Bahn

Alte Züge sorgen für Verspätungen

ICEs bleiben immer länger in den Werkstätten. Ersatz gibt es oft keinen. Der Anteil der Störungen wächst.

04.05.2020

Von dpa

Berlin. Fernzüge in Deutschland verspäten sich immer häufiger wegen Fahrzeugstörungen. Probleme mit den Zügen führten im vergangenen Jahr zu 471 000 Verspätungsminuten, wie der Bahnbeauftragte der Bundesregierung, Enak Ferlemann, auf eine Anfrage der Grünen antwortete. Das entsprach 13 Prozent der gesamten Verspätungsdauer. Der Anteil stieg in den vergangenen Jahren stetig. 2015 waren es noch 328 000 Verspätungsminuten, der Anteil lag bei 9 Prozent. Mitgezählt wird auch, wenn liegen gebliebene Züge von Konkurrenten die Deutsche Bahn ausbremsen.

Die Bahn war 2019 zwar pünktlicher als im Vorjahr. Es gab aber immer noch mehr Verspätungen als angestrebt: 24,1 Prozent der Intercity und ICE kamen zu spät. Dieses Jahr sollen es höchstens 22 Prozent sein. Dabei werden nur Züge gezählt, die mindestens sechs Minuten zu spät kommen.

„Leider gibt es bei der Pünktlichkeit immer noch keine signifikanten Verbesserungen“, kritisierte der Grünen-Verkehrspolitiker Matthias Gastel. Das Management müsse die Probleme mit dem Fuhrpark in den Griff bekommen. „Es gibt nicht nur zu wenige Züge. Diese stehen dann auch zu lange in den Werkstätten herum und warten darauf, gewartet zu werden, statt Fahrgäste zu befördern.“ Nach der Antwort Ferlemanns bleiben ICE-Züge immer länger in der Werkstatt.

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Erstellt:
4. Mai 2020, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
4. Mai 2020, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 4. Mai 2020, 06:00 Uhr

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