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Nicht genug Platz für neun Angeklagte samt Entourage

Der Prozess gegen die Tübinger Ducatobande beginnt in Stuttgart Stammheim

Gewerbsmäßigen Bandendiebstahl in bis zu 31 Fällen, dazu Hehlerei, räuberische Erpressung und Brandstiftung wirft die Staatsanwaltschaft der so genannten Ducatobande vor. Neun Männer im Alter zwischen 20 und 51 Jahren müssen sich von Mitte September an vor dem Landgericht verantworten, darunter die Drahtzieher der Bande und die als Diebe angeheuerten Flüchtlinge.

31.08.2017

Von hz

Die meisten Mitglieder der Ducatobande sitzen in Untersuchungshaft. Symbolbild: Metz

Gewerbsmäßigen Bandendiebstahl in bis zu 31 Fällen, dazu Hehlerei, räuberische Erpressung und Brandstiftung wirft die Staatsanwaltschaft der so genannten Ducatobande vor. Neun Männer im Alter zwischen 20 und 51 Jahren müssen sich von Mitte September an vor Gericht verantworten, darunter Drahtzieher und als Diebe angeheuerte Flüchtlinge.

43 Verhandlungstermine bis Ende Juni 2018 hat das Landgericht Tübingen für den Prozess geplant. Bei den ersten Terminen im Herbst soll aber nicht in Tübingen, sondern unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen im Justiz-Mehrzeckgebäude Stuttgart Stammheim verhandelt werden. „Aus Gründen des Platzangebots“, erklärt Richterin Diana Scherzinger: Für neun Angeklagte mit je einem oder zwei Verteidigern, dazu Dolmetscher und weitere Verfahrensbeteiligte genüge der Platz im Tübinger Gerichtsgebäude kaum. Der Stammheimer Justiz-Bau stammt aus dem Jahr 1975, wurde eigens für die Terroristen-Prozesse gegen die Mitglieder der Rote Armee Fraktion (RAF) errichtet und wird zurzeit durch einen Neubau ersetzt. Erster Verhandlungstermin dort ist am Montag, 18. September, um 9 Uhr. Weil Stammheim aber nicht immer verfügbar sei, müsse an manchen Terminen doch in Tübingen verhandelt werden. Scherzinger weist zudem auf scharfe Sicherheitsmaßnahmen in Stammheim hin, wo im selben Zeitraum ein IS-Prozess geführt werde.

Die Ducatobande hatte wie mehrfach berichtet im Raum Tübingen von Frühjahr 2015 bis Ende 2016 mutmaßlich mehr als 400 teure Fahrräder gestohlen. Später spezialisierten sich die Diebe darauf, Werkzeugmaschinen, Treibstoff und Metall aus Schuppen zu stehlen. Einer der Diebe soll im Oktober 2016 eine Lagerhalle bei Hagelloch angezündet haben, um Spuren zu verwischen, was einen Millionenschaden zur Folge hatte. Ihre Beute lagerten die Anführer der Bande offenbar auf einem Wertstoffhof in Dußlingen und brachten sie dann mit einem Transporter ins Ausland. Im September 2016 kontrollierte die bayerische Polizei bei Traunstein einen Fiat Ducato voller Tübinger Fahrräder und die Bande flog auf.

Zum Dossier: Die Ducatobande

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Erstellt:
31. August 2017, 16:05 Uhr
Aktualisiert:
31. August 2017, 16:05 Uhr
zuletzt aktualisiert: 31. August 2017, 16:05 Uhr

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