Covid-19 in der Region Tübingen

Corona: Der Live-Blog vom 23. Juni 2020

23.06.2020

Von möl/hz/job/itz

Die Fieberambulanz auf dem Festplatz: Ärztin Julia Martin (vorne) und ein Medizinstudent sind auf dem Weg zu einem Patienten. Archivbild: Ulmer

Dienstag, 23. Juni 2020

20.56 Uhr: Das Cinelatino, die bundesweit bedeutendste Plattform für spanisches und lateinamerikanisches Kino, hat Ersatztermine gefunden, wie die Veranstalter am Abend mitteilen: Vom 15. bis 22. Juli 2020 (und 3. bis 8. August in Freiburg) gibt es in Tübingen, Reutlingen und Stuttgart einen Überblick über das aktuelle Autorenkino aus Iberoamerika. Der Regionalschwerpunkt Mittelamerika gibt Einblick in eine weite und sehr vielfältige Region. Thematisch widmet sich die aktuelle Ausgabe des Festivals den „Frauen in Bewegung“. Das TAGBLATT wird über das Tübinger Festival noch ausführlich berichten.

19.20 Uhr: Dass Corona Diskussionen auslöst, zeigte sich auch in der Nachbetrachtung zur Eröffnung der neuen Radwege-Trasse in Kirchentellinsfurt. Bürgermeister Bernd Haug war dabei, vom Gemeinderat aber war niemand eingeladen – was Ruth Setzler (GAL) in einer Anfrage kritisierte. Und was wiederum Bernd Haug als Kritik an seiner Person auffasste und ausführte: Das Regierungspräsidium habe auf wenigen Teilnehmern bestanden – wegen des Infektionsschutzes, so Haug. So sei er auch für den Gemeinderat da gewesen: „Bei solchen Restriktionen muss die Repräsentation durch eine Person genügen.“ Wie berichtet, waren Räte auch ohne Einladung da.

19.11 Uhr: Wie viele Menschen werden in Tübingen eigentlich getestet? Während auf dem Festplatz und in der Fieberambulanz im März 2036 und im April 2001 Menschen getestet wurden, waren es im Mai immerhin noch 970 Personen. Seit dem 1. Juni gab es bis einschließlich 20. Juni auf dem Festplatz nur noch 373 Tests. Mehr zum Thema hat TAGBLATT-Redakteurin Lisa Maria Sporrer zusammengefasst.

18.55 Uhr: Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten ist in Baden-Württemberg auf mindestens 35.419 gestiegen. Das waren 44 mehr als am Vortag, wie das Sozialministerium am Dienstag in Stuttgart mitteilte.

18.29 Uhr: Die Ofterdinger Firma LPS unterstützte die bundesweite Aktion „Night of Light“. Die Aktion, an der LPS in der Nacht von Montag auf Dienstag teilgenommen hat, soll „ein Mahnmal“ sein für den Erhalt der Veranstaltungswirtschaft in Corona-Zeiten. „Es ist dringend“, sagt LPS-Geschäftsführer Siggi Ruff. Mindestens eine Million Arbeitsplätze seien betroffen, weshalb bundesweit an 400 Orten um die 8000 Firmen und Einrichtungen an der Aktion teilnahmen, die in der Branche tätig sind (siehe auch 12.09 Uhr).

17.09 Uhr: Die Fallzahlen sind im Kreis Tübingen auch am heutigen Dienstag unverändert geblieben – das Landratsamt vermeldet weiterhin 1294 Fälle. Diese Zahl hat nun bereits seit dem 12. Juni Bestand. Es sind keine neuen Todesfälle hinzugekommen (Stand: 60 Todesfälle).

 

 

17.06 Uhr: Das große Fest zum 100. Bestehen der Fußballabteilung hat der VfL Dettenhausen zwar wegen der Corona-Beschränkungen um ein Jahr verschoben. Aber ein bisschen gefeiert wird am kommenden Sonntag, 28. Juni, dennoch: Um 10 Uhr gestaltet der Verein den Festgottesdienst auf dem Sportplatz gemeinsam mit der evangelischen Kirchengemeinde. Einige Stühle werden aufgestellt. Die Besucher werden aber gebeten, eigene Sitzgelegenheiten mitzubringen – auch Picknickdecken. Der Gottesdienst findet bei jedem Wetter statt; danach wird das Sportheim geöffnet. Die großen Jubiläumsfeierlichkeiten sollen dann von Freitag, 25. Juni, bis Sonntag, 27. Juni, im kommenden Jahr 2021 über die Bühne gehen.

