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Feministinnen

„Wir pfeifen auf deine Anerkennung“

Eine anonyme Frauengruppe greift Oberbürgermeister Boris Palmer mit einer Stellungnahme an.

20.01.2018

Von slo

Auch in der Steinlachunterführung hat die feministische Gruppe plakatiert. Archivbild: ST

Sie haben Plakate auf Brunnen und in Unterführungen aufgehängt und wollen anonym bleiben: Eine Gruppe Frauen, die sich „Feminismus statt Palmer“ nennt. Nachdem Oberbürgermeister Boris Palmer die Aktion auf seiner Facebook-Seite als „gut“ bezeichnet hat, schickte die Gruppe eine Stellungnahme an ihn und ans TAGBLATT, in der sie sich von Palmer distanziert. Der OB würde sexualisierte Übergriffe „rassistisch vereinnahmen“ heißt es da. Palmer sei erst „Antisexist, seit sich damit gegen Geflüchtete hetzen lässt oder gegen selbstverwaltete Jugendhäuser, die ehrlich über Sexismus reden“. Am Ende heißt es: „Also Boris, wir pfeifen auf deine Anerkennung“ und „Wir hassen dich.“

Palmer kommentiert die Stellungnahme auf seiner Facebook-Seite. „Hass ist ein schlechter Ratgeber. Er macht blind für die Wirkungen des eigenen Handelns und zerstört einen selbst“, heißt es dort. Und weiter: „Nach der aktuellen Studie des Bundesfamilienministeriums sind Flüchtlinge zehnmal häufiger unter den Tätern als alle anderen in unserem Land. Nicht mehr und nicht weniger spreche ich an als diese besondere Form der Gewalt gegen Frauen. Weil ich will, dass wir gezielt dagegen vorgehen. Ihr haltet das für Rassismus. Ich halte es für Pragmatismus.“ slo

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Erstellt:
20. Januar 2018, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
20. Januar 2018, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 20. Januar 2018, 01:00 Uhr

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tobiasf 20.01.201814:19 Uhr

„Nach der aktuellen Studie des Bundesfamilienministeriums sind Flüchtlinge zehnmal häufiger unter den Tätern als alle anderen in unserem Land.“
Palmer bezieht sich vermutlich auf folgende Studie. Nur steht darin nichts davon, dass Flüchtlinge zehnmal häufiger unter den Tätern sind. Oder habe ich was übersehen?
https://www.zhaw.ch/storage/shared/sozialearbeit/News/gutachten-entwicklung-gewalt-deutschland.pdf

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