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Einige Affen werden noch getötet

Tübinger Max-Planck-Institut beendet Forschungsprojekte mit Primaten

Bis Ende des Jahres will das MPI seine Versuche mit Affen beenden – einige mit so genannten Finalversuchen.

23.10.2016

Von an

Er werde künftig nicht mehr an Primaten forschen. Das hatte der Direktor am Max-Planck-Institut für Biologische Kybernetik, Prof. Nikos Logothetis, im Mai 2015 nach monatelanger Kritik von Tierschützern angekündigt. Bis Ende des Jahres wird ein Großteil seiner laufenden Forschungsprojekte mit Affen abgeschlossen sein. Das Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik bestätigte jetzt, dass einige Affen am Ende dieser Forschungsprojekte in so genannten Finalversuchen getötet werden.

Es sei Teil dieser Forschungsprojekte, dass das Gehirn der Tiere am Ende der Versuchsreihen histologisch untersucht werde. Das heißt das Hirngewebe wird unter dem Mikroskop betrachtet. Die Tiere erhalten eine Überdosis Barbiturate und werden eingeschläfert.

Wie viele Tiere am Ende der Versuche getötet werden, konnte der Sprecher des Max-Planck-Instituts für Biologische Kybernetik noch nicht sagen. Auch nicht, was mit den anderen Tieren passieren werde. Man prüfe derzeit verschiedene Möglichkeiten.

Noch nicht beendet sind die Ermittlungen der Tübinger Staatsanwaltschaft. Im Januar 2015 hatten Tierschutzorganisationen Strafanzeige wegen Tierquälerei gegen Forscher des Max-Planck-Instituts für biologische Kybernetik gestellt. Das ursprünglich bis Oktober dieses Jahres in Aussicht gestellte Gutachten habe sich noch einmal verzögert und soll jetzt bis Ende des Jahres vorliegen, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Tübingen, Tatjana Grgic. Anschließend würden die Akten erst einmal den Verteidigern zur Einsicht vorgelegt. Das Verfahren könne sich also noch weiter hinziehen.

Auch zur zweiten Strafanzeige kann die Staatsanwaltschaft noch nichts Abschließendes sagen: Die Soko Tierschutz hatte Anzeige gegen den MPI-Direktor wegen Strafvereitelung und Nötigung erstattet. Er soll Mitarbeiter per E-Mail aufgefordert haben, Fotos und Videos über Tierversuche und damit mögliches Beweismaterial zu vernichten.

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Erstellt:
23. Oktober 2016, 17:12 Uhr
Aktualisiert:
23. Oktober 2016, 17:12 Uhr
zuletzt aktualisiert: 23. Oktober 2016, 17:12 Uhr

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