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Zu guter Letzt

Zu guter Letzt

Shirley MacLaine spielt in ihrem tragikomischen Kino-Comeback eine Pedantin, die ihren eigenen Nachruf in Auftrag gibt.

Zu guter Letzt

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The Last Word
USA 2017

Regie: Mark Pellington
Mit: Shirley MacLaine, Amanda Seyfried, Anne Heche

108 Min. - ab 0 Jahren

Tagblatt-Wertung

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Film bewerten

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14.05.2017
  • Dorothee Hermann

Die 81-jährige Harriet Lauler (Hollywood-Star Shirley Maclaine) lebt allein mit ihren Stilmöbeln, den Patiencekarten, der Fernbedienung, den Pillen und der Weinflasche. Bei der Lektüre der Nachrufe in ihrer Lokalzeitung fällt der ehemaligen Geschäftsfrau auf, wie dünn ihr eigener ausfallen würde. Also heuert sie die junge Nachrufschreiberin Anne (Amanda Seyfried) an, die sich gefälligst etwas Angemessenes ausdenken soll.

Doch die Journalistin Anne stellt ihrerseits Bedingungen: Wenn Harriet ihr Leben fortsetzt wie bisher, wird es nichts mit der posthumen Würdigung. Die eingefleischte Perfektionistin Harriet reagiert prompt. Sie begibt sich in eine Schule in einem sozialen Brennpunkt – statt weiterhin den eigenen Dienstboten auf den Wecker zu gehen und darauf zu achten, dass die Zwiebeln fein genug gewürfelt werden. Fortan ist Brenda (eine Wucht: AnnJewel Lee Dixon), ein sogenanntes Risikokind, mit von der Partie, wenn Anne und Harriet auf Spurensuche in der Vergangenheit gehen.

Was sich einerseits zuckrig und vorhersehbar anlässt, ist auf der anderen Seite ein interessantes Experiment: In diesem kleinen Film ums Abschiednehmen stehen die ganze Zeit Frauen im Vordergrund, ganz gleich, ob sie etwa neun, Ende 20 oder Anfang 80 sind wie Hauptdarstellerin Shirley Maclaine selbst. Sie sind nicht auf der Suche nach Mr. Right, sie leben nicht in einer aufregenden lesbischen Beziehung, und sie treten nicht als Konkurrentinnen gegeneinander an.

Nebenbei klingt an, dass nicht nur die kratzbürstige Harriet in ihrem schlossähnlichen Anwesen, sondern auch das Kind und die Journalistin Anne (von Amanda Seyfried erfrischend natürlich gespielt) ziemlich auf sich gestellt sind. Das gibt dem Film von US-Regisseur Mark Pellington trotz der soap-artigen Anlage interessante Kanten.

Unwahrscheinlich, aber nett: Unverträgliche alte Dame schmiedet auf den letzten Drücker neue Freundschaften.

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14.05.2017, 11:18 Uhr
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