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Tübingen

Vernebelungstaktik

Um Gewerbe anzusiedeln, könnte in Tübingen das Schutzgebiet für den Au-Brunnen geopfert werden. Dagegen regt sich Protest.

12.04.2017

Von Sybille Hartmann, Tübingen

Die vier Fragen der Bürgerinitiative AU beantwortet Oberbürgermeister Palmer auf Facebook unter dem Titel: „Der Au-Brunnen hat die schlechteste Qualität aller Brunnen in Tübingen und ist mit dem Bodensee nicht entfernt vergleichbar. Ein Brief der BI gibt Gelegenheit, die Sachargumente zu teilen."

Aber es wurde von der BI nicht die Frage gestellt, ob der Au-Brunnen besser ist als Bodenseewasser, sondern es wurde nach den Messwerten für den Au-Brunnen gefragt. Die übermittelten Daten enden leider alle 2009 und sagen daher nichts darüber aus, wie die Qualität des Brunnenwassers heute aussieht. Glücklicherweise gibt es noch andere Sachinformationen. An Sachargumenten interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich an die Anlage 4 der städtischen Vorlage 15/2016 von 14.01.2016 halten. Dort steht: „Das im Au-Brunnen geförderte Wasser ist von hoher Qualität und kann weitgehend unaufbereitet ins Netz eingespeist werden".

Der Vergleich der Wasserqualität von Au-Brunnen und Bodenseewasser ist für die anstehende Entscheidung völlig unerheblich und erweckt daher den Eindruck, dass damit von der wirklichen Frage abgelenkt werden soll: Will die Stadt Tübingen in Zukunft auf die Möglichkeit des Bezugs von qualitativ hochwertigem Eigenwasser verzichten? Mit Aufgabe des Schutzgebietes wäre eine Netzeinspeisung nicht mehr zulässig. Antworten auf nicht gestellte Fragen sind Vernebelungstaktik und Ablenkungsmanöver. Eine sachliche Argumentation sieht anders aus.

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Erstellt:
12. April 2017, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
12. April 2017, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 12. April 2017, 01:00 Uhr

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