Covid-19 in der Region Tübingen

Corona: Der Live-Blog vom 13. und 14. Juni 2020

13.06.2020

Von möl/del

Burg Hohenzollern Archivbild: Eike Freese

Sonntag, 14. Juni 2020

14.59 Uhr: Die Landratsämter melden die aktuellen Zahlen, demnach gibt es weder im Kreis Tübingen noch im Kreis Reutlingen Neuinfektionen. Im Kreis Tübingen wurden insgesamt seit Ausbruch der Pandemie 1294 Fälle bestätigt, im Kreis Reutlingen liegt die Gesamtzahl der Infektionen weiterhin bei 1545.

 

 


12.19 Uhr:
Die bevorstehende vollständige Öffnung der Grenze Baden-Württembergs zur Schweiz sieht die Industrie- und Handelskammer Hochrhein-Bodensee für die Händler als „das sprichwörtliche Licht am Ende des Tunnels“.


11.50 Uhr:
Die Corona-Krise hat auch den kontaktlosen Fahrkarten-Kauf per Video bei der Bahn beliebter gemacht. Die Videoreisezentren seien in den vergangenen Wochen deutlich stärker genutzt worden, teilte die Bahn mit. In Baden-Württemberg gibt es bereits mehr als zwei Dutzend dieser Einrichtungen, bundesweit sind es 100.

10.33 Uhr:
Die Regierungspräsidien im Südwesten rechnen mit etwa 200 000 Anträgen auf Entschädigung bei Verdienstausfällen in der Coronakrise.


10.19 Uhr:
Um Corona-Infektionen einzudämmen und schneller zur Normalität zurückkehren zu können, soll es deutlich mehr Tests geben. „Wir arbeiten an einem Test-Konzept, das voraussichtlich am 23. Juni im Kabinett vorgestellt werden soll“, sagte ein Sprecher des baden-württembergischen Sozialministeriums. Das Land sei froh, dass es nun auch ein Signal vom Bund gebe, sagte er in Hinblick auf eine neue Verordnung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), die eine Reihe zusätzlicher Testmöglichkeiten auf Kassenkosten festlegt. Das Land hat schon zuvor Altenheime flächendeckend durchtesten lassen - auch ohne, dass Symptome vorlagen. Noch sind keine Einzelheiten des Landeskonzepts bekannt. Doch die Richtung ist klar: Tests ausweiten und Kapazitäten hochfahren. „Solange es kein Impfmittel gibt, müssen wir testen.“ (dpa)

9.12 Uhr:
Guten Morgen aus der Online-Redaktion. Immer mehr beliebte Ausflugsziele wie Burgen und Freibäder öffnen nach und nach wieder ihre Türen. Nur das Wetter will am heutigen letzten Ferientag nicht so recht mitspielen. Wie wäre es mit einem Kino-Besuch? Diese Lichtspielhäuser haben bereits wieder geöffnet: das Waldhorn in Rottenburg, die Lichtspiele Mössingen, das Kamino Reutlingen und das Tübinger Atelier. Alle vier Kinos haben auch heute eine Nachmittagsvorstellung mit einem Familienfilm im Programm.


Samstag, 13. Juni 2020


17.45 Uhr:
Bevor am Montag wieder alle Schüler im Südwesten zumindest zeitweise in die Schulen zurückkehren dürfen, fordert der Landesschülerbeirat, nun verstärkt jüngeren Schülern die Chance auf Präsenzunterricht zu geben.

17.37 Uhr:
Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) hat den bevorstehenden Wegfall der Kontrollen an den Grenzen Baden-Württembergs zu Frankreich und der Schweiz begrüßt. „Ab Montag sind die Grenzen wieder offen und Familien, Partner, Freunde und Nachbarn können sich nun wieder sehen - ohne regelmäßige Kontrollen, ohne Quarantäne-Vorschriften, ohne triftigen oder sonstigen Einreisegrund, wann immer, wo auch immer und so oft sie wollen“, teilte Strobl (CDU) am Samstag mit. „Nun kommt wieder zusammen, was zusammengehört!“ Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums hatte zuvor angekündigt, dass die coronabedingten Kontrollen der deutschen Grenzen um Mitternacht in der Nacht auf Montag enden sollen.


