Covid-19 in der Region Tübingen

Coronavirus: Der Live-Blog vom 26. und 27. April

Seit Bekanntwerden der ersten Covid-19-Fälle im Kreis Tübingen Ende Februar berichten wir in Live-Blogs über die aktuellen Ereignisse der Coronakrise. Die Corona-Hotline des Gesundheitsamts und viele weitere Informationen zu Covid-19 und Sars-Cov-2 gibt es am Textende.

27.04.2020

Von itz/hz/dpa

Der Eingang zur Kinderklinik des Uniklinikums Tübingen (UKT). Bild: UKT

Montag, 27. April

23.36 Uhr: Die Kommunen brauchen aus Sicht der SPD-Landtagsfraktion nach dem Auslaufen der Soforthilfe weitere Landesmittel. dpa

23.01 Uhr: So allmählich geht es den Betroffenen an die Substanz: Die wegen der Corona-Gefahr geltenden Beschränkungen für Pflegeeinrichtungen zermürben besorgte Angehörige und haben schwere Folgen für die Bewohner. Nun wird das Besuchsverbot gelockert. dpa

22.31 Uhr: Trotz drohender Klagen von Schülervertretern sieht Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) eine Absage der bevorstehenden Abschlussprüfungen wegen der Corona-Pandemie in Baden-Württemberg nicht als Option. dpa

21.45 Uhr: Briefe und gute Gespräche für Ältere in der Corona-Krise: Der Kreisseniorenrat startet im Landkreis Tübingen die Initiative „Aktion Hoffnungsbrief“. Viele Seniorinnen und Senioren in Alten- und Pflegeheimen dürfen wegen des Corona-Virus keinen Besuch mehr empfangen. „Das führt in vielen Fällen zu einem Gefühl der Traurigkeit und Einsamkeit“, wird Michael Lucke, der Vorsitzende des Kreisseniorenrats, in einer Pressemitteilung zitiert. Gerade die Bewohnerinnen und Bewohner dieser Einrichtungen könnten aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen oft nicht mehr zum Hörer greifen, um sich wenigstens telefonisch auszutauschen. Mit der „Aktion Hoffnungsbrief“ lädt der Kreisseniorenrat alle zum Mitmachen ein: „Greifen Sie zum Stift, schreiben Sie an einen älteren Menschen, schicken Sie Briefe, Bilder und gute Gedanken. Erzählen Sie von sich, Ihrem Alltag und wie Sie selbst durch die Corona-Isolation kommen“, ermutigt Lucke. Der Kreisseniorenrat sammelt die Briefe und verteilt sie Menschen, die besonders wenig Ansprache haben. Wer mag, kann Namen und Absenderadresse angeben, falls jemand zurückschreiben möchte. Es können auch Karten, Gedichte, Bilder, Gedanken, Gebete geschickt werden - eben alles, was Freude macht. Die Briefe sollen - am besten bereits frankiert - geschickt werden an:

Kreisseniorenrat „Hoffnungsbrief“

Windfeldstr. 6

72072 Tübingen

Für alle, die einfach mal wieder telefonischen Kontakt nach draußen haben möchten, mit jemandem reden möchten, sich austauschen über Corona oder auch andere Themen - stehen darüber hinaus zehn Ehrenamtliche des Kreisseniorenrats für einen Anruf zur Verfügung. Unter der Telefonnummer 07071-9208869 kann man sich - am besten am späten Vormittag oder am späten Nachmittag - melden.

Die Initiative wird vom Landkreis Tübingen unterstützt. Landrat Joachim Walter: „Damit leisten Sie einen sehr wichtigen Beitrag in diesen schwierigen Zeiten. Unsere Seniorinnen und Senioren gehören zu unserer Gesellschaft, wir dürfen Sie jetzt nicht alleine lassen, trotz aller notwendiger Schutzmaßnahmen.“ Ein gutes Gespräch, ein paar freundliche Zeilen könnten dazu beitragen, dass ältere Menschen sich auch in diesen schwierigen Zeiten nicht alleine gelassen fühlen, so Walter. Zum Start der Aktion wird Landrat Joachim Walter selbst einen Vormittag für Gespräche zur Verfügung stehen. Wer mit ihm ins Gespräch kommen möchte, kann sich beim Kreisseniorenrat melden und erhält einen Rückruf. tol

20.54 Uhr: An zehn Dauerzählstellen in Baden-Württemberg beobachtet die Straßenverkehrszentrale (SVZ BW) beim Regierungspräsidium Tübingen seit Anfang März die Auswirkungen der Corona-Krise auf den Straßenverkehr. Demnach ging seit Beginn der Ausgangsbeschränkungen die Verkehrsmenge zwischen 30 und 60 Prozent kontinuierlich zurück, auf Autobahnen mehr als im nachgeordneten Netz. Der Schwerverkehr hat sich im Vergleich zum Gesamtverkehr dabei weniger stark reduziert. So sank an der Dauerzählstelle an der B10 in Stuttgart-Zuffenhausen der Kraftfahrzeugverkehr zwischen Anfang März und Mitte April um 40 Prozent. An der Dauerzählstelle an der A8 bei Pforzheim-Ost ging der Kfz-Verkehr sogar um rund 50 Prozent zurück. „Die Corona-Krise hat vielerorts den Straßenverkehr halbiert. Das verdeutlicht, welch enorme Auswirkungen diese Krise auf das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben hat“, so Regierungspräsident Klaus Tappeser. „Wir werden die Verkehrslage weiterhin beobachten. Es sich zeichnet sich aber ab, dass der Straßenverkehr durch die ersten Lockerungen bereits wieder zunimmt“, so Baudirektorin Dr. Anne Benner, die neue Leiterin der SVZ BW. Auf der Internetseite www.svz-bw.de sind seit 27. April 2020 die genauen Daten und Statistiken der Auswirkungen der Corona-Krise auf den Straßenverkehr an den zehn Dauerzählstellen in Baden-Württemberg abrufbar. tol

 

Hilfsangebote:
Senioren und Menschen mit Vorerkrankungen sollen sich während der Corona-Epidemie besonders gut von anderen isolieren. Um diese Menschen zuhause mit Lebensmitteln oder Medikamenten zu versorgen, gibt es im Kreis Tübingen viele öffentliche und private Hilfsangebote. Es gibt aber auch Meldungen über Betrüger, welche die Situation ausnutzen. Fast überall können sich Hilfesuchende deshalb direkt an ihre Gemeinde- oder Stadtverwaltung wenden, wo man den Überblick über lokale Nachbarschaftshilfen und seriöse Angebote von Organisationen und Institutionen hat. Wir haben die Infoseiten zusammengetragen.

