Analyse

Viele Verluste ans Lager der Nichtwähler

CDU und AfD müssen massiv Stimmen an andere Parteien abgeben. Großer Gewinner ist die FDP, die aus allen Lagern Wähler anlockt.

16.03.2021

Von DAVID NAU

Stuttgart. CDU und AfD haben bei der Landtagswahl gegenüber 2016 deutlich Stimmen verloren. Hinweise darauf, wohin die einstigen Wähler abgewandert sind, geben Untersuchungen des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap, die die ARD veröffentlicht hat.

Demnach verlor die CDU an alle Parteien teils deutlich mehr Wähler, als sie aus deren Lager für sich gewinnen konnte, nur von der AfD gewann sie rund 70 000 Wählerinnen und Wähler zurück. Der größte Anteil an Menschen, der die CDU in diesem Jahr nicht mehr wählte, blieb allerdings in diesem Jahr komplett zu Hause und stimmte gar nicht ab.

Dasselbe Phänomen lässt sich auch bei der AfD beobachten. Die Partei, die 2016 noch zu den großen Gewinnern zählte, verlor rund 110 000 Wählerinnen und Wähler an die Gruppe der Nichtwähler. Und auch sonst verloren die Rechten Stimmen an alle anderen Parteien.

Großer Gewinner der Wählerwanderung ist die FDP: Die Liberalen gewannen Stimmen aus allen anderen Parteilagern und mussten selbst nur wenige ans Lager der Nichtwähler abgeben. David Nau

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Erstellt:
16. März 2021, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
16. März 2021, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 16. März 2021, 06:00 Uhr

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