16.59 Uhr:
Im Landkreis Reutlingen gibt es aktuell unverändert 1545 bestätigte Fälle. Auch im Kreis Tübingen sind keine Neuinfektionen hinzugekommen, hier liegt die Zahl der bestätigten Corona-Fälle bei 1294.

 

 


13.30 Uhr:
„Die kleine Galerie“ im Club Voltaire, die während der Corona-Beschränkungen in loser Folge Künstler(innen) aus der Region präsentiert, zeigt derzeit noch bis zum 21. Juni Fotografien von Jürgen Suhr. Heute ist sie bei freiem Eintritt geöffnet von 15 bis 18 Uhr.

12.49 Uhr:
Auch das Rottenburger Freibad hat ab Montag wieder geöffnet. Wer es besuchen will, muss sich zuvor auf der Stadtwerke-Homepage anmelden. „Dieses Jahr wird die Freibadsaison ganz anders als sonst“, sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Martin Beer.

11.12 Uhr:
Kommt die große Welle von Frauen, die in der Corona-Krise verletzt oder bedroht wurden, noch? Darüber streiten FDP und Landesregierung. Aus Sicht der Liberalen war das Land schon vor der Pandemie bei Zufluchtsmöglichkeiten schlecht ausgestattet.

10.56 Uhr:
Experten prophezeien, dass nach Corona nichts so sein werde wie zuvor. Das gilt für den Stuttgarter Flughafen schon jetzt. Dort freut man sich auf einen Anstieg der Fluggastzahlen, geht aber davon aus, dass es bis zu einer gewissen Normalität noch lange dauern kann.

9.10 Uhr:
Zur Bewältigung der Corona-Pandemie bringt die grün-schwarze Landesregierung weitere Liquiditätshilfen für die Kommunen auf den Weg. Der Landkreis Reutlingen kann mit zusätzlichen Mitteln von 21,7 Millionen Euro rechnen. Unter den Kreisgemeinden fließen weitere 1,1 Millionen nach Kirchentellinsfurt, 1,9 Millionen nach Kusterdingen, knapp 1,5 Millionen nach Wannweil, gut 2 Millionen nach Pliezhausen und rund 0,6 Millionen nach Walddorfhäslach, teilt der Reutlinger Grünen-Landtagsabgeordnete Thomas Poreski mit. Demnach fließt die höchste Fördersumme mit knapp 45,7 Millionen Euro an die Stadt Reutlingen. In dieser schwierigen Zeit sei es wichtig, dass das Land und die Kommunen Hand in Hand arbeiteten, um die Krise zu bewältigen, und dass die Landesregierung den Kommunen eine verlässliche Perspektive biete, betont Poreski. Ziel sei, die Investitionskraft der Kommunen zu stärken, so dass diese nachhaltige Mobilität, energetische Sanierung von öffentlichen Gebäuden oder den Ausbau der digitalen Infrastruktur weiter vorantreiben könnten. Zur Sicherung der kommunalen Liquidität habe man deshalb entschieden, die Schlüsselzuweisungen und die Kommunale Investitionspauschale weiterhin auf Basis des Haushaltsansatzes 2020 auszuzahlen. Dadurch erhalten die Kommunen für das erste Halbjahr 2020 rund 517 Millionen Euro mehr, als es auf Basis der aktuellen Steuerschätzung der Fall wäre, so der Abgeordnete.

 

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8.35 Uhr: Die Corona-Regeln sind in jedem Bundesland anders. Das verwirrt. Doch so ein Patchwork an sich hat auch gute Seiten. Dies wird oft als „Flickenteppich“ kritisiert. Aber ist es wirklich gerecht, dieses Wort mit einem negativen Unterton zu verwenden? Über den Reiz, kleine Stücke zu einem gelungenen großen Ganzen zu verbinden – auch in der Politik –, spricht die Vorsitzende der Patchwork Gilde Deutschland, Barbara Lange.

8.31 Uhr: Kleine und mittelständische Unternehmen, die von der Corona-Krise besonders hart getroffen sind, sollen im Sommer Extra-Geld vom Staat bekommen. Das Kabinett brachte Überbrückungshilfen auf den Weg, die eine Pleitewelle verhindern sollen.

