Hechingen · Justiz

Flucht nach Drogenhandel: Anklage gegen 27-Jährigen erhoben

Die Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen einen 27-Jährigen erhoben: Er soll im Zollernalbkreis am Handel mit Marihuana beteiligt gewesen sein.

12.08.2020

Von ST

Symbolbild: rgbspace - stock.adobe.com

Wegen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge hat die Staatsanwaltschaft Hechingen gegen einen 27-Jährigen Anklage zum Landgericht Hechingen erhoben. Im Ermittlungsverfahren hatte der bis dato größte Rauschgiftfund im Zollernalbkreis für Aufsehen gesorgt: Bei einer Durchsuchung im Dezember entdeckten die Fahnder in einer Lagerhalle in Bisingen knapp 77 Kilogramm Marihuana. Das Rauschgift war laut Ermittlungsbehörden bereits im Ankauf mindestens 140000 Euro wert. Dem Angeschuldigten und einem bis heute nicht identifizierten Komplizen war nach der Tatentdeckung im Dezember die Flucht geglückt. Erst im Juni dieses Jahres griffen die Ermittler den Beschuldigten in Pforzheim auf. Er befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.

Der Mann soll sich durch den Handel mit größeren Mengen Marihuana im süddeutschen Raum eine erhebliche Einnahmequelle verschafft haben. Die sichergestellten 77 Kilogramm Marihuana sollen zum gewinnbringenden Weiterverkauf in Teildosen bestimmt gewesen sein. Dem 27-Jährigen wird vorgeworfen, sein Geschäftsmodell gemeinsam mit wenigstens einem Komplizen betrieben zu haben.

In den frühen Morgenstunden des 5. Dezember sollen die beiden an ihrem Bunkerort in einem Hechinger Lager 25 Pakete mit jeweils einem Kilogramm Marihuana an einen Dritten übergeben haben. Unterdessen war aufgrund einer Alarmschaltung die Polizei eingetroffen, woraufhin die Verdächtigen fluchtartig den Ort des Geschehens verlassen hatten. Beim Eintreffen der Drogenfahnder befanden sich die 25 Pakete bereits im Kofferraum eines mutmaßlichen Kurierfahrzeugs im Lager. Der Kurierfahrer wurde festgenommen.

Bei der Fahndung nach dem identifizierten, allerdings flüchtigen 27-Jährigen hatten die Ermittler im Internet, in der Presse und mithilfe von Plakaten auch die Öffentlichkeit zur Unterstützung aufgerufen.

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Erstellt:
12. August 2020, 15:16 Uhr
Aktualisiert:
12. August 2020, 15:16 Uhr
zuletzt aktualisiert: 12. August 2020, 15:16 Uhr

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