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Metzingen

USA-Geschäft dämpft Stimmung beim Modekonzern Hugo Boss

Rabattschlachten und ein schwächelnder Tourismus in den USA machen der Modefirma aus Baden-Württemberg zu schaffen. Im zweiten Halbjahr will Hugo Boss vor allem über eigene Vertriebswege den Umsatz ankurbeln.

01.08.2019

Von dpa

Eine Schaufensterpuppe steht vor dem Schriftzug des Unternehmens. Foto: Sebastian Gollnow/Archivbild

Metzingen. Das Management des Modekonzerns Hugo Boss blickt wegen des schwächelnden Geschäfts in den USA etwas vorsichtiger auf das laufende Jahr. Der Umsatz soll nun nur noch um 4 Prozent wachsen, der operative Gewinn (Ebit) nur noch um 7 Prozent, wie das Unternehmen am Donnerstag in Metzingen mitteilte.

Der US-Markt sei sehr schwierig, erklärte Finanzvorstand Yves Müller. Der Tourismus dort habe nachgelassen, zudem machen dem Konzern ausgiebige Rabattschlachten zu schaffen. Hugo Boss mache da nicht in gleicher Form mit, sagte Müller. „Auch Wettbewerber tun sich schwer.“ Die Entwicklung in den USA sei dennoch hinter den Erwartungen des Managements zurückgeblieben. Der Umsatz sank dort im ersten Halbjahr um sechs Prozent. Das könne das Unternehmen auch im restlichen Jahr nicht mehr ausgleichen.

Deshalb rechnet Hugo Boss 2019 in den USA mit einem Umsatzrückgang von 1 bis 3 Prozent. Auch in Deutschland entwickelten sich die Umsätze in der ersten Jahreshälfte leicht rückläufig. Wachstumstreiber war in den ersten beiden Quartalen der asiatische Markt - allen voran China.

Für die nächsten sechs Monate erwartet das Management eine Umsatzbeschleunigung. Dafür soll vor allem der eigene Einzelhandel mit Filialen Outlets und Online-Shops sorgen. Zuversichtlich stimmen den Konzern vor allem die Online-Umsätze, die im zweiten Halbjahr erheblich steigen sollen.

Trotz eines schwierigen Marktumfelds stieg der Umsatz währungsbereinigt im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um zwei Prozent auf 675 Millionen Euro. Das operative Ergebnis legte um drei Prozent auf 76 Millionen Euro zu. Unterm Strich blieb allerdings weniger übrig als noch ein Jahr zuvor. Höhere Zinsaufwendungen belasteten den Konzerngewinn, der währungsbereinigt von 54 Millionen im vergangenen Jahr auf 50 Millionen Euro schrumpfte.

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Erstellt:
1. August 2019, 14:15 Uhr
Aktualisiert:
1. August 2019, 12:40 Uhr
zuletzt aktualisiert: 1. August 2019, 12:40 Uhr

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