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Trotz Niederlage Bronze für deutschen Boxer

20.08.2016
  • DPA

Rio de Janeiro. Der Gold-Traum von Artem Harutyunyan ist beendet, die erste deutsche Box-Medaille seit zwölf Jahren aber dennoch gesichert. Der Halbweltergewichtler aus Hamburg unterlag dem 13 Zentimeter größeren Lorenzo Sotomayor Collazo aus Aserbaidschan mit 0:3 (27:30, 28:29, 27:30) nach Punkten und verpasste den Finaleinzug klar.

Schon in der ersten Runde zog sich Harutyunyan einen Cut am linken Auge zu. Den gesamten Kampf über hatte der 26-Jährige Schwierigkeiten mit der Reichweite seines in Kuba geborenen Gegners. Dennoch gewinnt der Hamburger in Rio de Janeiro die Bronzemedaille, die den Verlierern der Halbfinal-Kämpfe automatisch sicher ist.

Für Harutyunyan, der vor 15 Jahren mit seiner Familie aus Armenien nach Deutschland geflohen war, ist der dritte Platz bei seiner Olympia-Premiere ein großer Erfolg. Vitali Tajbert und Rustam Rahimov waren 2004 in Athen die bislang letzten deutschen Boxer, die jeweils mit Platz drei Medaillen für Deutschland geholt hatten. Dem Deutschen Boxsport-Verband (DBV) sicherte Harutyunyan mit seiner Medaille die Erfüllung der Zielvorgaben (ein bis zwei Medaillen). Schon der Halbfinal-Einzug war für Harutyunyan außerordentlich. Die Geschichte des 26-Jährigen kommt aber einem klassischen Box-Märchen gleich. Vom Flüchtling und Asylheimbewohner schaffte er es zum Weltmeister und Gewinner bei Olympia.

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20.08.2016, 06:00 Uhr
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