Die große Enttäuschung

Kommentar zum Rückschlag für Curevac

Das Management des Tübinger Unternehmens Curevac glänzte im vergangenen Jahr, so viel ist jetzt klar, vor allem durch eine gute Öffentlichkeitsarbeit.

18.06.2021

Von Guido Bohsem

Ihr Impfstoff galt 2020 für lange Zeit als größte Hoffnung im Kampf gegen Corona. Die Tübinger verkündeten, den besten Impfstoff gegen Corona herstellen zu wollen, hochwirksam und leicht zu handhaben. Angeblich plante der damalige US-Präsident Donald Trump sogar eine Übernahme, um den Wirkstoff für die USA zu reservieren. Curevac mobilisierte Hilfsmittel des Bundes, die Staatsbank KfW stieg mit 23 Prozent ein.

Nun ist klar: Die großen Hoffnungen werden sich nicht erfüllen. Der Traum eines zweiten Impfstoffs aus Deutschland ist aus, der gewaltige Absturz an der Börse in den USA ist dafür nur der erste Anhaltspunkt. Leider dürfte Curevac im Kampf gegen Corona keine Rolle mehr spielen. Umso beruhigender ist es, wie effizient und verlässlich der Mainzer Konkurrent Biontech forscht und produziert. Denn auch das zeigt das Scheitern Curevacs: Die Impfstoffentwicklung auf Basis der neuartigen mRNA-Technologie ist bei Weitem nicht so einfach, wie es zwischenzeitlich schien.

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Erstellt:
18. Juni 2021, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
18. Juni 2021, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2021, 06:00 Uhr

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