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Klare Entscheidung im zweiten Wahlgang

Die neue Tübinger Sozialbürgermeisterin heißt Daniela Harsch

Es war ein Dreikampf zwischen drei Frauen um den Posten der Tübinger Sozialbürgermeisterin. Wem würden die Räte ihr Vertrauen schenken - Iska Dürr, Daniela Harsch oder Isabel Lavadinho? Seit 18.53 Uhr steht fest: Die neue Frau in der Stadtspitze ist Daniela Harsch (SPD).

25.10.2018

Von job/itz

Tübingen: Daniela Harsch zur Sozialbürgermeisterin gewählt
kostenpflichtiger Inhalt

Tübingen hat eine neue Sozialbürgermeisterin: Am Donnerstagabend wählte der Gemeinderat die 35-jährige Daniela Harsch (SPD). Wie sie sich den Start in den neuen Job vorstellt, das sagt sie im TAGBLATT-Interview. Video: Bleeser/Hagemann

03:32 min

Die Tübinger Räte machten es spannend: Im Vorfeld der Wahl zur Tübinger Sozialbürgermeisterin hatte sich nur eine Minderheit im Gemeinderat öffentlich auf eine Bewerberin festgelegt. Keine der drei verbliebenen Kandidatinnen ging also als klare Favoritin ins Rennen um den Posten mit den vielen Aufgaben: Wem würde die Mehrheit der Räte es zutrauen, sich in Tübingen leitend um die Fachbereiche Bildung, Betreuung, Jugend, Sport, Soziales, Kunst, Kultur, Bürgerdienste, Sicherheit und Ordnung zu kümmern?

Erschwerend kam hinzu, dass die CDU-Stadträtin Gretel Schwägerle im Plenum fehlte. Da eine Kandidatin aber die absolute Mehrheit der Stimmen braucht, hätte bei einem Patt das Los entschieden.

Der erste Wahlgang war um 18.39 Uhr beendet: 18 Stimmen für Daniela Harsch, 16 für Iska Dürr und 6 für Isabel Lavadinho. Da eine absolute Mehrheit der Stimmen nötig war, kam es zu einem zweiten Wahlgang: Der ging klar an Daniela Harsch. Die 35-Jährige erhielt 23 Stimmen, Iska Dürr 17.

Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer gratuliert der neuen Tübinger Sozialbürgermeisterin Daniela Harsch. Bild: Sommer

Damit stand die Siegerin fest: Daniela Harsch wird zukünftig an der Spitze des Fachbereichs mit 900 Mitarbeitern stehen.

Das ist die neue Bürgermeisterin

Mit nur 35 Jahren ist Daniela Harsch neben Oberbürgermeister Boris Palmer, 46, und Baubürgermeister Cord Soehlke, 49, die neue starke Kraft der Tübinger Kommunalpolitik. Bislang war die gebürtige Reutlingerin verantwortlich für die Koordination von Forschung, Finanzen und Personal in der Kinder- und Jugendpsychiatrie am Ulmer Uni-Klinikum.

Die promovierte Volkswirtin arbeitete zuvor im baden-württembergischen Finanzministerium als Referentin für „Grundsatz Wirtschaftspolitik“. Harsch hat in Tübingen studiert. Sie kam mit 16 Jahren in den Reutlinger Jugendgemeinderat und leitete von 2008 bis 2015 den Stadtverband der Reutlinger SPD. Seit 2007 ist sie im Landesvorstand der Sozialdemokraten, seit 2009 im Präsidium. Ehrenamtlich engagiert sie sich auch für das Reutlinger Tierheim.

Angetreten waren:

Iska Dürr. Bild: Franke

Iska Dürr, 58, parteilos. Sie leitete früher das Tübinger Kreissozialamt und derzeit den Fachbereich Bildung und Soziales in Baden-Baden. Unterstützt wurde sie vorab von der Tübinger Liste und der FDP.

Daniela Harsch. Bild: Franke

Daniela Harsch, 35, SPD. Die 35-jährige promovierte Wirtschaftswissenschaftlerin hat Erfahrungen in der Kommunal- und Landespolitik, im Landeswirtschaftsministerium und in der Ulmer Klinikverwaltung. Sie hatte die Unterstützung der SPD-Fraktion.

Isabel Lavadinho. Bild: Franke

Isabel Lavadinho, 51, parteilos. Sie arbeitet seit 21 Jahren in der Stadtverwaltung Stuttgart, vor allem in den Bereichen Integration und Arbeitsförderung. Vorab hatte sich keine Fraktion öffentlich zu ihr bekannt.

Zuschnitt verändert

Die Dezernatszuschnitte der Tübinger Sozialbürgermeister/innen veränderten sich in den vergangenen Jahren. Christine Arbogast, die ihr Amt im Juli 2014 angetreten hatte, war die bislang einzige Amtsträgerin, die für Soziales, Bildung, Kultur, Sport und Ordnung verantwortlich war. Sie hatte sich damals mit 21:18-Stimmen gegen Nanine Delmas durchgesetzt.

Vorgänger Michael Lucke (2006 – 2014) verwaltete statt der Kultur die Finanzen, für die mittlerweile Oberbürgermeister Boris Palmer selber zuständig ist. Gerd Weimer (1998 – 2006) und Gabriele Steffen (1990 – 1998) waren für Soziales, Schule, Kultur und Ordnung verantwortlich. Arbogast, Lucke, Weimer und Steffen waren allesamt Erste Bürgermeister/innen der Stadt. Nachdem Arbogast überraschend zum 1. Oktober Sozialdezernentin in Braunschweig wurde, übernahm der bis 2026 gewählte Baubürgermeister Cord Soehlke das Amt als stetiger Vertreter des OBs.

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Erstellt:
25. Oktober 2018, 19:00 Uhr
Aktualisiert:
25. Oktober 2018, 19:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 25. Oktober 2018, 19:00 Uhr

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