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Mobilität von morgen

Umbruch in der Automobilindustrie

Drei Megatrends fordern die Automobilindustrie heraus und werden sie verändern: die fortschreitende Globalisierung, die zunehmende Digitalisierung und die Notwendigkeit zur Dekarbonisierung.

29.03.2019

Von Fraunhofer Institut

Vorstellung von der Mobilität von Morgen Anzeige eines US-Stromversorgers im Jahr 1957. Bild: Fraunhofer Institut

Es ist wichtig, wissenschaftlich fundiert abzuschätzen, welche Auswirkungen die bevorstehenden Veränderungen in der Automobilindustrie auf die Beschäftigung am Standort Deutschland voraussichtlich haben werden. Die Kenntnis dieser Auswirkungen ist erforderlich, um den Strukturwandel erfolgreich zu gestalten. Eine aktuelle Studie (ELAB 2.0) des Fraunhofer Instituts hat zum Ziel, diese Auswirkungen zu ermitteln. Sie knüpft an die 2012 publizierte Vorgängerstudie ELAB an, geht aber von aktualisierten Voraussetzungen aus und bezieht im Gegensatz zu dieser Zulieferunternehmen in die Betrachtung ein. Sie konzentriert sich auf den Megatrend der Dekarbonisierung und speziell den daraus resultierenden Markthochlauf der Elektromobilität, denkt dabei die Konsequenzen der Globalisierung und Digitalisierung in ihren Analysen aber implizit mit. Als eine Konsequenz der Globalisierung ist z. B. deren Einfluss auf die Automobilproduktion in Europa zu bedenken. Dort führt die Marktsättigung zu einer Stagnation der Fertigungsmengen, während europäische Hersteller von steigenden Produktionszahlen in wachsenden Märkten wie Indien oder China kaum profitieren, weil die Produktion dort zunehmend vor Ort erfolgt. Hinzu kommen der Druck auf deutsche Standorte durch den Wettbewerb mit Niedriglohnländern sowie zunehmende protektionistische Tendenzen. Die Digitalisierung wird sowohl die Produktion als auch die Produkte der Automobilindustrie grundlegend verändern. In der Produktion hat sie eine vierte industrielle Revolution ausgelöst – bekannt unter dem Stichwort Industrie 4.0. Diese Revolution wird die Produktion flexibilisieren, an die individuellen Bedürfnisse von Kunden und Geschäftspartnern anpassen und um hochwertige Dienstleistungen ergänzen können. “Arbeit 4.0„ wird flexibler und dezentraler ablaufen als heute. Sie wird neue Qualifikationen erfordern, was nicht zum Abbau von Arbeitsstellen führen muss. Insgesamt wird “Produktion 4.0„ die Innovationszyklen beschleunigen und Produktivitätsfortschritte garantieren. Die Digitalisierung der Fahrzeuge andererseits wird schon in absehbarer Zeit automatisiertes und autonomes Fahren ermöglichen. Verbunden mit der intelligenten Verknüpfung von Fahrzeugen mit den Infrastrukturen des Straßenverkehrs und der Energieversorgung werden sich daraus völlig neue Formen der Mobilität entwickeln. Das eröffnet der Automobilindustrie neue Perspektiven der Wertschöpfung.

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Erstellt:
29. März 2019, 07:55 Uhr
Aktualisiert:
29. März 2019, 07:55 Uhr
zuletzt aktualisiert: 29. März 2019, 07:55 Uhr

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