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Tübingen

Aufforstung beginnen

„Bauwende mit Holz“ titelte die Abgeordnetenspalte von Chris Kühn (Grüne) am 21. Juni. Dazu gab es einen Leserbrief von Wieland Harms (28. Juni), dem Roland Irslinger am 2. Juli antwortete.

11.07.2019

Von Wieland Harms, Tübingen

Selbstverständlich ist es besser, Fichtenschadholz in Häusern zu verbauen statt es zu verbrennen. Keine Frage. Ich habe lediglich auf die mögliche Kehrseite einer Holzbauoffensive hingewiesen. Herr Kühn orientiert sich ja offensichtlich an skandinavischem Vorbild. Dort herrschen aber Fichtenmonokulturen vor, die wir so für Deutschland sicher nicht anstreben. Wenn wir also in den nächsten Jahren oder Jahrzehnten mehr mit Holz bauen und dann wieder rechtzeitig umsteuern, ist dagegen nichts zu sagen. Es ist allerdings sehr die Frage, ob ein einmal eingeschlagener Weg so einfach wieder verlassen werden kann. Das
ist schon schwierig genug bei weniger komplexen Dingen, als es der Hausbau mit all den Brandschutz- und sonstigen Vorschriften darstellt.

Unser Focus sollte darauf liegen, wie wir für mehr Bäume sorgen können, die C02 speichern können. Das ist die Überlebensfrage. Der Mensch ist für 300 Milliarden Tonnen zusätzlichen Kohlenstoff in der Atmosphäre verantwortlich. Forscher der ETH Zürich haben bei der Auswertung von Satellitenaufnahmen erst kürzlich festgestellt, dass Wälder etwa zwei Drittel davon aufnehmen könnten. Die Menschheit hat aber auch den ursprünglichen Baumbestand um etwa die Hälfte reduziert und leider geht der Trend weiterhin in die falsche Richtung: Weltweit gehen noch immer 10 Milliarden Bäume jedes Jahr verloren. Ist der Holzbau nun Teil der Lösung oder Teil des Problems? Schwierig? Dann lassen Sie uns mit Aufforstung beginnen, da können wir uns einigen!

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Erstellt:
11. Juli 2019, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
11. Juli 2019, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 11. Juli 2019, 01:00 Uhr

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