Der Tag in der Region

Blog | Die wichtigsten Nachrichten am 8. Dezember

08.12.2022

Von isi/hz

Blog | Die wichtigsten Nachrichten am 8. Dezember

Reichsbürger-Razzia bei Rottenburg

Andreas M., der zur Verschwörergruppe aus dem Reichsbürger-Milieu gehören soll und im Landkreis Tübingen festgenommen worden ist, lebte in einem Dorf bei Rottenburg. Um 6 Uhr morgens stürmten Einsatzkräfte des Bundeskriminalamts (BKA) und der Bundespolizei (GSG9) das Haus, sprengten die Eingangstür und drangen über eine mobile Leiter durchs Fenster in das Gebäude ein. Sie nahmen Andreas M. und wohl mindestens eine weitere Person fest. Das TAGBLATT sprach mit Anwohnern, die den Einsatz beobachtet haben und den Beschuldigten persönlich kennen. Der Mann ist offenbar noch Mitglied des Kommando Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr und war auch in Afghanistan. Im Dorf ist er als Impfgegner und Corona-Leugner bekannt. Außerdem glaubte er an Ufo-Technologien, die durch die Regierungen vor der Bevölkerung geheim gehalten werden, und war vermutlich auch für allerhand andere rechtsesoterische Verschwörungsmythen offen. koe

Die Corona-Zahlen vom Donnerstag

Kreis Tübingen

  • Neuinfektionen: 68
  • Gesamtfälle: 100.867
  • Sieben-Tage-Inzidenz: 145,3 (+2,5)
  • Todesfälle: 276 (+/-0)
  • Patienten am Klinikum: 22 (davon 5 ursächlich wegen Corona, 2 auf der Intensivstation)

Kreis Reutlingen

  • Neuinfektionen: 95
  • Gesamtfälle: 128.820
  • Sieben-Tage-Inzidenz: 148,8 (+9,3)
  • Todesfälle: 520 (+/-0)

Baden-Württemberg

  • Hospitalisierungsinzidenz: 5,1 (+0,4)
  • Corona-Patienten auf Intensivstationen: 76 (-9)
  • Sieben-Tage-Inzidenz: 141,6 (+4,6)

Strobl ist zufrieden mit dem Warntag

„Am heutigen Warntag haben wir die vorhandene Warninfrastruktur auf den Prüfstand gestellt und damit die Menschen im Land für dieses wichtige Thema sensibilisiert“, kommentiert Innenminister Thomas Strobl das, was am Vormittag um 11 Uhr für Sirenenheulen (wo es welche gibt) und für Handyklingeltonkakophonien in Großraumbüros sorgte. Denn unter anderem wurde heute neben der Warnapp Nina auch der neue Warnkanal Cellbroadcast getestet, mit dem alle entsprechend eingestellten Handys mit einer Warnnachricht bespielt wurden. Beide „haben pünktlich auf meinem Mobiltelefon angeschlagen - die Systeme funktionieren. Ein schöner Erfolg für einen zukünftigen Ernstfall“, so Strobl.

Für eine umfassende Analyse des Warntags sei es wenige Stunden nach der bundesweiten Probewarnung noch zu früh. „Auch wenn die Fachleute den Warntag nun zunächst mit der nötigen Sorgfalt bewerten müssen, lässt sich sagen, die großen technischen Probleme des ersten Warntages waren Vergangenheit. Es ist gelungen, aus dem ersten bundesweiten Warntag am 10. September 2020 zu lernen - und so muss das auch sein“, so Strobl.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe macht eine Umfrage zum Warntag 2022, bei der man eigene Erfahrungen zum Warntag teilen kann. Die Umfrage steht vom 8. bis 15. Dezember 2022 auf der Webseite www.umfrage-warntag.de. „Machen Sie mit und teilen Sie Ihre Erfahrungen rund um den Warntag. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer an der Umfrage hilft dabei, die Warninfrastruktur in Deutschland weiter zu verbessern“, betont Strobl.

Test der Warnmeldung via Cellbroadcast aufs Handy. Bild: Hans-Jörg Schweizer / stock.adobe.com

Test der Warnmeldung via Cellbroadcast aufs Handy. Bild: Hans-Jörg Schweizer / stock.adobe.com

Aktueller Warnhinweis: Betrügerische Anrufe in der Region

Die Polizei warnt zur Stunde vor einer „Welle von betrügerischen Telefonanrufen aller Art“, die über die Landkreise Reutlingen und Tübingen hinwegrollt.

Leibniz-Preis geht unter anderem nach Tübingen

Die Preisträger seien aus 131 Vorschlägen ausgewählt worden, teilte die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) am Donnerstag in Bonn mit. Die Preisträger aus Baden-Württemberg sind Largus Angenent von der Universität Tübingen (Bioingenieurwissenschaft), Achim Menges von der Universität Stuttgart (Architektur) und Stefan Pfister von der Universität Heidelberg und dem Deutschen Krebsforschungszentrum (Pädiatrische Onkologie).

