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Fußball Champions League

Wende oder Ende: Werksteam muss bei Atletico liefern

Bayer Leverkusen kämpft um die letzte Achtelfinal-Chance. Bayern München tritt nach den Enttäuschungen in der Bundesliga angefressen in Piräus an.

22.10.2019

Von SID

Leverkusens Top-Talent Kai Havertz (Mitte) ist mit seinem Team gefordert. Bayer muss am Dienstag in der Champions League bei Atletico Madrid ran und dort liefern. Links: Lars Bender, rechts Kevin Volland. Foto: Frederico Gambarini/dpa

Merklich gereizte Münchner Bayern sind am Montag im Angriffsmodus nach Griechenland gereist, ein angeschlagenes Bayer Leverkusen hob mit reichlich Druck im Gepäck Richtung Spanien ab. Während die Rheinländer am Dienstag bei Atletico Madrid (18.55 Uhr/DAZN) wohl nur mit einem Sieg im Rennen um den Einzug ins Achtelfinale der Champions League bleiben, knöpften sich die ungeschlagenen Bayern vor dem Gastspiel bei Olympiakos Piräus die – in ihren Augen völlig falsch gewickelten – Kritiker vor. Der deutsche Meister spielt ebenfalls am Dienstag (21 Uhr/Sky).

„Auf so einen Käse gibt‘s keine Antwort. Wir sind einen Punkt hinter dem Ersten. Wollen Sie uns eine Krise einreden?“, blaffte Uli Hoeneß vor dem Abflug einen Reporter an. Krise? „Von einer Krise“, behauptete neben Hoeneß auch Sportdirektor Hasan Salihamidzic, „kann keine Rede sein.“

Viele Probleme in der Liga

Bester Laune flog der Rekordmeister freilich nicht zum dritten Gruppenspiel in die griechische Hafenstadt: Da ist der schmerzhafte Ausfall von Abwehrchef Niklas Süle, der sich, wie berichtet, im Bundesliga-Auswärtsspiel beim FC Augsburg das vordere Kreuzband im linken Knie gerissen hat und nach Meinung von Hoeneß in dieser Saison nicht mehr spielen wird. Demzufolge müsse der 24 Jahre alte Innenverteidiger auch die Europameisterschaft im kommenden Sommer „ad acta“ legen. Zudem offenbart Rekordmeister Bayern München derzeit in der Bundesliga einige Probleme.

Das 1:2 gegen die TSG Hoffenheim vor der Länderspielpause und das 2:2 in Augsburg am vergangenen Wochenende sind für Hoeneß freilich kein Anlass, den Notstand auszurufen. „Im Verein ist totale Ruhe“, behauptete er und versicherte den Reportern: „Ich sehe kein Problem, diese Unruhe wird wieder von außen hereingetragen.“

In der Champions League haben sich die Münchner bislang schadlos gehalten: Ein 3:0 gegen Roter Stern Belgrad, dann das fulminante 7:2 in London beim Vorjahresfinalisten Tottenham Hotspur. Die Gala von London scheint bereits Jahre zurückzuliegen – obwohl das Spiel erst vor drei Wochen stattfand. Und trotz aller Warnungen nicht zuletzt von Coach Kovac ließen sich die Bayern blenden von dieser Sternstunde gegen kriselnde Spurs, die längst nur noch der Schatten eines Champions-League-Finalisten sind.

Völler glaubt an sein Team

Unter dem Motto „Wende oder Ende!“ steht indes Leverkusens Dienstreise nach Spanien. Bei Atletico muss die Werkself am Dienstagabend gewinnen, um nach den beiden Niederlagen gegen Lokomotive Moskau (1:2) und bei Juventus Turin (0:3) im zweiten Teil der Gruppenphase noch ein Wörtchen mitzureden.

„Das ist unsere letzte Chance, um in der Champions League etwas zu erreichen. Das wird ein knallhartes Spiel, solche ersten 20 Minuten dürfen uns nie wieder passieren“, sagte ein angefressener Bayer-Torjäger Kevin Volland nach der schmerzhaften 0:3-Pleite am vergangenen Freitag in der Liga bei Eintracht Frankfurt. Offensivspieler Volland schwor seine Mitspieler bereits frühzeitig auf den Showdown im voraussichtlich mit 65 000 Zuschauern ausverkauften Hexenkessel in der spanischen Hauptstadt ein.

Leverkusens Sport-Geschäftsführer Rudi Völler klammert sich vor dem entscheidenden Duell in Madrid an den letzten Strohhalm: „Ich bin überzeugt, dass wir in der Gruppe noch den einen oder anderen Sieg einfahren können. Dieses Selbstvertrauen haben wir. Wir geben auf gar keinen Fall auf und müssen in Madrid dagegen halten“, sagte Völler und ergänzte: „Wenn wir einen Punkt holen oder sogar gewinnen, sind wir wieder im Geschäft. Dafür müssen wir aber ein Topspiel abliefern – und nicht wie gegen Juventus Turin und Eintracht Frankfurt nur eine gute Halbzeit.“ sid

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Erstellt:
22. Oktober 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
22. Oktober 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 22. Oktober 2019, 06:00 Uhr

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