16.08 Uhr: Die krisengebeutelten Reisebusunternehmen im Land sollen einen Corona-Rettungsschirm in Höhe von 40 Millionen Euro erhalten. Das hat die grün-schwarze Regierung beschlossen. „Damit helfen wir den zahlreichen kleinen und mittleren Busunternehmen der Reisebusbranche im Land, deren Einnahmen durch die Corona-Krise vollständig weggebrochen sind“, sagte Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) am Dienstag in Stuttgart.

16.05 Uhr: Der „Tübinger Feierabend“ ist ein Projekt der sogenannten „Task Force Handel/Gastro“ mit dem Ziel, das wirtschaftliche, gastronomische und kulturelle Leben nach den Corona-Beschränkungen wieder anzukurbeln und auf besondere Angebote in Tübingen aufmerksam zu machen. Für den zweiten „Tübinger Feierabend“ am Donnerstag, 25. Juni, haben Tübinger Einzelhändler, Gastronomen, Hoteliers und Kulturschaffende bereits rund 30 Programmpunkte angemeldet. Mehr unter gönn-dir-tübingen.de.

16 Uhr: Nachdem es tagelang keine neuen Fälle im Kreis Reutlingen gab, steigen die Zahlen wieder an. Seit gestern 15 Uhr gab es nun zwei neue Fälle, weshalb die Zahl auf insgesamt 1553 steigt. Davon sind 1458 Menschen wieder genesen, 88 Todesopfer gibt es bislang zu beklagen.

15.20 Uhr: Menschen aus dem Alltag schreiben regelmäßig im Corona-Tagebuch der Rottenburger Post. Heute: Erzieher Martin Norz.

14.17 Uhr: Nach monatelanger Zwangspause wegen der Corona-Pandemie sollen die Messen im Land ab 1. September wieder öffnen dürfen - auch mit mehr als 500 Personen. Darauf hat sich die grün-schwarze Koalition am Dienstag im Kabinett verständigt. Geschehen könne das aber nur unter der Voraussetzung, dass die Infektionslage weiter entspannt bleibe und die entsprechenden Hygienevorgaben eingehalten würden, hieß es am Dienstag in Stuttgart.

Bis zu 20 Personen dürfen bald zusammen raus - auch in Tübingens Innenstadt wie hier beim ersten Tübinger Feierabend vor sechs Tagen. Archivbild: Anne Faden

13.37 Uhr: Baden-Württemberg hat weitere Lockerungen von Corona-Maßnahmen beschlossen. Künftig dürfen sich 20 Menschen statt bislang 10 Personen öffentlich treffen, wie Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Dienstag in Stuttgart sagte. Dies habe das Kabinett beschlossen.

13.34 Uhr: Damit die am Dienstag vom Kabinett beschlossene Corona-Hilfe für das Gastgewerbe so schnell wie möglich bearbeitet und ausgezahlt werden kann, sollen die L-Bank und die Industrie- und Handelskammern das Ruder übernehmen. Darauf hat sich die grün-schwarze Koalition am Dienstag in der Kabinettssitzung geeinigt.

12.16 Uhr: Nachdem Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Montag sich in einem Interview mit der Stuttgarter Zeitung kritisch zum Regelbetrieb an den Schulen nach den Sommerferien geäußert hatte, entgegnete Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU): „Eine pauschale Absage eines Regelbetriebs zu diesem frühen Zeitpunkt halte ich für falsch.“

Nun veröffentlichten Kretschmann und Eisenmann eine gemeinsame Mitteilung, um zu beteuern, dass es zum Thema Schulöffnung keinen Streit gebe. Kretschmann erklärte: „Unser gemeinsames Ziel ist es, dass alle Schülerinnen und Schüler in Baden-Württemberg nach den Sommerferien wieder unterrichtet werden, und natürlich wollen wir dabei auch so nah wie möglich an den Schulalltag in Vor-Corona-Zeiten anschließen.“ „Hier und da“ könnte es jedoch Abweichungen vom normalen Schulbetrieb geben, ergänzte Eisenmann.

