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Kommunalwahl: Tüb-O-Mat

Fachschaft Politik bietet Wahl-O-Mat für Tübingen

Die Fachschaft Politik hat ein Online-Programm entwickelt, das bei der Wahl des Gemeinderats helfen soll.

15.05.2019

Von Sabine Lohr

Neun Listen mit jeweils bis zu 40 Namen wurden zur Gemeinderatswahl eingereicht. Aber wer kennt schon alle Namen? Und wer weiß, welche Liste welche Positionen vertritt und vor allem, welche Liste den eigenen Positionen am nächsten steht? Ein Wahl-O-Mat ist da hilfreich – und nun gibt es auch einen für die Tübinger Gemeinderatswahl.

Die Fachschaft Politik hat das Online-Programm zusammen mit den Fachschaften Rhetorik und Skandinavistik entwickelt und 36 Thesen erstellt. Jeder These kann man zustimmen, sie ablehnen, sich neutral dazu verhalten oder sie einfach überspringen. Am Ende wird die eigene Position mit der der Listen verglichen und dieses Ergebnis in einem Balkendiagramm dargestellt, das anzeigt, wie hoch die Übereinstimmung ist. Darunter ist die Haltung der Listen zu den einzelnen Thesen zu sehen – die beim Anklicken auch ausführlicher erscheint.

Es habe Monate gedauert, bis alle Thesen erarbeitet waren, schreibt der „Arbeitskreis Tüb-O-Mat“ in einer Pressemitteilung. Zuerst nämlich mussten die Studierenden Ideen sammeln. Dazu haben sie auf ihrer Website aufgerufen und an zwei Tagen Stände in der Wilhelmstraße aufgebaut. Außerdem haben sie alle antretenden Listen angeschrieben und um Ideen gebeten. Und sie haben auch alle Wahlprogramme gewälzt.

Am Ende hatten sie 150 Vorschläge. Diese wurden zu den 36 Thesen zusammengefasst, die, so der Arbeitskreis, „zum einen die neun antretenden Listen möglichst eindeutig voneinander unterscheidbar machen sollten und zum anderen die zentralen Themen der Tübinger Kommunalpolitik abdecken“.

„Barrierefreiheit ist nur dann zu fördern, wenn das historische Stadtbild nicht darunter leidet“ heißt eine davon. Eine andere: „Die Kindertagesbetreuung in städtischen Einrichtungen soll kostenpflichtig sein.“ Etwas komplizierter wird es bei den Thesen mit Verneinung: „Es soll keine Videoüberwachung im öffentlichen Raum eingeführt werden“ oder „Die Bebauung von Grundstücken soll von Seiten der Stadt unter keinen Umständen erzwungen werden“ – da muss man ein wenig um die Ecke denken, um nicht aus Versehen die falsche Antwort zu geben.

Die meisten Thesen behandeln Themen, die im Gemeinderat in den vergangenen Jahren beraten wurden. Aber es sind auch andere dabei: „Der Gemeinderat soll sich dafür einsetzen, dass der Bierkeller an anderer Stelle bestehen bleibt“ oder „Es soll bevorzugt Wohnraum für Studierende geschaffen werden“. Bei den 36 Thesen sei, so der Arbeitskreis, „ein leichter Fokus“ auf für Studierende interessante Themen gelegt worden.

Mehrmaliges Antworten ist möglich

Zu finden ist die kostenlose Entscheidungshilfe auf https://www.tueb-o-mat.de/

Der Tüb-O-Mat ist angelehnt an die Wahl-O-Maten der Bundeszentrale und Landeszentralen für politische Bildung und soll eine niedrigschwellige Hilfe zur Meinungsbildung bei der Kommunalwahl bieten. Die Antworten werden nicht gespeichert, die Thesen können auch mehrmals beantwortet werden.

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Erstellt:
15. Mai 2019, 00:30 Uhr
Aktualisiert:
15. Mai 2019, 00:30 Uhr
zuletzt aktualisiert: 15. Mai 2019, 00:30 Uhr

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