21341 Anträge auf Corona-Soforthilfe

IHK Die Kammer prüft mehr als die Hälfte positiv und gibt sie an die L-Bank weiter. Ablehnungsquote unter 2,5 Prozent.

30.05.2020

Von ST

Zum Abschluss des ersten Corona-Soforthilfeprogramms hat die IHK Reutlingen von den 21 341 Anträge von Firmen und Selbstständigen aus der Region Neckar-Alb 12 430 positiv geprüft und an die L-Bank weitergegeben. 8807 Anträge gingen zurück, weil Angaben fehlten, die Antragsgründe nicht plausibel oder Anträge mehrfach hochgeladen waren. Die Ablehnungsquote lag bei unter 2,5 Prozent.

„Das Programm hat vielen Unternehmen in akuten Nöten geholfen und in der Abwicklung gut funktioniert, weil wir alle verfügbaren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die Prüfung gesteckt haben. Die meisten Anträge waren innerhalb weniger Tage abgearbeitet“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Epp. Die Rückmeldungen seien in Summe sehr gut. In schwierigen Fällen konnte die IHK oft mit persönlicher Beratung den Firmen unter die Arme greifen. Die IHK-Corona-Hotline hat seit dem Lockdown eine fünfstellige Zahl von Anrufen registriert, die IHK-Webseite verzeichnet um 30 Prozent erhöhte Klickzahlen.

Auf Bundes- und Landesebene werden nun neue Programme folgen, die Firmen verschiedener Größen und Branchen unterstützen, etwa auch für Hotellerie und Gastronomie. „Trotz der Lockerungen ist die Wirtschaft weit von Normalität entfernt“, sagt Epp. Die IHK rechnet mit einem wirtschaftlich schwierigen zweiten Halbjahr und stellt sich auf Unternehmen ein, die nicht weiter bestehen werden. „Die Auswirkungen werden die Region härter treffen als in der Weltwirtschaftskrise 2008/2009 und es wird langsamer wieder anlaufen als seinerzeit“, prognostiziert der IHK-Hauptgeschäftsführer. Seine Kammer hat sich in
vielen Bereichen von Präsenz-Veranstaltungen auf Online-Formate umgestellt.

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Erstellt:
30. Mai 2020, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
30. Mai 2020, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 30. Mai 2020, 01:00 Uhr

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