12.09 Uhr: Alarmstufe Rot für die Veranstaltungswirtschaft: Im Rahmen einer bundesweiten Aktion ist die SAP-Arena in Mannheim am Montagabend in rotes Licht getaucht worden. Mit der „Night of Light“ sollte auf die schwierige Lage der deutschen Event-Branche in der Corona-Krise aufmerksam gemacht werden. Deutschlandweit wurden wichtige Bauten rot angestrahlt. In Baden-Württemberg beteiligten sich unter anderem auch Stuttgart, Ulm, Karlsruhe und Heidelberg an der Aktion. In Tübingen strahlte beispielsweise das Zimmertheater.

Alarmstufe ROT: Das Zimmertheater Tübingen beteiligt sich mit der VisionTwo GmbH an der bundesweiten „Night of Light“. Mit dieser Beleuchtungs-Aktion soll auf die prekäre Lage von Veranstaltern in Deutschland durch Einschränkungen weger der Covid-19- Pandemie aufmerksam gemacht werden. Bild: Klaus Franke

11.13 Uhr: Anspucken, Handgreiflichkeiten, offene Agression: Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) beklagt in der Corona-Pandemie eine wachsende Respektlosigkeit gegenüber den Beamten. Die Respektlosigkeit gegenüber Polizei und Rettungskräften halte schon einige Jahre an, sagte der stellvertretende GdP-Vorsitzende Jörg Radek am Dienstag im ARD-„Morgenmagazin“. „Und wir erleben jetzt offensichtlich durch die Pandemie, wie durch ein Brennglas, dass es sich hier noch weiter zuspitzt.“

10.57 Uhr: Vor knapp einem Monat sind Freizeitparks im Südwesten nach der Corona-Zwangspause wieder in Betrieb gegangen. Sie ziehen nun eine positive erste Bilanz. Deutschlands ältester Freizeitpark, Tripsdrill, startet sogar mit zwei neuen Achterbahnen durch.

10.44 Uhr: Wie wirkt sich der Lockdown auf die Tierwelt aus? Mit dieser Frage beschäftigen sich Forscher des Konstanzer Max-Planck-Instituts für Verhaltensbiologie. Erste Ergebnisse sollen bereits im Herbst veröffentlicht werden. „Womöglich werden wir feststellen, dass relativ geringfügige Änderungen unseres Lebensstils und unserer Infrastruktur zu erheblichen Vorteilen für Ökosysteme und Menschen führen“, so der Direktor des Instituts Martin Wikelski.

 

In eigener Sache:
Seit der erste Corona-Fall in Tübingen aufgetreten ist, berichtet das Schwäbische Tagblatt täglich in einem Live-Blog über die aktuellen Entwicklungen in der Region. Unsere Arbeit wird nicht wie beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk über allgemeine Gebühren finanziert, sondern durch unsere zahlenden Abonnenten und Anzeigenkunden. Dennoch bleibt dieses Übersichts-Blog angesichts des großen Informationsbedürfnisses gratis. Wenn Sie unsere Arbeit schätzen, denken Sie bitte darüber nach, sie durch den Abschluss eines Abos zu unterstützen. Das Online-Abo gibt es bereits zu einem Preis von 6,90 Euro im Monat. Außerdem bietet der Verlag SCHWÄBISCHES TAGBLATT ein Zeitungsabonnement (Print oder E-Paper) zum Sonderpreis an.

 

10.10 Uhr: Was machen die denn da? Trockenübungen im Schwimmbecken? Nein! Das Entringer Freibad wurde umfunktioniert zur Kultur-Bühne: 99 Plätze bietet das trockengelegte Schwimmbecken für Konzerte und Lesungen. Den Auftakt machte am Sonntagabend ein doppelt aufgeführtes Violin-Konzert des Duos Unisono.

10.04 Uhr: Die Organisatoren Aico Horn und Andy Wachendorfer der Rottenburger „Autokult“-Veranstaltungen ziehen nach zwei Wochen eine durchwachsene Bilanz. Die Künstler waren froh, auch in Corona-Zeiten auftreten zu können. Die Besucherzahlen allerdings blieben hinter den Erwartungen zurück.