Auffahrunfall in Nehren

Zwei leicht verletzte Personen und Sachschaden von rund 15.000 Euro sind die Folgen eines Verkehrsunfalls am Donnerstagmorgen in der Reutlinger Straße. Nach Angaben der Polizei für eine 69 Jahre alte Frau kurz vor 7.30 Uhr mit ihrem BMW auf der Straße und bemerkte zu spät, dass ein vorausfahrender 32-jähriger Fordfahrer verkehrsbedingt anhalten musste. Die 69-Jährige krachte in dessen Heck. Der Rettungsdienst brachte beide Unfallbeteiligten in eine Klinik. Ihre Autos wurden abgeschleppt.

Schließung des Landratsamts Tübingen zwischen Weihnachten und Neujahr

Das Landratsamt Tübingen wird - samt aller Außenstellen - vom 27. Dezember bis einschließlich 30. Dezember geschlossen sein. Für die Bereiche Jugendamt, Gesundheitsamt und Veterinärwesen wird ein telefonischer Notdienst eingerichtet, der im Vorfeld unter www.kreis-tuebingen.de veröffentlicht wird.

Auch die Kfz-Zulassungsstelle ist nach Angaben des Landratsamts von der Schließung betroffen. Es wird jedoch am Donnerstag, 29. Dezember, im Zeitraum von 8 bis 13 Uhr über Außenschalter ein terminfreier Notdienst für dringende Fälle eingerichtet. Dazu zählt hauptsächlich die Zulassung von Neufahrzeugen, die noch in 2022 für eine E-Auto- bzw. Plug-In-Hybrid-Förderung infrage kommen.

Reguläre Fahrzeugzulassungen können im Rahmen des Notdienstes nicht angeboten werden. Hierfür - und für alle anderen Angelegenheiten - steht das Landratsamt wie gewohnt ab dem 2. Januar 2023 wieder zur Verfügung. Wer den Notdienst in Anspruch nehmen muss, wird gebeten, ggf. längere Wartezeiten einzukalkulieren und sich im Vorfeld zu informieren. Zudem sind nur Bargeldzahlung möglich (für Händler ergänzend auch Zahlung mit Händlerkarte).

Diakoniezentrum Reutlingen: Wettbewerb wird Mitte Januar entschieden

Sechs Planungsbüros erarbeiten Vorschläge zur Umgestaltung der Christuskirche. Flächentausch kommt der Anwohnerschaft entgegen.

Mössinger Naturfotograf Armin Dieter: Auf Augenhöhe fotografiert

Der Mössinger Naturfotograf Armin Dieter hat mit „Wilde heimische Natur“ seinen neuesten Bildband veröffentlicht. Es ist sein 18. Buch – und voraussichtlich auch sein letztes.

Chorleiterin Judith Mohr: „Ich habs dann einfach mal probiert“

Ein hoher, quadratischer Raum. Hier hat der Chorklang viel Platz, sich nach allen Seiten auszubreiten. Sich aufzufächern, dass man jede noch so feine Nuance heraushören, „aushorchen“ kann. Die Aula des Evangelischen Blaulach-Gymnasiums (so seit Oktober der neue Name des früheren Firstwald-Gymnasiums). Dort arbeitet Judith Mohr, die seit 2019 den Südwestdeutschen Kammerchor Tübingen leitet. Das TAGBLATT hat sie bei einer Chorprobe besucht.

Judith Mohr bei der Probe des Südwestdeutschen Kammerchors.Bild: Anne Faden

Judith Mohr bei der Probe des Südwestdeutschen Kammerchors.Bild: Anne Faden

Mit Holz, höher und in Serie bauen

Um die Potenziale von Laubholz und serielles Bauen ging es beim Besuch von Wohnungsbauministerin Nicole Razavi an der Hochschule Rottenburg (HFR).

Spielplatz Kundensteigle in Entringen: Trainieren wie die Ninja Warriors

Hintereinander hangeln sich Levin und Alexander an dem Dschungeltrainer entlang. Die beiden Freunde sind die ersten, die das neue Gerät auf dem Spielplatz Kundensteigle am Dienstagnachmittag ausprobierten. Acht Kinder haben sich um die Jugendlichen versammelt und verfolgen die Hangelpartie mit großen Augen. Lebkuchen baumeln an dem Dschungeltrainer, und wer er es schafft, ohne einmal herunterzufallen, bekommt sogar einen Schoko-Nikolaus. Das Spielgerät markiert einen weiteren Meilenstein in Richtung Wiederaufbau des Spielplatzes.

Die Pläne des TV Derendingen stehen fest: Neuer Platz statt Umkleiden

Der TV Derendingen plant auf der westlichen Steinlachseite einen neuen Rasenplatz und einen Kunstrasenplatz. Auf das Funktionsgebäude verzichtet er vorerst.

