Festival

Zwei Wochen lang Gastspiele

Am Zimmertheater zeigt von Samstag an eine starke Auswahl der baden-württembergischen Privattheater, was sie alles zu bieten haben.

30.05.2018

Von Peter Ertle

Das Freiburger Wallgraben-Theater gastiert am Montag mit Yasmina Rezas „Drei Mal Leben“. Bild: Zimmertheater

Das Freiburger Wallgraben-Theater gastiert am Montag mit Yasmina Rezas „Drei Mal Leben“. Bild: Zimmertheater

Privattheater“ – klingt möglicherweise etwas missverständlich. Es handelt sich weder um eine geschlossene Gesellschaft noch um einen elitären Zirkel. Sondern letztlich um alle Theater, die keine Staatstheater, Nationaltheater oder Landestheater mit ihren verbrieften Fördermitteln sind.

Das heißt allerdings nicht, dass sie sich ganz alleine tragen müssen. In Baden-Württemberg können sie laut Landeskunstkonzeption eine 2:1-Förderung von jeweiliger Stadt und Land bekommen (wenn die Stadt fördert, legt das Land die Hälfte dazu). Doch dieser Modus wird keineswegs immer eingehalten.

33 meist am Existenzminimum arbeitende Privattheater gibt es derzeit in Baden-Württemberg. Sie leisten eine Art kulturelle Basisarbeit im Schatten der großen Staats- und Stadttheater. Finanziell deutlich schlechter gestellt, besuchen statistisch gesehen fast genauso viele Zuschauer deren Vorstellungen. Nach Darstellung der Privattheater-AG erhalten die acht Kommunaltheater eine 3,5-fach höhere Förderung durch das Land (23,76 Euro pro Besucher) im Vergleich zu den Privattheatern (6,90 Euro pro Besucher), die Landesförderung für die Kommunaltheater beträgt somit das Zehnfache.

Alle zwei Jahre präsentieren sich die Privattheater des Landes in einem Festival. Als Austragungsort bekam diesmal das Zimmertheater den Zuschlag. Von Samstag an bis zum 17. Juni zeigt nun ein Drittel der baden-württembergischen Privattheater, was in ihnen steckt. Und das ist das Programm:

Samstag, 2. Juni, 19 Uhr: Eröffnung des Festivals. 20 Uhr: Theater die Tonne, Werther, warum?

Montag, 4. Juni, 20 Uhr: Freiburger Wallgraben-Theater, Yasmina Rezas Drei Mal Leben.

Dienstag, 5. Juni, 20 Uhr:Mannheimer Theaterhaus G7, Massimis Eine nicht umerziehbare Frau.

Mittwoch, 6. Juni, 20 Uhr: Theater Ravensburg, Jordi Galcerans Der Kredit.

Donnerstag, 7. Juni, 20 Uhr
im Löwen: Baal Novo Theater
Eurodistrict (Offenburg/Straßburg) mit Eric Assous’ Illusionen einer Ehe.

Sonntag, 10. Juni, 15 Uhr, im Löwen: Heilbronner Theater Radelrutsch mit dem Kinderstück Krach im Hause der 1000
Lieder
(ab vier Jahren). 20 Uhr: Theaterei Herrlingen mit Dörte Hansens Altes Land (übrigens mit der Tübinger Zimmertheater-Schauspielerin Agnes Decker im Ensemble).

Montag, 11. Juni, 20 Uhr, Studiotheater Stuttgart: Wenn der Abend durch den Schornstein fällt, Hüsch-Abend.

Dienstag, 12. Juni, 20 Uhr, Studiotheater Stuttgart: Hungaricum.

Mittwoch, 13. Juni, 20 Uhr: Theater Lindenhof, Kohlhaas.

Sonntag, 17. Juni, 20 Uhr:
Theater Rottweil, Wenn der
Kahn nach links kippt, setze ich mich nach rechts
. (Rechtspopulismus).

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Erstellt:
30.05.2018, 01:00 Uhr
Lesedauer: ca. 2min 07sec
zuletzt aktualisiert: 30.05.2018, 01:00 Uhr

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