Reutlingen

Kurden protestieren in Reutlingen und Tübingen für Abdullah Öcalan

Der lange Marsch der Kurden hat am Mittwoch auch eine Gruppe Demonstranten und Demonstrantinnen durch Reutlingen und Tübingen geführt.

08.02.2023

Von toh

Bild:Horst Haas

Bild:Horst Haas

Am Sonntag starteten sie ihren Marsch in Heilbronn, in sechs Tagesetappen geht es über Ludwigsburg, Stuttgart, Reutlingen und Offenburg nach Freiburg. Die Mitglieder einer kurdischen Gruppierung protestierten gegen die Haftbedingungen von Abdullah Öcalan, Gründer der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), die in der Türkei verboten ist. Er ist zu lebenslänglicher Haft verurteilt. „Sei mal dahingestellt, welche politische Auffassung ein Mensch haben mag, es gibt Menschenrechte“, sagte Rosa Müller, Sprecherin der Bewegung.

Die Bedingungen, unter denen Öcalan inhaftiert sei, würden dagegen verstoßen. Deshalb werde demonstriert. In Reutlingen schätzte die Polizei die Zahl der Teilnehmer auf rund 100, 160 waren es laut einer Demonstrantin. In Heilbronn seien sie mit 200 Teilnehmern gestartet, einige seien wegen des Erdbebens in der Türkei und Syrien nach Hause zurückgekehrt. „Viele haben dort Familie verloren, laufen hier aber trotzdem mit“, sagte eine Frau.

Bild: Hans-Jörg Schweizer

Bild: Hans-Jörg Schweizer

Auch für die Opfer der Naturkatastrophe laufe man nun. Mit gelben, grünen und roten Westen und Fahnen, auf denen ein Bild von Öcalan zu sehen ist, liefen die Kurdinnen und Kurden durch Reutlingen und skandierten „Schluss mit dem Massaker in Kurdistan“ und „Terrorist Erdogan“. Richtige Konflikte habe es auf den bisherigen Etappen zwar nicht gegeben, sagte die Demonstrantin, Provokationen aber schon. Der Wolfsgruß, das Handzeichen der Grauen Wölfe, habe sie häufig gesehen. Auch Parolen und andere Störungen habe es gegeben. „Wir lassen uns aber nicht provozieren“, fügte sie an. Die Polizei sorgte mit einem Großaufgebot für Sicherheit.

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Erstellt:
08.02.2023, 17:57 Uhr
Lesedauer: ca. 1min 45sec
zuletzt aktualisiert: 08.02.2023, 17:57 Uhr

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