Umwelt

Testanlage für Kerosin aus Zement-CO2

Land, Industrie und Flughafen wollen die Umwandlung in Mergelstetten erproben lassen.

19.11.2020

Von DPA

Stuttgart. Baden-Württembergs Pilotprojekt zur Herstellung synthetischer Kraftstoffe aus den CO2-Emissionen von Zementwerken ist einen Schritt vorangekommen. Vertreter des Landes, der Industrie und des Stuttgarter Flughafens unterzeichneten eine Absichtserklärung: Auf dem Gelände des Zementwerks im Heidenheimer Stadtteil Mergelstetten soll eine Demonstrationsanlage entstehen.

„Es geht darum, den bei der Produktion von Zement entstehenden Klimakiller CO2, der prozessbedingt und nicht vermeidbar ist, zur Grundlage für die Herstellung von klimafreundlichem, synthetischem Kerosin zu machen“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne). Der Flugzeugtreibstoff soll am Flughafen Stuttgart eingesetzt werden.

Das Verkehrsministerium hatte Anfang des Jahres eine Machbarkeitsstudie zu den Plänen vorgelegt. Aus dem CO2 eines Zementwerks könne der Bedarf des Stuttgarter Flughafens zweifach gedeckt werden, hieß es.

Synthetische Kraftstoffe werden mit Hilfe von regenerativer Energie aus CO2 und Wasserstoff hergestellt. Sie unterscheiden sich in ihren Grundeigenschaften nicht von Kerosin, Diesel oder Benzin aus Erdöl. Sie sind im Idealfall aber ein klimaneutraler Treibstoff. Ihre Herstellung ist allerdings noch sehr teuer. dpa

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Erstellt:
19. November 2020, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
19. November 2020, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 19. November 2020, 06:00 Uhr

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