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Ein Becken voller Männer

Ein Becken voller Männer

Acht Männer in der Sinnkrise gründen ein Wasserballett-Team. Dafür ernten sie viel Spott. Doch sie wollen es mit der internationalen Konkurrenz aufnehmen.

Ein Becken voller Männer
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Le Grand Bain
Frankreich 2018

Regie: Gilles Lellouche
Mit: Mathieu Amalric, Guillaume Canet, Benoît Poelvoorde

122 Min. - ab 6 Jahren

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25.06.2019

Von Madeleine Wegner

Bertrands Müsli ist bunt: In seiner Frühstücksschale schwimmen ebenso viele farbenfrohe Pillen wie Getreideflocken. Der Familienvater (Mathieu Amalric) versucht, eine schwere Depression zu überwinden. Gelegentlich geht er ins Schwimmbad. Sein Glück, trifft er doch dort auf eine chaotische Truppe von Männern, die ungelenk Wasserballett betreiben. Typen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Gemeinsam finden sie Halt in diesem schrägen Sportteam und schmieden sogar den Plan, zur WM der Synchronschwimmer zu fahren – als erste französische Männergruppe.

Männer, die sich fürs weiblich dominierte Wasserballett begeistern: Bereits im vergangenen Sommer drehte sich die britische Komödie „Swimming with Men“ um dieses Thema, vor knapp zehn Jahren gab es die schwedische Version „Männer im Wasser“. Was erstaunlicher ist: Tatsächlich dürfen Männer erst seit 2015 bei der WM im Synchronschwimmen starten.

Wie tief jede einzelne Figur in „Ein Becken voller Männer“ in der Krise steckt, deutet die (viel zu lange) Exposition an. Jede einzelne Figur gäbe genug Stoff für eine eigene Geschichte her: die junge Trainerin Delphine, die seit einem tragischen Zwischenfall ihre Verzweiflung in Alkohol ertränkt; deren ehemalige Sport-Partnerin, die nun im Rollstuhl sitzt, oder auch Thierry, der seit einer traumatischen Kindheit eine eigenwillig schrullige Art entwickelt hat. Dabei ist es teilweise wirklich rührend, wie die Figuren in ihrer Einsamkeit gezeigt werden. Auf der anderen Seite zückt Regisseur Gilles Lellouche den filmischen Vorschlaghammer, etwa um zu demonstrieren, wie heftig Trainerin Amanda ihre Schützlinge drillt. Das wirkt überzogen, ohne ins komisch Absurde zu kippen. Auch viele der Witze wollen nicht so recht zünden. Insgesamt hätte die gut zweistündige Komödie mehr Tempo vertragen. Dennoch: Sie ist meist wirklich gut gespielt und der ein oder andere Witz reißt es letztlich dann doch noch raus.

Durch die Krise zum Erfolg – man kann‘s nicht oft genug sehen. Hier eher mäßig witzig und zu lang, dafür teils einfallsreich.

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Erstellt:
25. Juni 2019, 01:10 Uhr
Aktualisiert:
25. Juni 2019, 01:10 Uhr
zuletzt aktualisiert: 25. Juni 2019, 01:10 Uhr

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