Fördergelder

Ulm wird Hauptstandort für Quantencomputer

Der Bund steckt 740 Millionen Euro in die Entwicklung und den Bau der Zukunftstechnologie. In vier Jahren soll sie marktreif sein.

12.05.2021

Von YASEMIN GÜRTANYEL

Berlin. Mit insgesamt zwei Milliarden Euro fördert der Bund die Entwicklung von Quantencomputern. 740 Millionen davon gehen in die anwendungsorientierte Forschung zu dieser Zukunftstechnologie, bei der Ulm eine zentrale Rolle bekommt. „Es ist unser Ziel, dass Deutschland bei der Entwicklung und der praktischen Anwendung von Quantencomputing weltweit mit an der Spitze steht“, sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) am Dienstag in Berlin.

Für den Bau des Supercomputers und die Entwicklung der Software stehen in den nächsten vier Jahren insgesamt 740 Millionen Euro zur Verfügung. Rund 80 Prozent davon sollen an kooperierende Unternehmen und Start-ups fließen, kündigte Altmaier an.

Sein Ministerium stellt das Geld dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zur Verfügung. Neben Ulm wird auch Hamburg ein zentraler, wenn auch deutlich kleinerer Standort. Wie das Geld genau verteilt wird und wie viele Mitarbeiter in Baden-Württemberg beschäftigt werden, steht erst fest, wenn das genaue Konzept erarbeitet ist, was in den nächsten Wochen passieren soll. Auch welche industriellen Partner sich beteiligen, ist offen. Für Ulm spricht, dass hier schon viel an Quantentechnolgien geforscht wird, auch in Zusammenarbeit mit Stuttgart, und dass der Standort gut mit der Industrie vernetzt ist.

Weitere 1,1 Milliarden Euro aus dem Konjunktur- und Zukunftspaket der Bundesregierung stehen für die Grundlagenforschung bereit. „Die Quantentechnologien sind eine der entscheidenden Schlüsseltech- nologien der Zukunft“, sagte Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU). Sie erlaubten es, die Kommunikation absolut sicher zu gestalten, durch hochsensible Sensoren Sprünge in der Medizintechnik zu machen oder mittels Quantencomputing bisher nicht lösbare Probleme in Logistik oder Materialforschung zu bewältigen. Quantencomputer können sehr viele komplexe Eingaben gleichzeitig berechnen.

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Erstellt:
12. Mai 2021, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
12. Mai 2021, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 12. Mai 2021, 06:00 Uhr

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