9.57 Uhr: Die grün-schwarze Koalition hat sich auf eine 330 Millionen Euro schwere „Stabilisierungshilfe“ für die Gastronomie und die Hotellerie in der Corona-Krise geeinigt. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Montagabend aus Regierungskreisen.

9.46 Uhr: Seit Anfang der Corona-Krise war der Roman „Die Pest“ in Frankreich und auch in anderen Ländern ein Bestseller, sagte Vorleserin Christiane Vogel vor etwa 50 Gästen bei der Eröffnung der Reihe „Culture im Garten“ im Institut Culturel Franco-Allemand. In Tübingen war das Buch zeitweise ausverkauft. Wer sich darauf einlässt, „wie die Menschen in der abgesperrten Stadt leben“, erfährt viel, was sich „auf unsere Zeit und unser Leben übertragen“ lasse.

9.42 Uhr: Staatsministerin Annette Widmann-Mauz besuchte am Montag die Tübinger Firma Mey Generalbau. Dabei ging es unter anderem darum, wie das Unternehmen es schaffte die Coronakrise gut zu überstehen.

8.04 Uhr: Es riecht nach Lockdown im Kreis Gütersloh: Wegen des Corona-Ausbruchs in einer Fleischfabrik der Tönnies-Gruppe wird im Kreis Gütersloh ein Herunterfahren des öffentlichen Lebens immer wahrscheinlicher. Die Zahl der infizierten Beschäftigten stieg nach Angaben des Kreises Gütersloh vom Montagabend auf 1553. Das sind rund 22 Prozent der insgesamt rund 6650 Arbeiter.

7.58 Uhr: Urlaub im Ausland ist trotz Corona möglich. Das ist in den vergangenen Wochen immer deutlicher geworden. Doch vielen ist unklar, in welchen Ländern Urlaub gefahrlos möglich sein wird und wo mit Problemen zu rechnen ist. Antworten zu den wichtigsten Fragen gibt es hier.

7.55 Uhr: Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hält eine Rückkehr zum Regelbetrieb an den Schulen nach den Sommerferien für unrealistisch.Unser Kernproblem ist die hohe Zahl der Lehrkräfte und Erzieher, die sich zu den vulnerablen Gruppen zählen. In den Schulen sollen das bis zu 20 Prozent sein“, sagte er in einem Interview der „Stuttgarter Zeitung“ und „Stuttgarter Nachrichten“.

7.47 Uhr: Wegen der Corona-Pandemie gehen weniger Menschen in Tübingen Blutspenden, doch der Bedarf erhöht sich wieder wegen der steigenden Zahl der Operationen. Herrscht ein Blutmangel? Professor Tamam Bakchoul, Ärztlicher Direktor des Instituts für Transfusionsmedizin, berichtet.

7.42 Uhr: Der Ärzteverband Hartmannbund begrüßt die Idee des Gesundheitsminister Jens Spahn zur Aufarbeitung aller Maßnahmen gegen die Pandemie. Erstes und vorrangiges Ziel dieses Diskussionsprozesses müsse es sein, aus begangenen Fehlern zu lernen und Dinge künftig besser zu machen.

7.32 Uhr: Corona hat den Urlaubsplan vieler Deutscher durcheinandergewirbelt. Statt an die Adria geht es an die Ostsee, statt in die Pyrenäen in die Alpen. Die Bahn könnte von den Urlaubsänderungen profitieren. Doch ist sie gerüstet für den Passagieransturm? DB-Fernverkehrsvorstand Michael Peterson gibt Auskunft.

Ein Piekser für die Wissenschaft. Patrick R. bekommt von Studienleiter Prof. Peter Kemmerer den Impfstoff injiziert. Bild: Anne Faden

7.26 Uhr: In diesem Jahr werden wegen Corona die meisten der rund ein dutzend Bühnen in Deutschland und Österreich so verwaist sein wie ein texanisches Wüstenkaff, durch das der Wind die Steppenhexen bläst. Im Kampf gegen den Corona-Blues der Karl-May-Fans und die leeren Taschen der arbeitslos gewordenen Schauspieler trommelten nun die Macher hinter dem Magazin „Karl May & Co.“ Akteure aus der Freilichttheater- und May-Szene zusammen, um im Rahmen der Aktion „Winnetou@home“ den Roman „Der Ölprinz“, der dieses Jahr in Elspe und Segeberg auf dem Programm der Karl-May-Spiele gestanden hätte, als vollständige Online-Lesung auf Youtube in die heimischen Jagdgründe zu bringen.

