Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Falscher Polizist räumt im Prozess Vorwürfe ein

Im Verfahren wegen einer Betrugsmasche hat der Angeklagte am Montag die Vorwürfe eingeräumt

Der 31-Jährige gab vor dem Landgericht Tübingen zu, Senioren mit Komplizen um Schmuck und Geld im Wert von insgesamt 113 000 Euro betrogen zu haben.

19.11.2018

Von dpa/lsw

Symbolbild: Sommer

Tübingen. Er gab an, innerhalb der Gruppe als Anrufer agiert zu haben. Demnach trat er von einem Call-Center in der Türkei aus telefonisch mit Senioren in Baden-Württemberg in Kontakt, um ihnen weiszumachen, ihr Vermögen sei von Einbrecherbanden bedroht. Dabei gab er sich unter falschem Namen als Polizist aus. Im Nachhinein seien ihm seine Taten sehr peinlich und nur schwer nachzuvollziehen, sagte er in der Verhandlung am Montag.

Sein Geständnis war Teil einer Abmachung, auf die sich Gericht, Staatsanwaltschaft und Verteidiger geeinigt hatten. Es soll sich strafmildernd auswirken. Der Deal sieht vor, dass der Angeklagte nun zu einer Freiheitsstrafe von höchstens fünf Jahren und sechs Monaten verurteilt wird. Voraussetzung für die Obergrenze ist laut Gericht aber, dass er detailliert Auskunft über die Organisationsstrukturen der Betrüger im Hintergrund gibt. Seine Komplizen sollen ebenfalls als angebliche Polizisten Geld und Wertsachen bei den Opfern abgeholt haben. Der Angeklagte gab an, jeweils zwischen 10 und 15 Prozent des Betrugswertes eingenommen zu haben.

Das Landgericht Heidelberg beschäftigt derzeit ein ähnlicher Fall. Dort muss sich ein 30-Jähriger verantworten, weil auch er ältere Menschen mit dem Trick abgezockt haben soll.

Falsche Polizisten: Anklage gegen Anrufer
kostenpflichtiger Inhalt

Am Tübinger Landgericht steht erstmals ein sogenannter „Keiler“ vor Gericht: Er soll sich am Telefon als falscher Polizist ausgegeben und Seniroinnnen um über 100.000 Euro betrogen haben. Video: Bleeser

01:35 min

Zum Artikel

Erstellt:
19. November 2018, 14:21 Uhr
Aktualisiert:
19. November 2018, 12:10 Uhr
zuletzt aktualisiert: 19. November 2018, 12:10 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Lizenzierung.

Push aufs Handy

Die wichtigsten Nachrichten direkt aufs Smartphone: Installieren Sie die Tagblatt-App für iOS oder für Android und erhalten Sie Push-Meldungen über die wichtigsten Ereignisse und interessantesten Themen aus der Region Tübingen.

Newsletter

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder als Benutzer kostenlos neu registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter verwendet - nur falls Sie auch weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese.
Das Tagblatt in den Sozialen Netzen

Faceboook      Instagram      Twitter           Google+      Google+