Rottenburg

Kein Vorbild

07.08.2020

Von Klaus G. Weber, Rottenburg

Die von der Initiative für den Schlachthof und der Bevölkerung veröffentlichten Informationen haben in den letzten Monaten zu einem deutlichen Umdenken im Stadtrat geführt. Das Bekenntnis der Stadtspitze im Gemeinderat und bei weiteren Veranstaltungen der letzten zwei bis drei Wochen zum Erhalt einer Schlachtmöglichkeit in Rottenburg ist sehr erfreulich. Wirklich wohl ist mir angesichts des „Umdenkens“ der Bürgermeister noch nicht. Zu bemerkenswert sind Brüche in Ankündigungen, emotionalen Kommentaren, Handlungen und der Informationspolitik. Eine vergleichende Kostenschätzung von Neubau und Bestandssanierung unter neuen Kriterien wird abgelehnt. Stadträtin Clauss vertrat beim Schlachthofrundgang am 30. Juli die Verwaltungslinie, dies sei unnötig. Die Zahlen von Falkenstein und des Hochbauamts lägen ja vor. Warum die überdimensionierte Kostenplanung für den Neubau angepasst wurde, die gleiche Fehlkalkulation für die Sanierung nicht überprüft wird, entbehrt jeglicher Logik. Die von OB Neher genannten 100 000 Euro für eine Prüfung klingen auch Fachleuten nach reiner Fantasie. Wahrscheinlich fürchten die Bürgermeister, dass eine neue Schätzung nicht genehme Ergebnisse bringt. Gleichzeitig deutet OB Neher als Druckmittel an, die Stadt könne das Gebäude vollends verkommen lassen – kein Vorbild für den Denkmalschutz in unserer Stadt! Ach ja – Initiativsprecher Rauser wurde auf Wunsch der Stadt vom Büro von Landwirtschaftsminister Hauk von einem Gespräch um Fördermittel ausgeschlossen.

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Erstellt:
7. August 2020, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
7. August 2020, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 7. August 2020, 01:00 Uhr

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