7.02 Uhr: Die erste Freiwillige, der am Freitag der Impfstoffkandidat von Curevac verabreicht wurde, hat den Wirkstoff gut vertragen. 144 Probanden sollen in den nächsten zwei Monaten geimpft werden. Tagblatt-Redakteurin Lisa Maria Sporrer hat sich im Tropeninstitut bei den Probanden und Ärzten umgehört.

 

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6.54 Uhr: Die vorübergehende Mehrwertsteuersenkung im geplanten Konjunkturpaket sieht er eher kritisch: Verbraucherschützer Klaus Müller schlägt als Alternative niedrigere Strompreise vor: „Ergänzt um einen Kinderbonus von 600 statt 300 EUR wäre dies wirkungsvoller und zudem auch sozial gerechter“, sagte der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV) dem „Handelsblatt“.

6.46 Uhr: Investitionen in Dorfgasthöfe und Grundversorger wie Bäckereien und Metzger: Im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Epidemie können 127 Gemeinden in Baden-Württemberg auf beschleunigte Sonderförderung aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum rechnen. Das gab Peter Hauk (CDU), Minister für Ländlichen Raum, am Montag bekannt. Mit insgesamt 15,8 Millionen Euro unterstützt die Regierung 176 Projekte; sie haben ein Investitionsvolumen von 105,4 Millionen Euro.

6.35 Uhr: Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlichster Fachdisziplinen beschäftigen sich in Baden-Württemberg mit Covid-19. Das Wissenschaftsministerium stellt jetzt eine Übersicht auf seiner Internetseite zur Verfügung mit ausgewählten Covid-19-Forschungsprojekten, Studien und anderen Angeboten der baden-württembergischen Wissenschaft zu dem Thema.

6.27 Uhr: Die Tübinger Stadtbücherei nimmt einen Teil ihrer Corona-bedingten Einschränkungen zurück. Sie öffnet ab sofort auch am Dienstag wieder und bietet Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit, im Haus Zeitungen zu lesen und zu arbeiten. „In den vergangenen Wochen haben wir fast 1000 Bücherpakete zur Abholung gepackt. Jetzt kommen immer Menschen ins Haus und die Hauptstelle in der Nonnengasse wird endlich wieder zu einem Ort des Lesens und des Lernens“, freut sich Martina Schuler, die Leiterin der Stadtbücherei. Mehr Informationen unter tuebingen.de/stadtbuecherei.

6.17 Uhr: Apropos Zahlen... auch die Tübinger Uniklinik vermeldet täglich welche. So waren – Stand gestern – noch 5 mit dem Coronavirus infizierte Patienten in Behandlung. Und davon noch eine Person auf der Intensivstation. Das ist der tiefste Stand seit Mitte März.

6.04 Uhr: Guten Morgen aus der Online-Redaktion! Wir starten den Tag mit einem Blick auf die Zahlen: Im Kreis Tübingen gibt es 1294 Fälle, wobei über das Wochenende keiner hinzugekommen. Im Kreis Reutlingen gab es vier neue Fälle in den vergangenen Tagen und gibt es 1551 insgesamt.

 

 

Illustration des Coronavirus (2019-nCoV) des Centers for Disease Control and Prevention (CDC): Die Fortsätze auf der Oberfläche des Virus erinnern an eine Corona. Bild: Wikimedia - CDC/ Alissa Eckert, MS; Dan Higgins, MAM [Public domain]

Erklärung häufiger Begriffe:

Das derzeit grassierende neuartige Coronavirus gehört zur Familie der Coronaviridae, deren Vertreter bei Wirbeltieren verschiedene Erkrankungen hervorrufen. Manche Coronaviren können Artenbarrieren überwinden und mehrere Wirtspezies infizieren.

Beim Menschen sind momentan sieben Coronavirusspezies als Erreger von leichten Erkältungskrankheiten bis hin zu schweren akuten Atemwegssyndromen bekannt (Stand Februar 2020). Neben dem sich aktuell weltweit ausbreitenden Sars-Cov-2 ist auch der Erreger der Sars-Pandemie 2002/2003 Sars-Cov sowie der 2012 aufgetretene Erreger Mers-Cov von Bedeutung.

