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Villa el Salvador · Unglück

Zahl der Toten ist auf 14 gestiegen

Nach der Tragödie in Tübingens Partnerstadt Villa el Salvador kämpfen weiterhin viele Menschen ums Überleben.

27.01.2020

Von itz

Über das Wochenende ist die Zahl der Todesopfer in Villa el Salvador von acht auf 14 Menschen angestiegen. Das berichten peruanische Medien. Unter den Opfern befinden sich demnach vier Kinder sowie ein Jugendlicher. Neben 13 Peruanern ist auch ein Mann aus Venezuela ums Leben gekommen. Weiterhin kämpfen noch rund 40 Verletzte um ihr Leben, viele haben schwerste Verbrennungen erlitten. Einige werden künstlich beatmet.

Flüssiggas war am Donnerstag aus einem mit 10000 Litern beladenen Tanklaster ausgetreten, nachdem dieser eine Bodenwelle überfahren hatte. Das Gas hatte für eine Explosion an einer belebten Kreuzung südlich der Hauptstadt Lima gesorgt (wir berichteten). Entgegen erster Medienberichte habe der Fahrer des Wagens überlebt, gegen den 72-Jährigen werde nun ermittelt. Nach Informationen der Tageszeitung „La República“ werde derzeit untersucht, ob der Laster der Firma „Transgas“ über eine gültige Zulassung verfügte.

Die Solidarität ist derweil groß: Der brasilianische Staat sowie ein Krankenhaus aus den USA schickten Flugzeuge mit Gewebespenden, um die Haut der Verletzten transplantieren zu können. Etliche Einheimische folgten zudem dem Blutspende-Aufruf der Gesundheitsministerin. Der in Villa el Salvador aufgewachsene Fußballprofi Jefferson Farfan (spielte unter anderem für Schalke 04) rief über soziale Netzwerke zur Hilfe auf: „Wir haben nicht gedacht, dass es so schrecklich sein würde, aber wir helfen und hoffen, dass das ganze Land aufsteht“, schrieb er.

Regelmäßiger Austausch

Zwischen Tübingen und Villa el Salvador gibt es seit den 80er Jahren Kontakte. Im September 2006 wurde die Partnerschaft besiegelt. Ziele sind „der kulturelle und politische Austausch, die Völkerverständigung, die aktive Friedensarbeit sowie die Intensivierung von Beziehungen von ehrenamtlichen Gruppen“, wie es auf der städtischen Homepage heißt. Unter anderem gibt es einen regelmäßigen Austausch zwischen dem Tübinger Uhlandgymnasium und der Schule „Fe y Alegria 17“ in Villa el Salvador. Die Schule liegt etwa 2,5 Kilometer Luftlinie vom Unglücksort entfernt. Die Peruanerin Melany Panta ist durch den Austausch derzeit in Tübingen und übermittelte dem TAGBLATT Informationen aus ihrer Heimat.

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Erstellt:
27. Januar 2020, 06:25 Uhr
Aktualisiert:
27. Januar 2020, 06:25 Uhr
zuletzt aktualisiert: 27. Januar 2020, 06:25 Uhr

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