe teilen sich Bund und Land. Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) sagte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart: „Das bedeutet, dass für etwa 20 Prozent aller Schülerinnen und Schüler in Baden-Württemberg Leihgeräte zur Verfügung stehen werden.“

In der Kabinettsvorlage heißt es: Zwar ist in den Schulen der Unterricht wieder schrittweise gestartet, an einen normalen Regelbetrieb mit Präsenzunterricht mit allen Schülerinnen und Schülern ist wegen der Abstands- und Hygieneregeln infolge der Corona-Pandemie aber derzeit noch nicht zu denken.“ Daher sollen die Bedingungen für den Fernunterricht verbessert werden. Es dürfe nicht sein, dass ein Kind sein Schulziel nicht oder nur schwer erreiche, weil es nicht die nötige technische Ausstattung habe. Geplant sei, dass die Schulträger, also die Kommunen, „zügig“ in die Geräte investieren könnten, um sie dann an Schüler verleihen zu können.

Davon sollen sowohl die Schüler an öffentlichen wie auch an privaten Schulen profitieren. Das Geld soll den Schulträgern einmalig zur Verfügung gestellt werden. Für Folgekosten wie Reparaturen und Wartungen kommt das Land aber ausdrücklich nicht auf.

Bildungsexperten und Lehrerverbände hatten seit der Schulschließungen wegen des Coronavirus Mitte März davor gewarnt, dass bestimmte Schüler abgehängt werden könnten, wenn zu Hause keine Geräte wie Laptops oder Tablets vorhanden seien oder wenn Eltern sie nicht genügend in der außergewöhnlichen Lernsituation unterstützten.

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Erstellt:
6. Juni 2020, 13:32 Uhr
Aktualisiert:
6. Juni 2020, 13:32 Uhr
zuletzt aktualisiert: 6. Juni 2020, 13:32 Uhr

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