 

20.06 Uhr: Auf Anregung der DRK-Präsidentin im Kreis Tübingen Lisa Federle hat die Altenhilfe Tübingen gGmbH (AHT) in der vergangenen Woche Bewohnerinnen und Bewohnern ihrer Einrichtungen sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im stationären und im ambulanten Dienst auf das Coronavirus testen lassen: Alle getesteten Personen waren negativ. Damit gibt es im Pauline-Krone-Heim, im Bürgerheim und im Pflegeheim Pfrondorf bisher keine bekannten Corona-Fälle. „Wir sind sehr erleichtert, dass es uns gelungen ist, Infektionen zu verhindern. Wir werden alles daransetzen, damit das auch so bleibt“, so AHT-Geschäftsführerin Anke Baumeister. „Die Tests stellen aber lediglich eine Momentaufnahme dar“, ergänzt Bürgermeisterin Daniela Harsch. „Wir begrüßen daher die Initiative des Landes, die Tests flächendeckend auszuweiten und regelmäßig zu wiederholen. Es kann nicht sein, dass diese wichtige Maßnahme am Streit zwischen Kostenträgern scheitert.“ AHT-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter sind inzwischen mit ausreichend Schutzausrüstung versorgt, so dass die hygienischen Anforderungen an eine fachgerechte Pflege und Betreuung gewährleistet sind. „Die Situation ist sowohl für die Pflegekräfte als auch für die Bewohnerinnen und Bewohner eine große Belastung. Viele der uns anvertrauten Menschen leiden stark unter der Isolation und sehnen sich nach persönlichem Kontakt zu Angehörigen. Vor allem für demenziell erkrankte Bewohnerinnen und Bewohner ist es äußerst schwierig, diese Situation zu verstehen und auszuhalten“, so Baumeister. tol

19.28 Uhr: 210 Kinder wurden bis Sonntagabend für die erweiterte Notbetreuung in städtischen Tübinger Kindertageseinrichtungen angemeldet. Zusammen mit den schon in den bisherigen Notgruppen betreuten Kindern sind dies 17 Prozent der Kinder, die normalerweise eine städtische Kita besuchen. „In diesem Umfang können wir die Betreuung gut bewältigen. Wir danken allen Mitarbeitenden, die uns dabei unterstützen“, sagt Bürgermeisterin Dr. Daniela Harsch. Eltern erhalten telefonische Zusagen von der Einrichtungsleitung spätestens im Laufe des Dienstags. Die erweiterte Notbetreuung startet am Mittwoch, 29. April. Bei Kleinkindern, für die eine neue Eingewöhnungsphase nötig ist, muss der Beginn im Einzelfall festgelegt werden. Die Kinder besuchen ihre gewohnte Einrichtung, werden aber in maximal halb so großen Gruppen betreut. Die Vorgaben des Landes sehen zudem bestimmte Abstands- und Hygieneregeln vor. Für die erweiterte Notbetreuung können sich Familien anmelden, in denen beide Eltern einer präsenzpflichtigen Tätigkeit außerhalb der Wohnung nachgehen und die sonst keine Betreuungsmöglichkeit haben. Anmeldungen sind weiterhin mit dem Online-Anmeldeformular möglich, solange noch Betreuungskapazitäten vorhanden sind. Ein Rechtsanspruch besteht nicht. Wenn der Betreuungsplatz bei einem freien Träger ist, muss die erweiterte Notbetreuung dort beantragt werden. tol

 

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19.10 Uhr: Das Gesundheitsministerium Baden-Württemberg meldet am Montag weitere 160 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Damit steigt die Zahl der Infizierten im Land auf mindestens 31.177. Davon sind ungefähr 21.126 Personen bereits wieder von ihrer Covid-19-Erkrankung genesen, die Zahl der Genesenen ist also weiterhin höher als jene der noch Erkrankten. Die Verdopplungszeit beträgt momentan 41 Tage. Bei dieser Zahl handelt es sich um die Zeitspanne, in der sich die Fallzahlen in einer Epidemie verdoppeln. Die Reproduktionszahl wird vom Robert Koch-Institut für Baden-Württemberg mit R 0,8 angegeben, im Mittel steckt also nicht jeder mit Sars-Cov-2 Infizierte eine weitere Person an, wodurch die Zahl der Neuerkrankungen leicht abnimmt. hz

18.55 Uhr: Wie häufig erkranken Kinder an Covid-19 und welche Rolle spielen sie bei der Ausbreitung des Coronavirus? Wie viele Kinder und deren Eltern hatten bereits Kontakt zum Coronavirus und daraufhin Antikörper gebildet? Auf diese Fragen will die Tübinger Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin im Rahmen einer Screening-Studie gemeinsam mit den Universitätsklinika Freiburg, Heidelberg und Ulm Antworten finden. Dafür suchte das Uniklinikum Kinder zwischen 1 und 10 Jahren sowie je ein Elternteil. tol

Update: Wie das Uniklinikum Tübingen (UKT) am Dienstagmittag mitteilt, ist die Rekrutierungsphase bereits abgeschlossen: Zwischen Montagabend, 19 Uhr, und Dienstagmorgen, 9.30 Uhr, seien alle 500 Termine gebucht worden. „Wir freuen uns sehr, dass so viele Eltern in dieser kurzen Zeit - quasi über Nacht - unserem Aufruf gefolgt sind. Vielen Dank!“, schreibt UKT-Sprecherin Bianca Hermle. Die Kinderklinik bemühe sich, zusätzliche Testkapazitäten zu schaffen. Sobald neue Termin verfügbar sind, würde erneut informiert.

 

 

18.42 Uhr: Das Landratsamt Tübingen meldet am Montagabend 1219 bestätigte Infektionen mit Sars-Cov-2 im Kreisgebiet (Sonntag: 1217). Es kamen keine weiteren Todesfallmeldung hinzu (41). tol

17.25 Uhr: Der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann hat die Fahrgäste im öffentlichen Nahverkehr aufgerufen, die seit diesem Montag geltende Pflicht zum Tragen einer Mund- und Nasenbedeckung ernst zu nehmen: „Jeder und jede einzelne muss Verantwortung übernehmen, um angesichts der Corona-Pandemie die Gefahr einer Infektion zu verringern. Mit einer Alltagsmaske kann man das Risiko minimieren, andere anzustecken.“ Eine Umfrage unter den Verkehrsunternehmen im Land ergab, dass sich die meisten Fahrgäste an die Maskenpflicht halten. Unsicherheit herrscht bei etlichen Menschen noch bezüglich der Wartebereiche, Bahnsteige und Haltestellen. Auch in diesen Bereichen müsse eine Maske getragen werden, so das Verkehrsministerium.

Coronavirus: Der Live-Blog vom 26. und 27. April

Verkehrsminister Winfried Hermann (Bündnis 90/Die Grünen) aus Rottenburg bei einem Pressetermin zur Maskenpflicht. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Seit Montag besteht in Baden-Württemberg beim Einkaufen und in Bussen und Bahnen sowie an Bus- und Bahnsteigen die Pflicht, einen Mund- und Nasenschutz zu tragen. Gemeinsam mit den Geschäftsführern und Verantwortlichen der DB Regio, David Weltzien, von Go-Ahead, Max Kaiser, von Abellio, Eckhard Siehler, der SWEG, Tobias Harms, der VVS, Horst Stammler, der SSB, Thomas Moser, dem Choreographen Eric Gauthier und dem Vorsitzenden des Fahrgastbeirates, Matthias Lieb, warb der Verkehrsminister in Stuttgart in der Nähe des Hauptbahnhofs für das Tragen der Masken. Hermann: „Ich habe den Eindruck gewonnen, dass bereits die weit überwiegende Zahl der Fahrgäste der Pflicht zum Tragen einer Maske nachkommt. Darin besteht auch die Chance, dass nach und nach mehr Menschen wieder mit den umwelt- und klimafreundlichen Bussen und Bahnen fahren.“ hz

 

In eigener Sache:
Seit der erste Corona-Fall in Tübingen aufgetreten ist, berichtet das Schwäbische Tagblatt täglich in einem Live-Blog über die aktuellen Entwicklungen in der Region. Unsere Arbeit wird nicht wie beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk über allgemeine Gebühren finanziert, sondern durch unsere zahlenden Abonnenten und Anzeigenkunden. Dennoch bleibt dieses Übersichts-Blog angesichts des großen Informationsbedürfnisses gratis. Wenn Sie unsere Arbeit schätzen, denken Sie bitte darüber nach, sie durch den Abschluss eines Abos zu unterstützen. Das Online-Abo gibt es bereits zu einem Preis von 6,90 Euro im Monat. Außerdem bietet der Verlag SCHWÄBISCHES TAGBLATT ein Zeitungsabonnement (Print oder E-Paper) zum Sonderpreis an.

