Tübingen

Vergangenheit bei Astra-Zeneca: Curevac holt Edvardsen als Entwicklungschef

Das Tübinger Biotech-Unternehmen Curevac hat am Mittwoch mitgeteilt, dass Dr. Klaus Edvardsen ab 1. August als Chief Development Officer (CDO) für die Firma tätig sein wird.

02.06.2021

Von hz

Dr. Klaus Edvardsen. Bild: Curevac

Klaus Edvardsen wird am 1. August neuer Chief Development Officer bei Curevac in Tübingen. Er übernimmt die Stelle von Ulrike Gnad-Vogt, die sie interimsmäßig innehatte, nachdem Bernd Winterhalter vor einiger Zeit Curevac verließ. Edvardsen leitete zuvor bei der Merck KGaA die globale Entwicklung im Bereich der Onkologie. Zuvor verantwortete er beim schwedisch-britischen Pharmaunternehmen Astra-Zeneca die Gesamtstrategie für Onkologie- und Hämatologieprogramme.

Ebenso wie Curevac hat auch Astra-Zeneca einen Corona-Impfstoff entwickelt. Der noch nicht zugelassene Curevac-Impfstoff basiert jedoch auf der sogenannten mRNA-Technik während das Vakzin von Astra-Zeneca die klassischere Vektor-Methode mit einem Trägervirus anwendet. Mit der Entwicklung von Corona-Impfstoffen dürfte das Engagement des Onkologen Edvardsen bei Curevac nur bedingt zu tun haben. Denn vor der Corona-Krise beschäftigte man sich bei Curevac intensiv mit der Entwicklung von mRNA-basierten Krebstherapien. Edvardsen hatte schon früher Führungspositionen in der medizinischen Entwicklung auf verschiedenen Therapiegebieten inne. Unter anderem auch bei dem jetzigen Curevac-Partner Glaxo-Smith-Kline.

Während seiner Forschungsarbeit war Edvardsen Assistenzprofessor und Professor für Onkologie an Instituten in Dänemark, den USA, Norwegen und Schweden. Er hat einen Doktortitel in der Krebsbiologie der Uni Kopenhagen.

Curevac-Aufsichtsratsvorsitzender Jean Stéphenne lobt Edvadsens beeindruckende Führungserfahrungen auf globaler Ebene. Seine Expertise in Forschung und Therapie sei wichtig für Curevac auf dem Weg vom forschungsorientierten Biotechnologie- zum voll integrierten biopharmazeutischen Unternehmen. Vorstandsvorsitzender Franz-Werner Haas setzt auf Edvadsens Erfahrungsschatz: „Seine Expertise wird für den zukünftigen Ausbau unserer Pipeline, die Weiterentwicklung unserer Technologieplattform und das Wachstum unseres Unternehmens enorm wertvoll sein.“

Das Curevac-Gebäude im Tübinger Technologiepark. Archivbild: Ulrich Metz

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Erstellt:
2. Juni 2021, 13:37 Uhr
Aktualisiert:
2. Juni 2021, 18:11 Uhr
zuletzt aktualisiert: 2. Juni 2021, 18:11 Uhr

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