Soziales

Zukunft macht vielen Deutschen Angst

Corona hat laut Studie den Rückzug der Bürger ins Private befördert.

15.10.2021

Von DPA

Köln. Zwei Drittel der Deutschen blicken einer Studie zufolge ängstlich in die Zukunft. Mangelndes Vertrauen in Staat und Institutionen fördert demnach einen Rückzug ins Private. Gleichzeitig wachse bei einem Teil der Bevölkerung aber auch die Bereitschaft, allein oder mit Gleichgesinnten für eine lebenswerte Zukunft aktiv zu werden. Das sind Erkenntnisse einer repräsentativen und tiefenpsychologischen Untersuchung des Kölner Rheingold-Instituts in Zusammenarbeit mit der Stiftung für Philosophie Identity Foundation in Düsseldorf.

Schwere Krisen hätten das Vertrauen in die Zukunft fundamental erschüttert, sagte Rheingold-Gründer Stephan Grünewald in Köln. Die größten Zukunftsängste betreffen den Klimawandel und die fortschreitende Polarisierung der Gesellschaft.

Das Gros erkenne durchaus an, dass die Menschheit vor gewaltigen Herausforderungen stehe. Der Problemberg werde aber als so unüberwindlich wahrgenommen, dass man sich resigniert zurückziehe. „Uns begegnete eine Art Zukunftsvakuum. Die Menschen denken nicht mehr in globalen Dimensionen. Sie interessiert: Was ist hier und jetzt mit mir los?“ Eine auffallende Veränderung sei, dass das einstige Kontaktmaximierungsideal – möglichst viele Freunde in den sozialen Netzwerken – in den Hintergrund rücke. „Die Menschen haben angefangen, sich zu fragen: Wem kann ich vertrauen?“ dpa

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Erstellt:
15. Oktober 2021, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
15. Oktober 2021, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 15. Oktober 2021, 06:00 Uhr

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