 

17.12 Uhr: Auch das Bürgertelefon (07121/480-4399) des Landkreises Reutlingen ist von Freitag, 1. Mai an, samstags, sonntags und an Feiertagen nicht mehr besetzt. Von Montag, 4. Mai an ist es werktags von 8 bis 16 Uhr erreichbar. hz

17.08 Uhr: Der Landkreis Reutlingen meldet am Montagnachmittag 1426 laborbestätigte Covid-19-Fälle (Sonntag: 1407) und 60 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. hz

17.00 Uhr: Sind Abschlussprüfungen an Schulen mit weniger Vorbereitung, Begleitung und Sicherheit als sonst überhaupt juristisch wasserdicht? Diese Frage könnten Richter bald beantworten müssen. Schülervertreter aus zahlreichen Städten Baden-Württembergs drohen mit Klagen gegen das Land, sollten die bevorstehenden Abschlussprüfungen nicht abgesagt werden. dpa

16.40 Uhr: Obwohl viele Geschäfte im Südwesten nunmehr öffnen können, befindet sich der Handel weiterhin im Corona-Krisenmodus. dpa

15.40 Uhr: Der Vorschlag von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD), das Recht auf Arbeit von zu Hause aus gesetzlich zu verankern, regt auch in Baden-Württemberg die Diskussion an. „Wir sehen gerade jetzt in der Corona-Krise, dass im Homeoffice sehr viel Potenzial steckt“, sagte Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) am Montag. dpa

15.30 Uhr: Trotz Hunderter geahndeter Verstöße gegen die Corona-Verordnung zeigt sich der baden-württembergische Innenminister Thomas Strobl (CDU) zufrieden mit der Bilanz der Polizei nach dem sommerlich warmen Wochenende. dpa

15.20 Uhr: Von der Tafel zum Tablet? Die Schulen im Südwesten liegen bei der Digitalisierung Jahre zurück, klagen Bildungsverbände. Sie nutzen die Corona-Krise für einen Schulterschluss - und schlagen Alarm.

14.50 Uhr: Um die Folgen der Corona-Krise für Obdachlose abzumildern, will das Sozialministerium rund 750.000 Euro Soforthilfe zur Verfügung stellen. dpa


14.40 Uhr:
Die L-Bank, das Landesförderinstitut von Baden-Württemberg, kann von jetzt an über Landesbürgschaften in Höhe von bis zu 20 Millionen Euro entscheiden. Dem hat am Montag der Wirtschaftsausschuss des Landes zugestimmt, um in der Corona-Krise für schnellere Hilfen zu sorgen. dpa

14.37 Uhr: Unter der Telefonnummer 07071/207-3600 hatte das Landratsamt Tübingen täglich Anfang März eine Corona-Hotline für Fragen zu Covid-19 und Sars-Cov-2 eingerichtet, die seither täglich von 8 bis 18 Uhr besetzt war. Jetzt werden die Sprechzeiten verkürzt: Von Montag, 4. Mai, an ist die Hotline nur noch werktags von 10 bis 15 Uhr besetzt. Am Freitag, 1. Mai (Maifeiertag), ist die Hotline nicht erreicbar. Ebenso am Wochenende, 2. und 3. Mai, und bis auf weiteres an allen darauffolgenden Wochenenden. hz

14.30 Uhr: Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) begrüßt den Vorschlag von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD), das Recht auf Arbeiten von zu Hause aus gesetzlich zu verankern. „Wir sehen gerade jetzt in der Corona-Krise, dass im Homeoffice sehr viel Potenzial steckt“, sagte Hoffmeister-Kraut am Montag der Deutschen Presse-Agentur.

14.20 Uhr: Baden-Württemberg sucht in der Corona-Krise in Trippelschritten den Weg zurück in den Alltag. Doch das geht nur mit mehr Schutz. Seit Montag gilt Maskenpflicht in den Läden und im Nahverkehr. Halten sich die Menschen daran? dpa

14.17 Uhr: Von Dienstag an müssen Besucherinnen und Besucher auch für den Gang aufs Reutlinger Rathaus Gesichtsmasken anziehen, sagt Pressesprecherin Cordula Walleit. Drinnen achtet das Security-Personal darauf, dass die Sicherheitsabstände eingehalten werden. Die Technischen Betriebsdienste haben im Foyer Boxen aus Holz und Glas für die verschiedenen Ämter hergestellt, in denen Lotsen sitzen, die die Kundschaft empfangen und zu den Ansprechpartnern führen.

13.40 Uhr: „Die Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus ist für Menschen, die auf der Straße leben, ganz besonders hoch. Mit unserem Soforthilfeprogramm für Obdachlose geben wir diesen Menschen in diesen Zeiten eine sichere Rückzugs- und Schutzmöglichkeit“, sagte Gesundheitsminister Manne Lucha am Montag in Stuttgart. Mit der „Soforthilfe für Obdachlose“ unterstütze das Land Kommunen und Stadt- und Landkreise finanziell, zusätzlich geeignete Räumlichkeiten zu finden, die eine Notübernachtung sicherstellen und tagsüber zum Aufenthalt geöffnet sind. Kommunen und Stadt- und Landkreise seien hier bereits aktiv geworden. Sie können nun Anträge zur finanziellen Unterstützung stellen. Insgesamt stehen hierfür 500.000 Euro zur Verfügung. Anträge für die Soforthilfe sind abrufbar unter https://t1p.de/antrag-soforthilfe-obdachlose. Zusätzlich zu den Hilfen für mehr Räumlichkeiten stellt die Landesregierung im Rahmen einer Vereinbarung mit der Liga der freien Wohlfahrtspflege weitere 250.000 Euro für die Versorgung von Obdachlosen bereit.

13.17 Uhr: Die 51 Sparkassen in Baden-Württemberg vergeben wegen der Corona-Krise deutlich mehr Kredite. Allein im März seien die Kreditzusagen im Vergleich zum Vormonat um rund ein Drittel auf 2,7 Milliarden Euro gestiegen, teilte der Sparkassenverband Baden-Württemberg am Montag mit. Darüber hinaus ermöglichen die Institute mittlerweile bereits rund 38 000 von der Krise betroffenen Kunden, die Zahlung ihrer Kreditraten für mindestens drei Monate auszusetzen. Aktuell stunden die Sparkassen im Südwesten dadurch eine Summe von rund 580 Millionen Euro. „Für die betroffenen Firmen- und Privatkunden ist die vorübergehende Aussetzung der Ratenzahlungen eine wichtige Hilfe in der Krise“, sagte Peter Schneider, Präsident des Sparkassenverbandes.