8.07 Uhr: „Unsere Maßnahmen haben Wumms.“: Das Kabinett hat die ersten Maßnahmen aus dem Konjunkturpaket für die Erholung der deutschen Wirtschaft beschlossen. Als die Minister Scholz und Altmaier sie vorstellen, zeigt sich aber: Es geht auch um die Stimmung.

8.02 Uhr: Seit einem Monat sind die meisten Schlösser in Baden-Württemberg geöffnet. Von Dienstag an werden es dann fast alle sein. Die Betreiber rechnen trotzdem mit drastischen Verlusten.

7.50 Uhr: Studierende, die durch die Corona-Krise in Notlagen geraten sind, etwa weil sie ihren Nebenjob verloren haben, müssen weiter auf die angekündigten Nothilfen warten. Noch immer können Studierende keine Überbrückungshilfen beantragen. Auch wer sie bekommt, ist unklar.

6.30 Uhr: Der Verkehrsverbund Naldo hatte wegen der Corona-Pandemie den Sommer-Saisonstart verschoben. Am Sonntag aber starten die Bahnen und Busse des Naldo-Freizeit-Netzes in die diesjährige Saison und verkehren bis einschließlich 18. Oktober immer sonn- und feiertags. Ausführliche Informationen zum Naldo-freizeit-Netz inklusive der Fahrpläne enrahlten Sie hier.

 

In eigener Sache:
Seit der erste Corona-Fall in Tübingen aufgetreten ist, berichtet das Schwäbische Tagblatt täglich in einem Live-Blog über die aktuellen Entwicklungen in der Region. Unsere Arbeit wird nicht wie beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk über allgemeine Gebühren finanziert, sondern durch unsere zahlenden Abonnenten und Anzeigenkunden. Dennoch bleibt dieses Übersichts-Blog angesichts des großen Informationsbedürfnisses gratis. Wenn Sie unsere Arbeit schätzen, denken Sie bitte darüber nach, sie durch den Abschluss eines Abos zu unterstützen. Das Online-Abo gibt es bereits zu einem Preis von 6,90 Euro im Monat. Außerdem bietet der Verlag SCHWÄBISCHES TAGBLATT ein Zeitungsabonnement (Print oder E-Paper) zum Sonderpreis an.

 

6.24 Uhr: Ab Montag ist die Burg Hohenzollern wieder für Besucherinnen und Besucher geöffnet – mit einstündigem Zeitfenster und Online-Vorbuchung.

6.11 Uhr: Die Geschwister-Scholl-Schule will ihren 1500 Schülern, 160 Lehrern und weiteren Angestellten freiwillige Corona-Tests anbieten. TAGBLATT-Redakteur Lorenzo Zimmer befragte Rektor Martin Schall über das Vorgehen der Testung.

6.04 Uhr: Tanzen mit Anfassen? Nur den festen Partner, heißt es in den wieder geöffneten Tanzschulen in Tübingen. TAGBLATT-Reporter Mario Beißwenger hat sich umgehört, wie der Tanzunterricht in Corona-Zeiten abläuft.

6.00 Uhr: Guten Morgen aus der Online-Redaktion! Hier ein Überblick zu den Corona-Zahlen in den Kreisen Tübingen und Reutlingen: Die Corona-Infektionen im Kreis Tübingen sind am Freitag um einen weiteren Fall gestiegen. Damit infizierten sich seit Ausbruch der Pandemie 1294 Menschen im Kreis mit dem Virus Sars-Cov-2. Außerdem starb ein weiterer Mensch, im Landkreis gab es damit 59 Todesfälle in Zusammenhang mit der Krankheit Covid-19. Die Zahl der Genesenen schätzt das Landratsamt auf 1228. Das Reutlinger Landratsamt hat am Freitag 1545 bestätigte Covid-19-Fälle gemeldet, zwei mehr als am Dienstag. Es bleibt aber bei 87 Todesopfern.

