Fußball

Toni Leistner bereut Angriff auf Fan

Der HSV-Spieler sagt, er sei massiv beleidigt worden. Von Dynamo Dresden kommt Unterstützung.

16.09.2020

Von SID/DPA

Toni Leistner (rechts), hier mit dem Dynamo-Spieler Christoph Daferner, entschuldigt sich für seinen Ausraster. Foto: Robert Michael

Dresden. Toni Leistner von Fußball-Zweitligist Hamburger SV, hat nach dem Eklat von Dresden Reue gezeigt. „Ich entschuldige mich in aller Form für mein Verhalten und kann nur versprechen, dass mir – egal, was mir an Beleidigungen an den Kopf geworfen wird – so etwas nie wieder passieren wird“, schrieb der 30-Jährige am späten Montagabend bei Instagram. In einem Video ist zu sehen, wie Leistner nach der 1:4-(0:2)-Pokalniederlage des HSV bei Drittligist Dynamo Dresden auf die Tribüne steigt, einen Dynamo-Fan am Kragen packt und zu Boden drückt. „Ich bin nach dem Spiel von der Tribüne meiner Heimatstadt aus massiv beleidigt worden. Damit kann ich normalerweise umgehen. Doch dann ging es extrem unter die Gürtellinie gegen meine Familie, meine Frau und meine Tochter. In dem Moment sind mir die Sicherungen durchgebrannt“, erklärte Leistner: „So etwas darf mir dennoch niemals passieren.“ Für den Innenverteidiger dürfte die Aktion trotz der Entschuldigung ein Nachspiel haben.

Leistner ist in Dresden geboren und spielte dort von 2010 bis 2014. Zu Beginn dieser Saison ist er vom englischen Zweitligisten Queens Park Rangers zum HSV gekommen. In einer Stellungnahme auf Twitter zeigte Dynamo Dresden Verständnis für den Neu-Hamburger: „Es ist einfach nur beschämend, dass Toni Leistner derart von einem Fan seines Heimatvereins nach dem Spiel beleidigt wurde. Wir suchen die Person, weil wir diesen Vorfall so nicht stehen lassen wollen.“

Der HSV befand sich am Dienstagvormittag noch auf der Rückreise in die Hansestadt. Unmittelbar nach dem Spiel hatte Trainer Daniel Thioune darauf verwiesen, die Szene nicht gesehen zu haben. Das dürfte sich mittlerweile geändert haben, so dass eine Strafe des Vereins gegen Leistner nicht ausgeschlossen ist. Der DFB gibt zum laufenden Verfahren keine Stellungnahme ab. sid/dpa

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Erstellt:
16. September 2020, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
16. September 2020, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 16. September 2020, 06:00 Uhr

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