12.27 Uhr: Der Rollout des Lernmanagementsystems Moodle an die Schulen war ein wichtiger Schritt, um den digitalen Fernunterricht zu unterstützen. Um auch die Kommunikation weiter zu erleichtern, stellt das Kultusministerium ab sofort den Schulen im Land nun mit Threema einen sicheren Messengerdienst zur Verfügung. „Im Rahmen der Digitalen Bildungsplattform war solch ein Messenger zwar ohnehin vorgesehen, aber dass wir diesen jetzt schon sukzessive flächendeckend zur Verfügung stellen können, ist in der aktuellen Situation ein wichtiger Schritt. Denn digitale Kommunikation spielt gerade eine noch größere Rolle als sonst“, sagt Kultusministerin Susanne Eisenmann und ergänzt: „Mit dem Messengerdienst wollen wir unsere Lehrerinnen und Lehrer unterstützen und die Kommunikation im Kollegium, aber auch mit den Schülerinnen und Schülern erleichtern.“ Mit diesem schrittweisen Rollout startet auch der erste Baustein der Digitalen Bildungsplattform in den Echtbetrieb. Unter https://km-bw.de/Messenger stehen Informationen zum freiwilligen Abruf je einer Lizenz von Threema Work pro Lehrkraft zur dienstlichen Kommunikation bereit. Die Lizenzen werden derzeit schulweise in Stufen zur Verfügung gestellt.

 

 

11.37 Uhr: „Die Auswirkungen der Corona-Krise machen auch vor den Tierheimen im Land nicht halt. Besucher und damit verbundene Tiervermittlungen fallen derzeit weg, zahlreiche weitere Einnahmen bleiben aus. Gleichzeitig laufen die Kosten für Versorgung und Pflege der Tiere durch die Mitarbeiter weiter. Dies bringt viele Tierheime in finanzielle Schwierigkeiten“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, am Montag in Stuttgart. „Insgesamt stehen 500.000 Euro für Soforthilfen zur Verfügung. Tierheime und tierheimähnliche Einrichtungen können, in Abhängigkeit von im Tierheim vorhandenen Tierplätzen, Soforthilfen zwischen 2500 und 7500 Euro erhalten. Wir schaffen derzeit mit Hochdruck die verwaltungsmäßigen Voraussetzungen zur Abwicklung des Förderprogramms. Ich gehe davon aus, dass eine Antragstellung ab Anfang Mai möglich sein wird.“

11.10 Uhr: Seit Montag gilt in Bussen, Bahnen und beim Einkaufen im Südwesten die Maskenpflicht: Nach einer ersten Gewöhnungswoche ohne Strafen sollen Bürger, die keine Masken tragen, danach ein Bußgeld von 15 Euro abdrücken. Zu dem genauen Zeitraum der Maskenpflicht konnte Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) noch keine konkreten Angaben machen. „Man sollte sich darauf einrichten, dass es eine Weile geht“, sagte er am Montag in Stuttgart.

10.02 Uhr: Über Facebook hat Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer eine Wiederaufnahme der Fußball-Bundesliga mit Geisterspielen und rund 25.000 Tests befürwortet. „Nimmt das jemand was weg? Nein. Allein diese Woche sind 500.000 Tests gar nicht gemacht worden, obwohl die Labore dafür bereit sind“, schreibt er. Und der Fußball helfe vielen Menschen eine traurige und langweilige Zeit besser zu bewältigen. „Was also sollte dagegen sprechen? Kritik an den absurden Gehältern der Stars? Sehr angebracht. Aber kein Zusammenhang mit Corona“, fährt Palmer fort. Auch führe das nicht zu einer Überbelastung der Polizei oder einem Zielkonflikt mit der Priorität für die Öffnung von Schulen oder Altenheimen durch Screenings: „Das kann die Politik trotzdem machen.“

9.21 Uhr: Der Kreis Reutlingen hat seine Lagemeldung vom Wochenende inzwischen um ein ausführliches Update ergänzt. Stand heute Morgen (8 Uhr) sind 1416 Fälle laborbestätigt. Gestern waren es 1407. 875 Menschen sind bereits wieder genesen. Hinzu kamen zwei weitere Todesfälle, die Anzahl der Opfer steigt auf 58.

8.43 Uhr: Es war ungewöhnlich viel los am Samstag im Gewerbegebiet Mahden, nordöstlich von Kirchentellinsfurt. Grund dafür war der Mulchplatz hinter dem Erima-Gebäude, der zum ersten Mal seit sieben Wochen wieder geöffnet hatte. Die Sonne strahlte, dadurch ging sechs Gemeinderätinnen und Gemeinderäten, sowie Bürgermeister Bernd Haug, die Arbeit leichter von der Hand. „Bei so einem Wetter machen wir gerne Dienst in der Natur“, sagte Karl Eißler. Er hat die, vorerst, einmalige Öffnung während der Coronakrise initiiert.

8.15 Uhr: Die SMV der Tübinger Waldorfschule verlegt ihren Spendenlauf in den eigenen Garten, den Wohnungsflur, in nahe Parks und Wälder. Jeder Schüler kann laufen und sich dabei von Privatleuten im Kreis Tübingen sponsern lassen. Die können zum Beispiel einen Euro pro gelaufenem Kilometer auf das Spendenkonto überweisen. Damit nicht geschummelt wird, soll jeder Schüler mit Handy oder anderen Geräten die Anzahl der gelaufenen Kilometer zählen und den Organisatorinnen davon ein Bild schicken. Unter der Telefonnummer 0152 - 37 08 13 99 oder per Mail an corona.spendenlauf2020@gmail.com können sich Privatleute oder Unternehmen melden, die einen oder mehrere Schüler sponsern möchten. Das Geld geht über die Organisation „medico international“ an deren griechische Partner, die im Flüchtlingslager Moria helfen.

7.46 Uhr: Unsere Rottenburger Rubrik „Corona-Tagebuch“ geht auch in dieser Woche weiter: Heute schreibt Thomas Andrejews, früher Verteidigungsattaché und heute Ruheständler in Wachendorf.

7.21 Uhr: Der große Nachholeffekt, das steht eine Woche, nachdem die Geschäfte wieder öffnen durften fest, blieb beim Rottenburger Einzelhandel bislang aus. Die Kunden sind bisher noch zurückhaltend. Warteschlangen bildeten sich am Samstag nur vor Bäckereien, Metzgern, Wochenmarktständen und am Nachmittag vor der Eisdiele. Den geforderten Abstand hielten die meisten Innenstadtbesucher ein. „Ein Aufholen der vier Wochen wird es nicht geben“, sagte etwa Schuhhändler Hermann Kratzer. In der ersten Woche seien vor allem Kinderschuhe über den Ladentisch gegangen. „Die Kunden haben darauf gewartet, dass wir wieder aufmachen.“

6.50 Uhr: Hamsterkäufe und leere Toilettenpapier-Regale sind nur eine Seite davon, wie die aktuellen Beschränkungen durch die Pandemie sich auf das Verhalten der Menschen auswirken. Auf der anderen Seite stehen die zahlreichen Arten der Nachbarschaftshilfe, die sich in den vergangenen Wochen in Tübingen etabliert haben: von Beratungen im Arbeitsrecht über telefonischen Beistand gegen die Einsamkeit bis hin zu Gassigeh-Angeboten. Besonders viele Menschen engagieren sich bei der Einkaufshilfe für Risikogruppen. Zwei der Tübingerinnen und Tübinger, die im Moment für andere Menschen einkaufen gehen, sind die Schülerin Juliana Luft und das SPD-Mitglied Manuel Schlösser.