Sars steht für Severe Acute Respiratory Syndrome (Schweres Akutes Atemwegssyndrom), Mers bedeutet Middle East Respiratory Syndrome (Atemwegssyndrom des Mittleren Ostens).

Der Begriff Corona bezieht sich auf das Erscheinungsbild dieser Viren: Die Fortsätze auf der Virenhülle sehen unter dem Elektronenmikroskop wie ein Strahlenkranz aus, der einer Sonnenkorona ähnelt. Corona kommt aus dem Spanischen und bedeutet Krone.

Die durch das Sars-CoV-2 (Severe-Acute-Respiratory-Syndrome-Coronavirus-2) ausgelöste Erkrankung der Atemwege wurde Covid-19 genannt (Coronavirus-Disease-2019, deutsch: Coronavirus-Krankheit-2019).

Die Reproduktionszahl (R-Wert) wird vom Robert Koch-Institut ermittelt. Sie gibt die Anzahl der Personen an, die im Durchschnitt von einer infizierten Person angesteckt werden. R 1 bedeutet, dass jeder Infizierte im Durchschnitt eine weitere Person infiziert, bei R 2 werden von jedem Infizierten zwei weitere Menschen angesteckt.

Die 7-Tage-Inzidenz dient seit Anfang Mai in Deutschland als Messzahl für eine Bewertung des Infektionsgeschehens anhand derer entsprechende Kontrollmaßnahmen festgelegt werden. Sie entspricht der Anzahl der in den vergangenen sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner. In Landkreisen mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb der vergangenen sieben Tage sollen vom zuständigen Gesundheitsamt in Absprache mit den Landesbehörden beschränkende Maßnahmen gegen den schnellen Anstieg der Infektionsrate ergriffen werden.

Informationsseiten zu Corona

Antworten auf häufig gestellte Fragen zum neuartigen Coronavirus Sars-Cov-2 gibt es von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Fachliche Informationen zu der neuen Atemwegserkrankung Covid-19 (verursacht durch das Coronavirus Sars-Cov-2) stellt das Robert-Koch-Institut zur Verfügung.

Informationen zum Coronavirus, zu den Fallzahlen und zu den geltenden Verordnungen zur Eindämmung der Epidemie im Land gibt es beim Sozialministerium Baden-Württemberg.

Das Tübinger Landratsamt hat unter der Telefonnummer 07071/207-3600 eine Hotline eingerichtet: Montag bis Freitag von 10 bis 15 Uhr.

Hilfsangebote

Neben Einkaufshilfen vermittelt die Stadtverwaltung Tübingen Informationen zu sozialen Hilfsangeboten in Tübingen. Das Corona-Telefon ist immer montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr und von 13 bis 16 Uhr besetzt. Die Telefonnummer lautet 07071/204-1010. Der Hilfsdienst ist auch per E-Mail erreichbar: corona.soziales@tuebingen.de. Viele Informationen und Kontaktdaten von Einkaufs- und Nachbarschaftshilfen gibt es außerdem auf der städtischen Internetseite: www.tuebingen.de/corona-einkaufshilfe

Wer seine Hilfe in der Nachbarschaft anbieten möchte, kann das auch über das Formular tun, das wir - inspiriert vom Berliner Rundfunk - erstellt haben und hier als PDF zum Download anbieten: ausfüllen, ausdrucken und in der Nachbarschaft verteilen für die Menschen, die keinen Internetzugang haben.

Es gibt im Kreis Tübingen viele öffentliche und private Hilfsangebote, aber auch Meldungen über Betrüger, welche die Situation ausnutzen. Fast überall können sich Hilfesuchende deshalb direkt an ihre Gemeinde- oder Stadtverwaltung wenden, wo man den Überblick über lokale Nachbarschaftshilfen und seriöse Angebote von Organisationen und Institutionen hat. Wir haben die Infoseiten zusammengetragen.

Zum Dossier: Alle Corona Live-Blogs

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Erstellt:
23. Juni 2020, 06:30 Uhr
Aktualisiert:
23. Juni 2020, 06:30 Uhr
zuletzt aktualisiert: 23. Juni 2020, 06:30 Uhr

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