Arbeit

Viele fühlen sich im Job belastet

Zeitdruck, Lärm, Ärger mit Kunden und Kollegen: Jeder dritte Beschäftigte klagt über gesundheitliche Folgen.

06.12.2023

Von dpa

ieser Job ist körperlich anstrengend und obendrein laut.

ieser Job ist körperlich anstrengend und obendrein laut.

Berlin. Fast jeder dritte Beschäftigte in Deutschland fühlt sich einer Umfrage zufolge im Job gleichzeitig mehreren schweren Belastungen ausgesetzt. So gaben 31 Prozent der Befragten in einer Erhebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) an, immer wieder von schwerer körperlicher Arbeit, Zeitdruck, Lärm, aber auch Konflikten mit Kollegen und Kunden betroffen zu sein. Der „DGB-Index Gute Arbeit“ basiert auf Interviews mit mehr als 6000 Beschäftigten.

Zeitdruck gibt es demnach bei 86 Prozent der Befragten, und zwar bei jedem zweiten sehr oft oder oft und bei weiteren 36 Prozent selten. Schwere körperliche Arbeit kennen 56 Prozent von ihrer Arbeit, Umgebungsgeräusche und Lärm 73 Prozent, darunter 40 Prozent sehr oft oder oft, und Konflikte mit Kollegen oder Kunden 65 Prozent, wobei hier die meisten nur von seltenen Fällen berichten.

„In der Regel sind Tätigkeiten durch verschiedene, häufig gleichzeitig auftretende Anforderungen charakterisiert“, heißt es in der Studie. Mehrfachbelastungen seien an der Tagesordnung. Dabei berichteten 31 Prozent der Befragten von allen vier Belastungsarten.

Je stärker die Arbeitsbelastungen, desto schlechter schätzen die Beschäftigten ihre Gesundheit und künftige Arbeitsfähigkeit ein. Von den Beschäftigten, die mit mehreren körperlichen und psychischen Belastungsfaktoren umzugehen haben, gaben 39 Prozent an, einen guten Gesundheitszustand zu haben. Von ihnen sagen nur 7 Prozent, dass sie ihre Tätigkeit unter diesen Bedingungen bis zum Rentenalter durchhalten können. In der Gruppe der Beschäftigten, die keine der Belastungen aufweisen, beschreiben 71 Prozent ihren Gesundheitszustand als gut oder sehr gut. 38 Prozent gaben an, dass es in den vergangenen zwei Jahren eine Beurteilung der Gefährdung für ihren Arbeitsplatz gegeben habe. Der DGB weist darauf hin, dass Arbeitgeber dazu verpflichtet seien. DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi sagte: „Wenn Unternehmen ihren gesetzlichen Pflichten im Arbeitsschutz nicht nachkommen, müssen Beschäftigte mit ihrer Gesundheit dafür bezahlen. Das ist nicht akzeptabel.“ dpa

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Erstellt:
06.12.2023, 06:00 Uhr
Lesedauer: ca. 1min 56sec
zuletzt aktualisiert: 06.12.2023, 06:00 Uhr

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