6.35 Uhr: Eine Tübinger Vermieterin nutzt die Corona-Regeln, um ihren Mietern besondere Verhaltensweisen aufzuerlegen und kündigt aus „Hygieneschutzgründen“. Beides ist nicht zulässig. Rechtsanwalt Karl Böhmler, Vorsitzender des Mieterbundes Reutlingen-Tübingen, sagt: „So einen Kündigungsgrund gibt es nicht, das kann man völlig vergessen.“ TAGBLATT-Redakteurin Sabine Lohr berichtet über einen kuriosen Fall.

 

Hilfsangebote:
Senioren und Menschen mit Vorerkrankungen sollen sich während der Corona-Epidemie besonders gut von anderen isolieren. Um diese Menschen zuhause mit Lebensmitteln oder Medikamenten zu versorgen, gibt es im Kreis Tübingen viele öffentliche und private Hilfsangebote. Es gibt aber auch Meldungen über Betrüger, welche die Situation ausnutzen. Fast überall können sich Hilfesuchende deshalb direkt an ihre Gemeinde- oder Stadtverwaltung wenden, wo man den Überblick über lokale Nachbarschaftshilfen und seriöse Angebote von Organisationen und Institutionen hat. Wir haben die Infoseiten zusammengetragen.

 

6.20 Uhr: Die erste Shopping-Woche in der Corona-Krise ist vorbei. Seit Montag konnten in vielen Bundesländern Geschäfte auch abseits des Lebensmittelhandels wieder öffnen, solange ihre Verkaufsfläche nicht größer ist als 800 Quadratmeter. Doch noch ist der Einzelhandel weit davon entfernt, die heftigen Umsatzeinbußen aufgrund der wochenlangen Schließungen zu kompensieren. Um die Branche zu unterstützen, schlugen Grünen-Politiker am Wochenende einen „Kauf-vor-Ort-Gutschein“ für jeden Bürger in Höhe von 250 Euro vor. Der Gutschein solle nur im stationären Handel, für stationäre Dienstleistungen oder in der Gastronomie eingelöst werden können, wie aus einem am Samstag vorgestellten Positionspapier hervorgeht.

6.07 Uhr: Guten Morgen aus der Online-Redaktion! Ab dem heutigen Montag gilt Maskenpflicht in Bus und Bahn und beim Einkaufen. Wie wirksam eine Infektion mit dem Corona-Virus dadurch verhindert werden kann, ist umstritten. Etliche Rottenburger, mit denen das TAGBLATT am Samstag sprach, sehen die Pflicht, Mund und Nase zu bedecken, positiv. „Ich hätte als Bundeskanzler die Maskenpflicht schon viel früher eingeführt“, sagte ein Passant.

Sonntag, 26. April

20.03 Uhr: Wir verabschieden uns für heute mit den aktuellen Zahlen der Johns-Hopkins-Universität: Demnach gibt es in Deutschland 157.114 Infizierte, wovon 112.000 bereits wieder gesund sind. Liegt Deutschland nach den Fallzahlen weltweit auf Platz 5, haben sechs Nationen mehr Todesopfer als Deutschland (5884) zu beklagen. Am stärksten betroffen ist die USA: Dort sind 954.182 Infizierte registriert, alleine in New York sind 17.126 Menschen gestorben. In Europa gibt es die meisten Covid-19-Erkrankten in Spanien (226.629), gefolgt von Italien (197.675), Frankreich (161.665) und eben Deutschland. Weltweit sind inzwischen fast 3 Millionen Krankheitsfälle bei 205.607 Todesfällen bekannt.

19.48 Uhr: Als die Corona-Verordnungen Mitte März Gottesdienste und Konzerte untersagten, ging es Stiftskirchen-Kantor Ingo Bredenbach vor allem darum, ein Zeichen setzen: „Es geht weiter.“ Signalartigen Charakter hatten auch die Turm-Motetten in der noch kühlen Passionszeit, mit fanfarenhaft appellierenden Blechbläsern und klagevollen Chorälen. Nach Ostern ist mit zunehmend wärmeren Abendtemperaturen auch das Repertoire lieblicher und virtuoser geworden. Diesen Samstag hatte der Mössinger Trompeter Jörg Günter sogar eine Uraufführung mitgebracht: drei eigene Variationen über eine Melodie, die Beethoven zugeschrieben wird, bekannt als Chorlied in der Textierung „Die Güte Gottes preisen soll meine Freude sein“.

 

In eigener Sache:
Seit der erste Corona-Fall in Tübingen aufgetreten ist, berichtet das Schwäbische Tagblatt täglich in einem Live-Blog über die aktuellen Entwicklungen in der Region. Unsere Arbeit wird nicht wie beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk über allgemeine Gebühren finanziert, sondern durch unsere zahlenden Abonnenten und Anzeigenkunden. Dennoch bleibt dieses Übersichts-Blog angesichts des großen Informationsbedürfnisses gratis. Wenn Sie unsere Arbeit schätzen, denken Sie bitte darüber nach, sie durch den Abschluss eines Abos zu unterstützen. Das Online-Abo gibt es bereits zu einem Preis von 6,90 Euro im Monat. Außerdem bietet der Verlag SCHWÄBISCHES TAGBLATT ein Zeitungsabonnement (Print oder E-Paper) zum Sonderpreis an.

 

19.15 Uhr: Ein paar Tüten hängen an der Brücke über die Steinlach in Derendingen. Einige sind noch befüllt, andere nicht. „Dieses Angebot ist für Obdachlose gedacht“, steht auf einem Zettel, der am Geländer befestigt wurde. Jeder kann in die Tüten etwas hineintun: Lebensmittel Hygieneartikel, Tierfutter. In vielen deutschen Städten haben sich hilfsbereite Menschen die Situation der Ärmsten der Armen zum Anlass genommen, Initiative zu ergreifen und sogenannte „Gabenzäune“ zu schaffen, an denen Sachspenden hinterlassen werden können. So auch in Tübingen. Das Mitnehm-Angebot an der Steinlach, das sich explizit an Obdachlose richtet, ist aber kein offizielles Angebot der Stadt. „Das war eine Initiative von Privatpersonen“, sagt Sozialbürgermeisterin Daniela Harsch.

18.44 Uhr: Wie wichtig es ist, sich an die Quarantäne-Regeln zu halten, zeigt ein Fall aus Grevenbroich in Nordrhein-Westfalen. Darüber berichtet die Deutsche Presseagentur. Weil sich zwei mit dem Coronavirus infizierte Familien nicht an die angeordnete Quarantäne gehalten haben, hat das Gesundheitsamt in Grevenbroich einen ganzen Hochhauskomplex mit 117 Wohnungen abgeriegelt. Alle 450 Bewohner sollten am Sonntag vorsichtshalber auf das Virus getestet werden - etwa 375 folgten dem Aufruf.