Burg Hohenzollern Archivbild: Eike Freese

Freibad Rottenburg: Im Strandkorb: Philipp Auer, Martin Beer, Hendrik Bednarz, Dieter Hinz (von links) Bild: Martin Zimmermann

 

Hilfsangebote:
Senioren und Menschen mit Vorerkrankungen sollen sich während der Corona-Epidemie besonders gut von anderen isolieren. Um diese Menschen zuhause mit Lebensmitteln oder Medikamenten zu versorgen, gibt es im Kreis Tübingen viele öffentliche und private Hilfsangebote. Es gibt aber auch Meldungen über Betrüger, welche die Situation ausnutzen. Fast überall können sich Hilfesuchende deshalb direkt an ihre Gemeinde- oder Stadtverwaltung wenden, wo man den Überblick über lokale Nachbarschaftshilfen und seriöse Angebote von Organisationen und Institutionen hat. Wir haben die Infoseiten zusammengetragen.

 

Illustration des Coronavirus (2019-nCoV) des Centers for Disease Control and Prevention (CDC): Die Fortsätze auf der Oberfläche des Virus erinnern an eine Corona. Bild: Wikimedia - CDC/ Alissa Eckert, MS; Dan Higgins, MAM [Public domain]

Das derzeit grassierende neuartige Coronavirus gehört zur Familie der Coronaviridae, deren Vertreter bei Wirbeltieren verschiedene Erkrankungen hervorrufen. Manche Coronaviren können Artenbarrieren überwinden und mehrere Wirtspezies infizieren.

Beim Menschen sind momentan sieben Coronavirusspezies als Erreger von leichten Erkältungskrankheiten bis hin zu schweren akuten Atemwegssyndromen bekannt (Stand Februar 2020). Neben dem sich aktuell weltweit ausbreitenden Sars-Cov-2 ist auch der Erreger der Sars-Pandemie 2002/2003 Sars-Cov sowie der 2012 aufgetretene Erreger Mers-Cov von Bedeutung.

Sars steht für Severe Acute Respiratory Syndrome (Schweres Akutes Atemwegssyndrom), Mers bedeutet Middle East Respiratory Syndrome (Atemwegssyndrom des Mittleren Ostens).

Der Begriff Corona bezieht sich auf das Erscheinungsbild dieser Viren: Die Fortsätze auf der Virenhülle sehen unter dem Elektronenmikroskop wie ein Strahlenkranz aus, der einer Sonnenkorona ähnelt. Corona kommt aus dem Spanischen und bedeutet Krone.

Die durch das Sars-CoV-2 (Severe-Acute-Respiratory-Syndrome-Coronavirus-2) ausgelöste Erkrankung der Atemwege wurde Covid-19 genannt (Coronavirus-Disease-2019, deutsch: Coronavirus-Krankheit-2019).

Antworten auf häufig gestellte Fragen zum neuartigen Coronavirus Sars-Cov-2 gibt es von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Fachliche Informationen zu der neuen Atemwegserkrankung Covid-19 (verursacht durch das Coronavirus Sars-Cov-2) stellt das Robert-Koch-Institut zur Verfügung.

Informationen zum Coronavirus, zu den Fallzahlen und zu den geltenden Verordnungen zur Eindämmung der Epidemie im Land gibt es beim Sozialministerium Baden-Württemberg.

Das Tübinger Landratsamt hat unter der Telefonnummer 07071/207-3600 eine Hotline eingerichtet: Montag bis Freitag von 10 bis 15 Uhr.

Neben Einkaufshilfen vermittelt die Stadtverwaltung Tübingen Informationen zu sozialen Hilfsangeboten in Tübingen. Das Corona-Telefon ist immer montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr und von 13 bis 16 Uhr besetzt. Die Telefonnummer lautet 07071/204-1010. Der Hilfsdienst ist auch per E-Mail erreichbar: corona.soziales@tuebingen.de. Viele Informationen und Kontaktdaten von Einkaufs- und Nachbarschaftshilfen gibt es außerdem auf der städtischen Internetseite: www.tuebingen.de/corona-einkaufshilfe

Wer seine Hilfe in der Nachbarschaft anbieten möchte, kann das auch über das Formular tun, das wir - inspiriert vom Berliner Rundfunk - erstellt haben und hier als PDF zum Download anbieten: ausfüllen, ausdrucken und in der Nachbarschaft verteilen für die Menschen, die keinen Internetzugang haben.

Zum Dossier: Alle Corona Live-Blogs

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Erstellt:
13. Juni 2020, 06:30 Uhr
Aktualisiert:
13. Juni 2020, 06:30 Uhr
zuletzt aktualisiert: 13. Juni 2020, 06:30 Uhr

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