Stiftung: Reichbürgerszene wurde zu lange unterschätzt

Lange wurden sogenannte Reichsbürger als Querulanten belächelt, mittlerweile sind sie voll im Fokus der Ermittler. Zu spät, sagt ein Experte nach der bundesweiten Großrazzia.

Pfrondorfer Kleinpflegeheim: Zur Begrüßung gab es Maultaschen

Noch ein letztes Mal nahmen die zehn Bewohner ihr Frühstück in Pfrondorf ein. Dann ging es am Mittwoch mit zwei Kleinbussen und einem Liegend-Transport hinunter ins Pauline-Krone-Heim. Damit ist das Kleinpflegeheim Geschichte.

Abschied vom Baumwiesenweg 1: Am Mittwoch zogen die Heimbewohner von Pfrondorf in die Tübinger Wilhelmstraße 87. Bild: Anne Faden

Abschied vom Baumwiesenweg 1: Am Mittwoch zogen die Heimbewohner von Pfrondorf in die Tübinger Wilhelmstraße 87. Bild: Anne Faden

Gezielt mehr Abschiebungen aus Baden-Württemberg?

Das Chancen-Aufenthaltsrecht ist beschlossen. Im Vorfeld wurden vermehrt Geflüchtete abgeschoben, auch die, die davon hätten profitieren können, sagen Tübinger Experten. Einer vermutet, das erfolge gezielt.

Kommunen im Landkreis Tübingen können Sirenen auslösen

Im Rahmen des bundesweiten Warntags am Donnerstag ist geplant, die Bevölkerung über verschiedene Mittel und Instrumente zu warnen. Um 11 Uhr wird bundesweit eine Warnung ausgelöst. Um 11.45 Uhr erfolgt dann die Entwarnung. Ziel des Warntages ist es, bundesweit die Menschen stärker für das Thema Warnung der Bevölkerung zu sensibilisieren und die technische Umsetzung sowie die Abläufe zu überprüfen.

Neben Warnhinweisen im Fernsehen, Radio, mit Sirenen und Warn-Apps wie die Notfall-Informations- und Nachrichten-App „NINA“, erfolgt beim diesjährigen Warntag erstmals eine zusätzliche Warnung über das sogenannte Cell-Broadcast-System. Dabei wird an alle Mobiltelefone, die sich in einem Funkmast eingewählt haben, eine Nachricht gesendet. Die Nachricht ähnelt einer SMS, sodass keine spezielle App installiert sein muss, um die Nachricht zu erhalten. Aktuell befindet sich das System bundesweit im Aufbau, es können deshalb noch nicht alle Mobiltelefone erreicht werden.

Im Nachgang zum Warntag kann man z.B. über die Internetseite www.warnung-der-bevölkerung.de oder die Warn-App NINA Rückmeldung geben. Damit kann man mithelfen, Cell-Broadcast als Warnmittel schon während der Testphase zu verbessern und das Warnsystem insgesamt sicherer zu machen.

Es wird darum gebeten, am Warntag keine Rückmeldungen an Behörden oder an die Integrierte Leitstelle weiterzugeben. Die Nummer 112 steht wie gewohnt nur

Die aktuellen Infektionszahlen

Guten Morgen aus der Online-Redaktion. Wir starten mit einem Blick auf die aktuellen Infektionszahlen vom gestrigen Abend:

Kreis Tübingen

  • Neuinfektionen: 56
  • Gesamtfälle: 100.799
  • Sieben-Tage-Inzidenz: 142,7 (-3,1)
  • Todesfälle: 276 (+/-0)
  • Patienten am Klinikum: 22 (davon 5 ursächlich wegen Corona, 2 auf der Intensivstation)

Kreis Reutlingen

  • Neuinfektionen: 76
  • Gesamtfälle: 128.725
  • Sieben-Tage-Inzidenz: 139,5 (-6,6)
  • Todesfälle: 520 (+/-0)

Baden-Württemberg

  • Hospitalisierungsinzidenz: 4,7 (+0,1)
  • Corona-Patienten auf Intensivstationen: 85 (+1)
  • Sieben-Tage-Inzidenz: 137 (+4,8)

 

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Das Wichtigste vom Tag

Seit Ausbruch der Corona-Pandemie in der Region Tübingen im März 2020 gab es bei tagblatt.de täglich und kostenlos unseren Live-Blog mit aktuellen Meldungen und Links zu wichtigen Artikeln über Covid-19 und den Folgen. Wir haben ihn nun thematisch weiter gefasst: Ab sofort gibt es dort aktuelle Meldungen und Anreißer zu den wichtigsten Geschichten aus der Region Neckar-Alb – nicht nur, aber auch, wenn es um Corona geht. Den Blog gibt es unter dem Titel Der Tag in der Region direkt auf www.tagblatt.de.

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Erstellt:
08.12.2022, 06:30 Uhr
Lesedauer: ca. 5min 37sec
zuletzt aktualisiert: 08.12.2022, 06:30 Uhr

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