18.38 Uhr: Kein Ball rollt auf den Sportplätzen, auch die Turnhallen sind leer: Seit Mitte März ist aufgrund der Corona-Beschränkungen auch der Betrieb in den knapp 5700 Mitgliedsvereinen des Württembergischen Landessportbundes (WLSB) eingestellt. Dies hat für viele Sportvereine teils erhebliche finanzielle Folgen. Um den Umfang der finanziellen Schäden zu erfassen, hat der WLSB für seine Mitgliedsvereine ein Meldesystem eingerichtet. Hier können dort zunächst bis Sonntag, 3. Mai, Informationen an den Dachverband übermittelt werden. „Wir wollen mit der Abfrage in Erfahrung bringen, wie stark die Sportvereine durch die Corona-Krise betroffen sind“, sagt WLSB-Präsident Andreas Felchle in einer Pressemitteilung. „So schaffen wir auch eine Grundlage für Gespräche mit der Landespolitik darüber, wie dem ehrenamtlich organisierten Sport geholfen werden kann.“

18.16 Uhr: Die Zahl der Infizierten in Baden-Württemberg steigt auf mindestens 31.017 an. Davon sind ungefähr 20.701 Personen bereits wieder von ihrer Covid-19-Erkrankung genesen. Die Reproduktionszahl wird vom Robert Koch-Institut für Baden-Württemberg mit R 0,8 angegeben. Ein R von 0,8 bedeutet, dass im Mittel fast jeder mit SARS-CoV-2 Infizierte eine weitere Person ansteckt und somit die Zahl der Neuerkrankungen leicht abnimmt. Die Zahl der Covid-19-Todesfälle in Baden-Württemberg steigt auf insgesamt 1.249 an. Unter den Verstorbenen waren 741 Männer und 508 Frauen. Das Alter lag zwischen 36 und 102 Jahren. 64 Prozent der Todesfälle waren 80 Jahre oder älter.

17.28 Uhr: Unter Berücksichtigung der behördlichen Vorgaben sowie in enger Abstimmung mit dem Universitätsklinikum bereitet die BG Klinik Tübingen die stufenweise Rückkehr in den Regelbetrieb vor. Seit Montag finden die ersten dringenden Behandlungen und Sprechstunden statt, die in den letzten Wochen verschoben werden mussten. „Wir priorisieren die anstehenden Behandlungen nach strengen medizinischen Indikationen und entscheiden zum Wohle jedes einzelnen Patienten“, erklärt Andreas Badke, Kommissarischer Ärztlicher Direktor der BG Klinik.

17 Uhr: Grünen-Fraktionschef Andreas Schwarz geht davon aus, dass in den kommenden Tagen ein Corona-Rettungspaket des Landes für Nahverkehrsunternehmen im Südwesten vorliegen wird. „Klar ist, dass wir von einem dreistelligen Millionenbetrag reden“, sagte er der „Schwäbischen Zeitung“ (Montagsausgabe). Gespräche mit Finanz- und Verkehrsministerium liefen derzeit. Das Geld solle aus dem Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz sowie aus dem Fünf-Milliarden-Euro-Kreditprogramm kommen, das der Landtag freigegeben hat.

 

 

16.42 Uhr: Schulschließungen, vom Kirchgang wird abgeraten, das öffentliche Leben ist eingeschränkt: Schon 1918 war in Reutlingen Pandemie-Alarm. Damals wütete die Spanische Grippe. In einem Gastbeitrag berichtet Roland Deigendesch, Leiter des Reutlinger Stadtarchivs, über die damalige Lage.

16.26 Uhr: Am gestrigen Samstag hatten viele Geschäfte in der Tübinger Innenstadt erstmals wieder am Wochenende offen. Eine Tübingerin aus der Südstadt schob ihr Rad die Gasse herab, die Packtaschen voller Gemüse vom Samstagsmarkt. Zur Arbeit pendelt sie nach Stuttgart und zeigte sich angenehm überrascht, „wie diszipliniert es in Tübingen zugeht“. In der Stuttgarter Königstraße habe sie neuerdings manchmal den Eindruck, Corona spiele keine Rolle mehr. Noch mehr Stimmen sammelte TAGBLATT-Mitarbeiterin Dorothee Hermann.

16.06 Uhr: Am 9. Mai könnten die Fußball-Bundesligen mit Geisterspielen den Betrieb wieder aufnehmen. Nach derzeitigen Plänen sollen am Tag vor jedem Spiel alle Spieler getestet werden. Unter dem Strich stünden nach Angaben der Deutschen Fußballliga (DFL) also rund 25.000 Tests mit Kosten von etwa 2,5 Millionen Euro. Ist der Fußball das wert? Die positive Nachricht: Offenbar halten Experten die Testung der Fußballer nicht für eine Last der Patientenversorgung in anderen Fällen. Hier gibt es die DFL-Pressemitteilung zum Nachlesen.

15.51 Uhr: „Die strenge Einhaltung der Maskenpflicht und des Abstandsgebots sind elementar, um die Ansteckungszahlen niedrig zu halten und damit einen weiteren Shutdown unserer Wirtschaft zu vermeiden. Sie alle können dazu beitragen, indem Sie die Hygienemaßnahmen ernst nehmen und sich daran halten. Nur unter dieser Voraussetzung können wir im Mai über weitere Lockerungen des Wirtschaftslebens beraten“, appelliert Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut in einer Pressemitteilung. Aufgrund der anstehenden Maskenpflicht werden die Informationen und Kontaktdaten der Hersteller von Alltagsmasken nun unter www.place2tex.com auch der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. „Die Textil- und Bekleidungsindustrie im Land steht für Zuverlässigkeit und hohe Qualität. Sowohl Bürgerinnen und Bürger als auch unsere Unternehmen können auf dem Portal erfahren, wo sie jetzt Masken aus Baden-Württemberg bestellen können“, sagte die Ministerin.

15.43 Uhr: Zur Überbrückung der Corona-Zeit und aus Solidarität zu den gebeutelten Künstlerinnen und Künstlern hat TAGBLATT-Redakteur Jonas Bleeser die Gutenachtgeschichte vom roten Sessel ins Netz verlagert. So wird jeden zweiten Abend gelesen, die Videos gibt‘s immer hier. Heute um 20 Uhr ist die Dußlinger Fantasy-Autorin Veronika Carver mit ihrem Buch „Wyvern – Die Sehnsucht einer Träumenden“ dran. Sie macht bereits das Dutzend voll.

15.01 Uhr: Im Landkreis Tübingen sind im Laufe des Sonntags 2 bestätigte Infektionen hinzugekommen. Damit gibt es jetzt 1217 Infizierte, von denen die große Mehrzahl aber bereits wieder gesund ist. Seit Donnerstag kamen nur 10 Neu-Infizierte hinzu. Auch ist kein weiteres Todesopfer hinzugekommen, es bleibt bei 41.

