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Tipps für hohe Temperaturen

Wie man bei Hitze einen kühlen Kopf bewahren kann

Heute soll es wieder heiß werden. Das TAGBLATT fragte nach Tipps, wie Mensch und Tier die Hitze-Tage gut überstehen.

26.07.2018

Von Philipp Koebnik

Die Sonne brennt, die Hitzewelle rollt. Symbolbild: Metz

Zurzeit sind die Temperaturen rekordverdächtig. Mensch und Tier bekommen die Auswirkungen zu spüren.

Ärzte raten zur langen Mittagspause

Die Hausärzte sind sich einig. Ihr wichtigster Tipp lautet, wenn auch wenig überraschend: viel trinken. „Gerade bei älteren Menschen ist das Durstgefühl oft nicht so stark“, warnt der Tübinger Hausarzt Christian Mickeler. Schwitzt man viel, kann das gefährlich werden – es drohen Verwirrtheitszustände bis hin zum Nierenversagen. Pflegende Angehörige sollten die älteren Menschen deshalb zum Trinken anhalten. Bei Pflegefällen rät Mickeler zudem, mit dem Hausarzt Rücksprache zu halten, ob eine Infusion nötig ist. Wenn das Schlucken schwer fällt, könne das schon mal notwendig werden. In der Regel werde dann lediglich eine Nadel unter die Haut gelegt – eine intravenöse Infusion sei nicht nötig.

Viel trinken müssten vor allem Menschen, die Blutdrucksenker oder andere harntreibende Medikamente nehmen. Sie sollten überlegen, die Tabletten zu reduzieren oder sogar zu pausieren – freilich in Absprache mit ihrem Arzt. Generell empfehle es sich, sich im Schatten aufzuhalten und einen Hut aufzusetzen. Sonst rät Mickeler: „Net so viel schaffa!“ Und: „Eine schöne, ausgedehnte Mittagspause machen, wenn es sich irgendwie einrichten lässt.“

Auf dem Bau hilft nur viel trinken

Viele können das allerdings nicht. So wie die Arbeiter der Firma Brodbeck, die zurzeit die neue Ammerbrücke an der Ecke Gartenstraße/Nürtinger Straße bauen. Sie haben mittags eine halbe Stunde Pause, wie Polier Markus Walz verrät.

Die Arbeit unter der prallen Sonne sei durchaus „unangenehm“. Er hat sein T-Shirt schon ausgezogen, seine Kollegen noch nicht. Aber: „Spätestens am Nachmittag fliegen die bestimmt auch“, sagt Walz und lacht. Eigentlich wäre es besser, das T-Shirt anzubehalten, „aber das hält man nicht aus“. Sonnenschutzcreme – mindestens mit Faktor 30 – hat er deshalb immer dabei.

Drei große Flaschen Wasser, also viereinhalb Liter, trinke er pro Arbeitstag. Außerdem haben sie noch einen Trick, um die Arbeit in der Hitze erträglicher zu machen. „Wir haben das Glück, dass die Ammer da ist“, sagt Walz und zeigt auf eine Pumpe, die die Arbeiter mitgebracht haben. Wenn es zu heiß wird, spritzen sie sich zwischendurch gegenseitig mit dem Schlauch ab oder sie machen ihre Mützen nass, „damit der Kopf kühl bleibt“, so der Polier.

Auch Tiere haben ihre Not mit der Hitze

Nicht nur Menschen, auch manchen Tieren macht die Hitze zu schaffen. Für Haustierhalter hat Tierarzt Thomas Steidl, seines Zeichens Präsident der Landestierärztekammer Baden-Württemberg, einige Tipps parat. So sollte man Hunde am frühen Morgen oder spätabends Gassi führen, wenn es nicht mehr so heiß ist. Vor allem sollte man einen Hund niemals im Auto zurücklassen: „Bereits wenige Minuten können massive gesundheitliche Probleme verursachen“, sagt Steidl.

Meerschweinchen und Kaninchen, die draußen gehalten werden, sollten schattige Rückzugsräume haben. Oder man holt sie ins Haus. Auch Pferde sollte man reinholen, da sie leicht einen Sonnenbrand bekommen. Katzen wüssten sich hingegen selbst zu helfen. Auch bei Reptilien im Terrarium, bei Vögeln und bei Hamstern müsse man nichts besonderes beachten, so Steidl. Und wie beim Menschen, so gilt auch bei Tieren: Ihnen sollte immer ausreichend Flüssigkeit zur Verfügung stehen.

Die Sonne brennt, aber noch haben alle ihre T-Shirts an: Bauarbeiter auf der Ammerbrücke, Ecke Gartenstraße/Nürtinger Straße. Bild: Koebnik

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Erstellt:
26. Juli 2018, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
26. Juli 2018, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 26. Juli 2018, 01:00 Uhr

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