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1. FC Köln

Top-Torjäger bleibt bescheiden

Anthony Modeste dankt nach dem Dreierpack gegen Hertha den Mitspielern.

20.03.2017
  • SID

Köln. Anthony Modeste schnappte sich den Spielball, zog die schwarze Jacke bis ans Kinn zu und grinste zufrieden. Selbst der Kölner Dauerregen störte den FC-Torjäger nach seinem Dreierpack beim 4:2 (3:0) gegen Hertha BSC nicht. „Ich bin froh und glücklich, dass ich der Mannschaft helfen konnte. Doch ohne sie hätte ich jetzt keine 22 Tore.“

Tatsächlich war der Sieg gegen die Hertha das Resultat eines geschlossen starken Auftritts. Dennoch ragte Ausnahmestürmer Modeste, der von Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps erneut nicht für die anstehenden WM-Qualifikationsspiele nominiert wurde, wieder einmal heraus. „Er ist ein unheimlich wichtiger Spieler. Wie er das 2:0 mit seinem schwächeren Fuß macht, das ist sensationell und einfach Weltklasse. Wir wissen nicht, was wir ohne ihn machen sollten“, sagte Torhüter Timo Horn.

Zu schnell für die Gäste

Selbst Hertha-Coach Pal Dardai war schwer beeindruckt von Modestes Drei-Tore-Gala (35., 37. und 63.). „Modeste konnten wir nicht halten, seine Geschwindigkeit ist nicht unsere Dimension“, sagte der Ungar.

Mit dem Stürmer in dieser Verfassung erscheint Kölns Traum von Europa immer realistischer. Nebenbei liefert Modeste ein persönliches Kopf-an-Kopf-Rennen um die Torjägerkanone mit Pierre-Emerick Aubameyang (23 Tore/Borussia Dortmund) und Robert Lewandowski (21/Bayern München). Mit dem Unterschied, dass der Franzose eben in keiner absoluten Spitzenmannschaft spielt. „Deshalb“, sagte Horn, „ist Tonys Leistung noch ein wenig höher zu bewerten. Weil er eben nicht ständig Chancen auf dem Silbertablett serviert bekommt.“

Dass Modeste, der 59 Prozent der 37 Kölner Saisontore erzielt hat, Begehrlichkeiten anderer Klubs weckt, bringt das Geschäft mit sich. Für den zuletzt insbesondere aus China umworbenen Stürmer ist das aber derzeit kein Thema. Seinem Trainer Peter Stöger war die ganze Aufregung um den Matchwinner fast ein wenig zu viel. „Er hat das gut gemacht, aber Tony ist ein Spieler, der von dieser Truppe sehr gut profitiert“, sagte der Österreicher. sid

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20.03.2017, 06:00 Uhr
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