14.44 Uhr: Mit Töpfen, Pfannen, Trommeln und Musikinstrumenten machten Bewohnerinnen und Bewohner des Französischen Viertels bereits an zwei Montagabenden im April gehörig Krach und protestieren damit gegen den Personalmangel im Gesundheits- und Pflegebereich. Am morgigen Montag werden sie das von 19 Uhr an wieder tun. Sie beteiligen sich damit an einer Aktion, die das Berliner „Bündnis für mehr Personal im Krankenhaus“ und Angestellte der Berliner Charité unter dem Motto „Klatschen ist gut, Krach machen ist besser“ gestartet hat.

Selbstportrait von Tagblatt Fotograf Ulrich Metz mit Corona Schutzmaske aus einem Kaffeefilter – wer war ähnlich kreativ? Wir suchen die besten Bilder!

14 Uhr: Ab morgen muss in Bussen und Bahnen, in kleinen Läden und großen Geschäften eine Maske zum Schutz vor einer Corona-Infektion aufgesetzt werden. Auch auf belebten Wegen und Plätzen empfiehlt sich das Tragen, da nicht alle Passanten den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand einhalten. Mittlerweile haben verschiedene Hersteller und Privatpersonen verschiedenste Masken mit teils phantasievollem Design produziert. Das SCHWÄBISCHE TAGBLATT möchte die originellsten Exemplare zeigen. Schicken Sie dazu ein Selbstporträt mit Maske bis Donnerstag, 30. April, 12 Uhr per Mail an redaktion@tagblatt.de. Die besten Einsendungen werden online und im Print-Produkt veröffentlicht.

13.49 Uhr: Der Kreis Reutlingen vermeldet aktuelle Zahlen: Demnach gibt es 1407 laborbestätigte Fälle, das sind 16 mehr als noch am gestrigen Samstag. Bislang hat es im Kreis Reutlingen 56 Todesopfer in Zusammenhang mit dem Coronavirus gegeben.

13.19 Uhr: Ab dem morgigen Montag gilt die Maskenpflicht. Die für die Region zuständige Reutlinger Polizei gab nun einige Hinweise zum Thema:

  • Alle Personen ab 6 Jahren müssen im ÖPNV, an Bahn- & Bussteigen, sowie in Läden und Einkaufszentren eine Alltagsmaske oder eine andere Mund-Nasen-Bedeckung tragen
  • Diese Pflicht gilt nicht, wenn Ihr zum Beispiel aus medizinischen Gründen oder aufgrund körperlicher Einschränkungen keine Maske tragen könnt
  • Die übrigen Regeln zu Sicherheitsabstand und Kontaktbeschränkungen gelten natürlich weiterhin
  • Auch bei den Alltagsmasken muss auf Hygiene und richtige Anwendung geachtet werden
  • Die Maskenpflicht betrifft nicht nur die Bevölkerung, sondern auch die Polizei. Deshalb werdet Ihr in der nächsten Zeit sicher öfter bemerken, dass auch unsere Kollegen Masken tragen, besonders dann, wenn sie einschreiten müssen.

12.03 Uhr: Die Corona-Krise lässt Basketball-Zweitligist Tigers Tübingen um die Existenz fürchten. Deshalb sollen nun in einer Crowdfunding-Aktion 30.000 Euro bis 11. Mai gesammelt werden. Fast die Hälfte ist bereits geschafft. Als Gegenleistungen gibt es etwa eine Weinprobe mit Kapitän Enosch Wolf, ein Abendessen mit Manager Robert Wintermantel und Klinikumschef Michael Bamberg, aber auch eine Kneipentour mit Regionalliga-Coach Manu Pasios. Zudem kann man das Regio-Team gar mieten, falls ein Umzug oder ein Großputz ansteht. Zuletzt hatte Wintermantel im TAGBLATT das neue sportliche Konzept des Klubs vorgestellt.

 

Hilfsangebote:
Senioren und Menschen mit Vorerkrankungen sollen sich während der Corona-Epidemie besonders gut von anderen isolieren. Um diese Menschen zuhause mit Lebensmitteln oder Medikamenten zu versorgen, gibt es im Kreis Tübingen viele öffentliche und private Hilfsangebote. Es gibt aber auch Meldungen über Betrüger, welche die Situation ausnutzen. Fast überall können sich Hilfesuchende deshalb direkt an ihre Gemeinde- oder Stadtverwaltung wenden, wo man den Überblick über lokale Nachbarschaftshilfen und seriöse Angebote von Organisationen und Institutionen hat. Wir haben die Infoseiten zusammengetragen.

 

11.22 Uhr: „Wir müssen unbedingt verhindern, dass die Fallzahlen wieder massiv ansteigen. Also heißt es für uns: testen, testen, testen“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann am Sonntag in Stuttgart. „Neben der ganz wichtigen Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln, zu der auch die am morgigen Montag startende Maskenpflicht beim Einkaufen und im ÖPNV gehört, halten wir eine deutliche Ausweitung der Corona-Tests für eine sehr wirksame Methode, um die Pandemie unter Kontrolle zu halten. Deshalb haben wir uns entschieden, künftig noch mal deutlich mehr Bürgerinnen und Bürger als bisher auf das neuartige Virus testen zu lassen.“ Die Corona-Lenkungsgruppe der Landesregierung habe eine entsprechende, mit dem Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg abgestimmte Test-Konzeption des Ministeriums für Soziales und Integration gebilligt. Gesundheitsminister Manne Lucha ergänzte in einer Pressemitteilung: „Wir müssen alles erdenklich Mögliche dafür tun, um eine zweite Welle, also einen erneuten exponentiellen Anstieg der Corona-Erkrankungen, zu verhindern. Wir dürfen nicht vergessen, dass Baden-Württemberg nach Bayern bundesweit noch immer am zweitstärksten vom Coronavirus betroffen ist: Stand jetzt haben wir immer noch 259 Fälle pro 100.000 Einwohnern.“

10.20 Uhr: Das Recht auf Homeoffice soll bald gesetzlich geregelt sein – zumindest wenn es nach Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) geht. „Ich arbeite an einem neuen Gesetz für ein Recht auf Homeoffice, das ich bis Herbst vorlegen werde“, sagte er der „Bild am Sonntag“. „Jeder, der möchte und bei dem es der Arbeitsplatz zulässt, soll im Homeoffice arbeiten können – auch wenn die Corona-Pandemie wieder vorbei ist.“ Man wolle Homeoffice ermöglichen, nicht erzwingen, so Heil, und die Arbeit dürfe sich auch nicht zu sehr ins Private fressen. Demnach ist auch Finanzminister Olaf Scholz, Heils Parteikollege, ein Freund dieser Idee.

9.36 Uhr: Für den Fall einer massiven Wirtschaftskrise in Folge der Corona-Pandemie warnt die neue Landespolizeipräsidentin Stefanie Hinz vor einer Zunahme des Verbrechens im Land. „Wenn sich die wirtschaftliche Lage negativ entwickelt, kann das auch bedeuten, dass mehr Menschen auf andere Weise versuchen, an Geld zu kommen und da kann Kriminalität durchaus eine Rolle spielen“, sagte Hinz der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. Passend dazu: Erst am Freitag hat das für die Region zuständige Reutlinger Präsidium die Kriminalitätsstatistik 2019 veröffentlicht. Die Menschen leben hier in einer sicheren Region.

