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Wieder mit Leib und Seele
Angelique Kerber besinnt sich in Miami ihrer Qualitäten, die ihr den Triumph bei den Australian Open einbrachten. Foto: dpa
Angelique Kerber findet beim Tennis-Turnier in Miami zu alter Stärke zurück

Wieder mit Leib und Seele

Nach ihrem Australian-Open-Triumph fiel es Angelique Kerber schwer, sich nur noch auf Tennis zu konzentrieren. Eine sportliche Talfahrt war die Folge. In Miami zeigt die 28-Jährige nun ansteigende Form.

30.03.2016
  • SID

Miami. Angelique Kerber klopfte sich nach ihrer erfolgreichen Nachtschicht in Florida dreimal mit der Faust auf ihr Herz. Es war eine Geste mit Symbolkraft. Die zuletzt strauchelnde Australian-Open-Siegerin hatte sich mit Leib und Seele ins Viertelfinale des Millionen-Turniers von Miami gekämpft. Eine Fähigkeit, die ihr nach dem Triumph von Melbourne mitsamt seinen Folgen kurzzeitig abhanden gekommen war. Wille und Biss sind allerdings essenziell für Kerbers Spiel.

"Ich habe einfach versucht, bis zum letzten Punkt zu kämpfen. Ich lag im dritten Satz zurück, aber ich habe immer daran geglaubt, es noch drehen zu können", sagte die an Position zwei gesetzte Kerber nach dem 6:2, 3:6, 6:4 im Achtelfinale des mit 6,844 Millionen Dollar dotierten Hartplatz-Turniers gegen Timea Babos (Ungarn/WTA-Nr. 49).

Heute wartet die Weltranglisten-24. Madison Keys (USA) auf die wiedererstarkte Kielerin, die sich durch ihre zweite Viertelfinal-Teilnahme in Miami nach 2014 im WTA-Ranking wieder von Rang drei auf zwei verbessert. Nach den Australian Open und dem Medien-Rummel in der Heimat hatte Kerber drei Niederlagen in vier Matches kassiert - und war nur noch ein Schatten ihrer selbst. Ganz anders im Sunshine State: Im Duell mit Babos verwertete Kerber nach 2:09 Stunden ihren ersten Matchball. Mit einem famosen Vorhand-Cross-Passierschlag aus vollem Lauf, der die Zuschauer im Crandon Park um 0.37 Uhr noch einmal kurz von den Sitzen riss.

"Nachtschwärmerin" Kerber (28) ließ während der schweißtreibenden Partie keinen Zweifel daran, dass sie nach ihrer Schwächephase endlich wieder Zugriff auf ihre vielleicht größte Waffe hat: Den unermüdlichen Kampfgeist. "Es hat eben Zeit gebraucht, um nach meinem Sieg in Australien alles wirken zu lassen und zu realisieren. Das geht nicht von heute auf morgen", sagte Kerber und meinte: "Viele Athleten, die schon mal einen großen Erfolg feiern durften, wissen, wovon ich rede. Es dauert eben seine Zeit, das alles sacken zu lassen." Nach ein paar Trainingstagen mit Steffi Graf und Andre Agassi in Las Vegas glaubt Kerber die Balance aus Training, Matches und ihren nun umfangreicheren Pflichten abseits des Courts gefunden zu haben.

Der Lernprozess scheint abgeschlossen, ihre Medientermine hat sie auf ein Minimum reduziert. "Ich bin wieder irgendwie befreiter und lockerer, alles fühlt sich ein bisschen entspannter an", erklärte die Fed-Cup-Spielerin: "Und ich weiß, was ich zu tun habe."

Das wusste Titelverteidigerin Serena Williams (34) bei ihrem "Heimspiel" auf der vorgelagerten Halbinsel Key Biscayne offenbar nicht. Die achtmalige Turniersiegerin verlor im Achtelfinale überraschend mit 7:6 (7:3), 1:6, 2:6 gegen die Russin Swetlana Kusnezowa (WTA-Nr. 19) und wartet seit Ende August 2015 auf einen Titel. Eine vergleichbare Durststrecke hatte Williams zuletzt vor vier Jahren erlebt. Der eigentlich so dominanten Branchenführerin, die ihr schlechtestes Abschneiden in Miami seit 16 Jahren hinnehmen musste, unterliefen 50 unerzwungene Fehler. Williams wirkte müde. "Ich weiß nicht, was los war. Physisch war ich fit, aber ich habe mich trotzdem schlecht bewegt", klagte die 21-malige Grand-Slam-Gewinnerin.

In den sozialen Netzwerken wurde bereits darüber spekuliert, ob die Götterdämmerung bevorstünde. Bezwingerin Kusnezowa warnte aber, Williams abzuschreiben: "Sie ist ein Champion. Ich sehe keinen Grund, warum sie nicht noch viele Titel holen kann."

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30.03.2016, 06:00 Uhr
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