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UNESCO Kultur- und Naturstätten in der Türkei
UNESCO Kultur- und Naturstätten in der Türkei / pixabay.com © 762090 (CC0 Public Domain)

UNESCO Kultur- und Naturstätten in der Türkei

Die Türkei ist bei Besuchern aus aller Welt bekannt für eine beeindruckende Natur und eine spannende und lebendige Kultur. Ganze 15 Orte in der Türkei stehen auf der Welterbeliste der USECO, die die wichtigsten kulturellen Stätten und Naturdenkmäler der Welt auszeichnet.

03.12.2015
  • Markus Müller

Zwei dieser Stätten, die Kalkterrassen von Pamukkale und die Höhlen im Nationalpark Göreme, bieten den Reisenden eine spannende Mischung aus Naturwunder und Landesgeschichte, die es zu entdecken lohnt.

Die Türkei ist berühmt für schöne Strände und Fischerdörfer, traditionelle Bäder und leckeres Essen. Außerdem kann das Land auf eine bewegte Geschichte zurückblicken: Eng verknüpft mit dem Byzantinischen Reich, dem Christentum und dem Islam weißt die Türkei eine beeindruckende Vielfalt an kulturellen Sehenswürdigkeiten auf. Je nach Vorliebe kann man sich hier zwischen einem ereignisreichen Kultururlaub oder einem entspannten Strandurlaub entscheiden. Wen es zu kulturellen Sehenswürdigkeiten und in die Natur zieht, der findet in der Welterbeliste der USECO ganze 15 besondere Empfehlungen für die Türkei. Dazu gehören Pamukkale mit seinen kalkhaltigen Thermalquellen und der naheliegenden antiken Stadt Hierapolis sowie der Göreme-Nationalpark mit seinen in Stein gehauenen Felsbauten.

Nationalpark Göreme und Felsendenkmäler von Kappadokien

Der Göreme-Nationalpark im Zentrum von Kappadokien wurde 1985 unter den Natur- und Kulturstätten von UNESCO aufgenommen. Das unverwechselbare Wahrzeichen des Naturparks sind seine vulkanischen Felsformationen aus Tuffstein, die sich in Erosionen zu turmartigen Gebilden aufgetürmt haben. Schon in der Bronzezeit begannen die Bewohner der Region, in den Felsen über- und unterirdische Höhlen anzulegen, die sie als Wohn- und Lagerräume nutzten. Bis zum 11. Jahrhundert entstanden so ganze unterirdische Städte und bis zu 3.000 Kirchen. Durch mehrere Erdbeben wurde das Wohnen in den einzelnen Höhlen jedoch mit der Zeit gefährlicher, sodass die letzten Bewohner ihre Höhlen um 1950 verließen. In einigen Orten von Kappadokien, wie in Uçhisar und in Ortahisar, werden einige Höhlen heute noch als Wohnfläche genutzt.

Insgesamt vermuten Wissenschaftler ungefähr 50 unterirdische Städte in Kappadokien, 36 haben sie bis jetzt entdeckt. Die Meisten von ihnen sind jedoch für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Die berühmteste Stadt ist Derinkuyu. Im 1963 entdeckten Höhlensystem hat man bis jetzt 2.500 m² Wohnfläche freigelegt, wahrscheinlich nur ein Viertel der Gesamtfläche. Die oberen Stockwerke nutzten die Bewohner als Wohnräumen, sie hatten dort aber auch eine Weinpresse und ein Kloster. Die unteren Räume waren Lager- und Versammlungsräume und wurden auch als Kerker genutzt. Es wird angenommen, dass Derinkuyu über einen 9 Kilometer langen Tunnel mit der Nachbarstadt verbunden war.

Antike Stadt Hierapolis-Pamukkale

Seit 1988 gehören Hierapolis und Pamukkale zum Weltnaturerbe von UNESCO. Der Landkreis Pamukkale beherbergt die berühmten Kalksteinterrassen. Schon seit 2.000 Jahren besuchen Patienten mit körperlichen Beschwerden die natürlichen Thermalwasser-Becken, um Linderung zu finden. In den 60ern baute man am oberen Rand der Kalkterrassen Hotels und eine Straße. Die Hotels haben das Wasser der Quellen genutzt und zum Teil sogar ihr Abwasser über die Kalkterrassen entsorgt. Die verringerte Wassermenge und vielen Touristen, die dort badeten, führte zu einem gräulichen Schimmer auf dem sonst weißen Kalk. Die UNESCO wollte den Sinterterrassen den Status des Naturerbes aufgrund des Verfalls schon entziehen. Doch die Türkei hat schnell gehandelt, die Hotels wurden abgerissen und die Anlage restauriert. Heute darf man nicht mehr in den Kalkbecken baden und das Begehen der Anlage streng ist kontrolliert. Dafür kann man die Terrassen jedoch wieder im strahlenden Weiß bewundern.

Neben den Sinterterrassen zählt auch Hierapolis zum Weltkulturerbe. Bereits zur Antike war der Ort Hierapolis bekannt für seine warmen Quellen. Damals nutzte man das Wasser zum Färben von Wolle und die Stadt erreichte durch ihren Textilhandel einen hohen Status. Heute kann man sich die gut erhaltenen Ruinen des Odeons, den Marktplatz, das Stadttor, die gepflasterte Hauptstraße, Bäder und Tempelanlagen anschauen. Die Nekropole, also Grabstätten, befinden sich vor dem Tor der Stadt. Eine davon ist sogar auf den Kalkterrassen zu finden.

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03.12.2015, 13:28 Uhr
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