Tübingen · Stadtentwicklung

Über die Grenzen des Wachstums

Das „Bürgerprojekt Zukunft Tübingen“ will nach dem Entscheid zur Stadtbahn eine Grundsatzdebatte.

04.10.2021

Von ST

Nach dem Bürgerentscheid gegen die Stadtbahn will die Initiative „Bürgerprojekt Zukunft Tübingen – neu denken, anders handeln“ eine Debatte über Grenzen des Wachstums in Tübingen führen. In einem offenen Brief schreiben deren Vertreter Bruno Gebhart und Sibylle Hartmann an Oberbürgermeister Boris Palmer und nehmen ihm beim Wort, „dass die Ergebnisse (einer Nachwahlbefragung zur Innenstadtstrecke) am besten im Rahmen einer Zukunftskonferenz zur Stadtentwicklung mit den Schwerpunkten Verkehr, Arbeit und Wohnen zu diskutieren sind“. Auch schrieb der OB an die Bürgerschaft: „Ich will besser verstehen, was Ihre Erwartungen sind und worin Ihre Kritik besteht, um künftige Weichenstellungen besser vorbereiten zu können. Dafür ist Ihre Hilfe unerlässlich.“

Gebhart und Hartmann schreiben: „Wir im sind der Meinung, dass es bei der Ablehnung der Innenstadtstrecke um mehr als nur um die Lösung der Verkehrsprobleme ging. Viele engagierte Bürgerinnen und Bürger (nicht nur) aus den beiden Initiativen Sarchhalde und Aubrunnen sahen schon 2017 die Notwendigkeit, den Umgang mit der begrenzten Fläche und der weit verbreiteten Forderung nach (unbegrenztem) Wachstum zu hinterfragen und kritisch zu diskutieren. Die ultimative Gegenüberstellung der Alternativen Au-West oder Schelmen als Gewerbegebiet ohne vorherige Diskussion, ob ein solches Gebiet notwendig und wünschenswert sei, hat in der Folge im Frühjahr 2018 zur Gründung des Bürgerprojekts geführt.“

Eine angefangene Leitliniendiskussion sei „wieder ad acta gelegt“ worden. Sie müsse nun wieder aufleben. Dabei müsse „auch eine grundlegende Umorientierung im Hinblick auf Klima- und Ressourcenschutz sowie Artensterben möglich sein“.

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Erstellt:
04.10.2021, 19:02 Uhr
Lesedauer: ca. 1min 46sec
zuletzt aktualisiert: 04.10.2021, 19:02 Uhr

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