8.28 Uhr: Hilfsangebote wie zum Beispiel Essen auf Rädern sind nicht nur zu Corona-Zeiten für viele Senioren wichtig. Die gelieferten Speisen könnten den Alltag für Menschen vereinfachen, die nicht mehr täglich kochen könnten oder wollten, sagte Anja Schwarz, die Geschäftsführerin des Landesseniorenrats Baden-Württemberg.

8.02 Uhr: Trotz der Corona-Pandemie wurde am Samstag in Tübingen gegen die geplante Verschärfung des Polizeigesetzes protestiert. „Wegen der Einschränkungen des Versammlungsrechts durch das Infektionsschutzgesetz wählten wir eine Aktionsform, von der keine Infektionsgefahr ausgeht“, sagte eine Aktivistin. Nämlich: mit Schildern an belebten Plätzen.

7.29 Uhr: Die Rottenburger Wirtschaft Tourismus Gastronomie(WTG) öffnet ihr Infozentrum am morgigen Montag wieder. Man habe das kleine Fenster neben dem großen Schaufenster mit einer Plexiglasscheibe versehen, sodass die Kunden bevorzugt über das Fenster bedient werden und nur sofern notwendig nach innen gehen müssen. Die üblichen Öffnungszeiten für das Gebäude am Marktplatz gelten. Diese lauten von Montag bis Freitag 9 bis 18 Uhr und Samstag von 9 bis 14 Uhr. Auch telefonisch unter der 07472/916236 oder per Email unter info@wtg-rottenburg.de steht die WTG zur Verfügung.

Cem Özdemir bei einem früheren Besuch in der TAGBLATT-Redaktion. Archivbild: Klaus Franke

6.55 Uhr: Das Blut von genesenen Covid-19-Patienten ist für Studien begehrt. Das Tübinger Uniklinikum veröffentlichte nun Bilder in seiner Instagram-Story, die Grünen-Politiker Cem Özdemir am gestrigen Samstag bei einer Blutspende in Tübingen zeigen. Der 54-jährige Bad Uracher hatte sich früh infiziert und gab bereits am 28. März seine Genesung bekannt.

6.45 Uhr: Guten Morgen aus der Online-Redaktion! Werfen wir zunächst einen Blick auf die Zahlen: In Tübingen werden 1215 Covid-19-Infizierte gezählt, wobei davon fast 1000 bereits wieder genesen sein dürfte. In Reutlingen gibt es inzwischen 1391 Fälle, auch dort ist die Zahl der Genesenen höher als jene der aktuell Infizierten. Im Kreis Tübingen gab es bislang 41 Todesopfer in Zusammenhang mit dem Coronavirus, im Kreis Reutlingen sind es 56. In Baden-Württemberg ist die Zahl der Infizierten auf 30.739 gestiegen.

Den vorangegangen Blog von Freitag und Samstag gibt es hier zum Nachlesen.

 

Hilfsangebote:
Senioren und Menschen mit Vorerkrankungen sollen sich während der Corona-Epidemie besonders gut von anderen isolieren. Um diese Menschen zuhause mit Lebensmitteln oder Medikamenten zu versorgen, gibt es im Kreis Tübingen viele öffentliche und private Hilfsangebote. Es gibt aber auch Meldungen über Betrüger, welche die Situation ausnutzen. Fast überall können sich Hilfesuchende deshalb direkt an ihre Gemeinde- oder Stadtverwaltung wenden, wo man den Überblick über lokale Nachbarschaftshilfen und seriöse Angebote von Organisationen und Institutionen hat. Wir haben die Infoseiten zusammengetragen.

 

Illustration des Coronavirus (2019-nCoV) des Centers for Disease Control and Prevention (CDC): Die Fortsätze auf der Oberfläche des Virus erinnern an eine Corona. Bild: Wikimedia - CDC/ Alissa Eckert, MS; Dan Higgins, MAM [Public domain]

Das derzeit grassierende neuartige Coronavirus gehört zur Familie der Coronaviridae, deren Vertreter bei Wirbeltieren verschiedene Erkrankungen hervorrufen. Manche Coronaviren können Artenbarrieren überwinden und mehrere Wirtspezies infizieren.

Beim Menschen sind momentan sieben Coronavirusspezies als Erreger von leichten Erkältungskrankheiten bis hin zu schweren akuten Atemwegssyndromen bekannt (Stand Februar 2020). Neben dem sich aktuell weltweit ausbreitenden Sars-Cov-2 ist auch der Erreger der Sars-Pandemie 2002/2003 Sars-Cov sowie der 2012 aufgetretene Erreger Mers-Cov von Bedeutung.

Sars steht für Severe Acute Respiratory Syndrome (Schweres Akutes Atemwegssyndrom), Mers bedeutet Middle East Respiratory Syndrome (Atemwegssyndrom des Mittleren Ostens).

Der Begriff Corona bezieht sich auf das Erscheinungsbild dieser Viren: Die Fortsätze auf der Virenhülle sehen unter dem Elektronenmikroskop wie ein Strahlenkranz aus, der einer Sonnenkorona ähnelt. Corona kommt aus dem Spanischen und bedeutet Krone.

Die durch das Sars-CoV-2 (Severe-Acute-Respiratory-Syndrome-Coronavirus-2) ausgelöste Erkrankung der Atemwege wurde Covid-19 genannt (Coronavirus-Disease-2019, deutsch: Coronavirus-Krankheit-2019).

Antworten auf häufig gestellte Fragen zum neuartigen Coronavirus Sars-Cov-2 gibt es von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Fachliche Informationen zu der neuen Atemwegserkrankung Covid-19 (verursacht durch das Coronavirus Sars-Cov-2) stellt das Robert-Koch-Institut zur Verfügung.

Informationen zum Coronavirus, zu den Fallzahlen und zu den geltenden Verordnungen zur Eindämmung der Epidemie im Land gibt es beim Sozialministerium Baden-Württemberg.

Das Tübinger Landratsamt hat unter der Telefonnummer 07071/207-3600 eine Hotline eingerichtet: wochentags 8 bis 18 Uhr, am Wochenende 10 bis 14 Uhr; von 1. Mai an nur noch wochentags 10 bis 15 Uhr.

Neben Einkaufshilfen vermittelt die Stadtverwaltung Tübingen Informationen zu sozialen Hilfsangeboten in Tübingen. Das Corona-Telefon ist immer montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr und von 13 bis 16 Uhr besetzt. Die Telefonnummer lautet 07071/204-1010. Der Hilfsdienst ist auch per E-Mail erreichbar: corona.soziales@tuebingen.de. Viele Informationen und Kontaktdaten von Einkaufs- und Nachbarschaftshilfen gibt es außerdem auf der städtischen Internetseite: www.tuebingen.de/corona-einkaufshilfe

Wer seine Hilfe in der Nachbarschaft anbieten möchte, kann das auch über das Formular tun, das wir - inspiriert vom Berliner Rundfunk - erstellt haben und hier als PDF zum Download anbieten: ausfüllen, ausdrucken und in der Nachbarschaft verteilen für die Menschen, die keinen Internetzugang haben.

Zum Dossier: Alle Corona Live-Blogs

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Erstellt:
27. April 2020, 06:54 Uhr
Aktualisiert:
28. April 2020, 14:18 Uhr
zuletzt aktualisiert: 28. April 2020, 14:18 Uhr

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