Tübingen · Weihnachtsspendenaktion

Zirkus Zambaioni: Ein Hobby für die ganze Familie

Beim Zirkus Zambaioni sind die Eltern mit Freude ehrenamtlich aktiv. Das gebe auch den Kindern und Jugendlichen viel.

15.01.2024

Von Lilia Marie Steinmetz

Zambaioni-Eltern erzählen von ihrem Engagement. Bild: Carolin Albers

Zambaioni-Eltern erzählen von ihrem Engagement. Bild: Carolin Albers

Sie strahlen um die Wette. Sechs ehrenamtlich im Kinder- und Jugendzirkus Zambaioni aktive Eltern erzählen von ihrem Engagement und was es für sie bedeutet, Teil des Zirkus zu sein. Für den Verein ist ihre Mitarbeit notwendig, um die jährlichen Aufführungen des Ensembles der 50 bis 60 jungen Artisten auf die Beine stellen zu können. Sie selbst erzählen jedoch auch von dem Spaß, den sie dabei haben, sich zu beteiligen. In den unzähligen Arbeitsgruppen findet jeder einen zu ihm passenden Platz, vom Lager über das Wurstbraten bis hin zum Popcorn-Zubereiten.

Eva Jansen ist unter anderem im Team, das die Kostüme näht. „Ich bin da durch eine Freundin reingerutscht dann dort geblieben“, erzählt sie. Es inspiriert sie, die Möglichkeit zu haben, in den unterschiedlichen Teams Dinge zu lernen, die man davor nicht kannte. Bei dem Engagement der Eltern geht es nämlich nicht nur darum, die Jugendlichen zu unterstützen. Die Eltern verwirklichen sich auch selbst und fühlen sich als Teil des Vereins.

„Beim Zirkus Zambaioni mitzumachen ist eine Familienentscheidung“, erklärt Andra Lambrecht. „Wir haben uns als Familie überlegt: Wollen wir das?“ Für sie war die Entscheidung klar. Ihre Tochter stand drei Jahre lang auf der Warteliste bis sie schließlich einen Platz ergattern konnte, und das hat sich gelohnt. „Wir wussten, da gehen wir nie wieder raus!“, sagt sie. Das Zusammenspiel zwischen Jugendlichen und Eltern ergibt ein gutes Miteinander. „Das ist so eine tolle Stimmung“, schwärmt Katrin Irmler. „Wir wollen auf dem Platz sein, bis spät in die Nacht.“ Es reißt mit, zu wissen, gemeinsam mit seiner Familie und anderen Familien etwas Großes auf die Beine zu stellen. „Es ist wie eine andere Welt, in die man in diesen zwei Wochen eintaucht“, erklärt Dieter Speidel. Ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl verbindet die Eltern miteinander und mit den Jugendlichen. „Am Ende schaffen wir ein gemeinsames Werk“, sagt Katrin Irmler.

Zirkus Zambaioni: Ein Hobby für die ganze Familie
Die Gemeinsamkeit ist auch zentraler Bestandteil der Zirkuspädagogik, das Konzept, auf dem der Zirkus aufgebaut ist. Diese zielt darauf ab, Jugendliche an Entscheidungen zu beteiligen und sie zu ermutigen sich aktiv einzubringen. Sie sollen etwa ihr Programm mitüberlegen, ihre Kostüme designen und diese teilweise auch schneidern. „Wir versuchen sie dabei bestmöglich zu unterstützen und zu klären, was möglich ist und was nicht – leuchtende Elfenohren zum Beispiel“, Lambrecht lacht. „Ich arbeite gerne mit Jugendlichen zusammen“, betont sie und die anderen stimmen ihr zu. Es sei wertvoll, dass bei Zambaioni kein Leistungsdruck hinter dem Erlenen artistischer Kunststücke stecke, da sind sich alle einig.

Die Eltern berichten, dass durch die Freude und die hohe Selbstwirksamkeit viele Jugendliche von selbst den Ehrgeiz entwickeln, in ihrem Sport immer besser werden zu wollen und einander dabei motivieren. „Dieses Konzept macht den Jugendlichen so viel Freude, das sieht man ihn ihren Gesichtern. Das hat mich von Anfang an bewegt“, sagt Lambrecht.

Das Ehrenamt erfüllt die Eltern, weshalb sie sich auf die heiße Phase der Aufführungen freuen und ihr Ehrenamt in dieser Zeit auch konsequent priorisieren. Sabine Stipp drückt es so aus: „Für meine Familie und mich gibt es Sommer, Herbst, Winter und dann die Zirkus-Saison.“

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Erstellt:
15.01.2024, 16:51 Uhr
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zuletzt aktualisiert: 15.01.2024, 16:51 Uhr

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