Wankheim · Gedenken

Vor 250 Jahren siedelten sich erste jüdische Familien an

Der Förderverein für jüdische Kultur in Tübingen erinnert mit einem Jahresprogramm an den Beginn der jüdischen Gemeinde Wankheim. Zehn Veranstaltungen stehen für das erste Halbjahr fest. Weitere sollen folgen.

19.04.2024

Von ST

1774 bekommen vier jüdische Familien vom Ortsherren die Erlaubnis, sich in Wankheim niederzulassen – damit beginnt das jüdische Leben zunächst in Wankheim, ab Mitte des 19. Jahrhunderts dann in Tübingen und Reutlingen. Mit einem Jahresprogramm erinnert der Förderverein für jüdische Kultur Tübingen an die jüdische Gemeinde, die hier über mehrere Generationen ihren Lebensmittelpunkt gefunden hat. Entsprechend finden die angekündigten Verstaltungen in Wankheim und in Tübingen statt, informiert Jörg-Walter Karl vom Förderverein für jüdische Kultur. Die ersten zehn Veranstaltungen für das erste Halbjahr stehen fest. Weitere sollen folgen.

Am Sonntag, 28. April, spielt das Klavier Duo Hayashizaki-Hagemann ab 19.30 Uhr, in der evangelischen Stiftskirche Tübingen: „Ironien – Klavier zu vier Händen“ mit Werken von Erwin Schulhoff, Ignaz Moscheles, Ignaz Friedman und George Gershwin

6. Juni, 19 Uhr, evangelisches Gemeindehaus: „Wer hat Heimat hier? Viktor Marx und sein Gedenkstein von 1946 an die Tübinger Opfer der Shoah“, Vortrag von Professor Wolfgang Sannwald

15. Juni, 19.30 Uhr, Jakobuskirche Wankheim: „Méditation hébraïque“, Werke für Violoncello und Klavier von Samuel Barber, Ernest Bloch und Felix Mendelssohn Bartholdy, Philipp und Myunghwa Wiede, München

Mittwoch, 26. Juni, 15 Uhr, Stadtfriedhof Tübingen: „Benutzt und verscharrt. Josef Schuster und Josef Bukofzer – zwei Tote des Tübinger Stadtfriedhofs“, ein Vortrag von Professor Benigna Schönhagen und „Ich habe nicht den Doktortitel und bin eine ganz einfache und unverheiratete Frau, also Fräulein Lilli Zapf“, Vortrag Michael Jaesrich

6. Juli, 19 Uhr, Turn- und Festhalle Kusterdingen und 7. Juli, 19 Uhr, Stephanuskirche Tübingen: „Musik jüdischer Komponistinnen und Komponisten“ mit Werken unter anderem von Gideon Klein, György Ligeti, Ruth Schonthal, Ella Milch-Sheriff (Südwestdeutscher Kammerchor Tübingen und Sinfonea)

18. Juli, 19 Uhr, evangelisches Gemeindehaus Wankheim: „Ein schwarzer Frack, ein nussbaumholzener Sekretär und ein porzellanenes Senffässle – Alltagskultur der jüdischen Wankheimerinnen und Wankheimer zur Mitte des 19. Jahrhunderts“, Vortrag von Manuel Mozer, Gemeindearchivar Kusterdingen

Sommer 2024

Landestheater Tübingen (LTT) im Stadtraum Tübingen: „Lebendige Stolpersteine – ein Theaterprojekt“ (Ort und Termine werden noch bekannt gegeben)

12. September , 19 Uhr, evangelisches Gemeindehaus Wankheim: „Ideal und Wirklichkeit einer jüdischen Gemeinde nach dem Talmud“, Vortrag Professor Matthias Morgenstern

Herbst 2024

10. Oktober, 19 Uhr, evangelisches Gemeindehaus Wankheim: „Friedlich und einträchtig - Das Zusammenleben von Juden und Christen in den Wankheimer Jahren von Pfarrer Wilhelm Pressel“, Vortrag von Professor Wilfried Setzler

Jüdischer Friedhof Wankheim: Offizieller Abschluss der Konservierungsarbeiten. (Der genaue Termin steht noch nicht, wird aber noch bekanntgegeben.)

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Erstellt:
19.04.2024, 16:25 Uhr
Lesedauer: ca. 2min 15sec
zuletzt aktualisiert: 19.04.2024, 16:25 Uhr

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