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Suiter unterwegs durch Tübingen

Spaß haben, Spaß machen

Am Samstag war ein Gruppe Plüschtiere in Tübingen.

12.06.2017

Von Sabine Lohr

Diese fröhliche Plüsch-Gruppe war am Samstag in Tübingen unterwegs. Bild: Faden

Die Gruppe aus sieben fröhlichen Plüschgesellen dürfte am Samstag die Neckarfront als Tübinger Fotomotiv klar geschlagen haben: Sie war in der Stadt unterwegs, um Spaß zu haben und Spaß zu machen. Das ging gar bis zu Tänzchen auf dem Marktplatz.

„Suiter“ nach dem englischen Wort für Anzug nennen sich die Männer und Frauen, die sich ihre Plüsch-Fantasiekostüme selber schneidern oder schneidern lassen. Damit gehen sie dann – verabredet im Internet – in Städte zu einem „Walk“. „Da können schon mal 40 Suiter dabeisein“, sagt Martin Benzin aus Filderstadt, der den ersten Tübinger Suiter-Walk organisiert hat. Dazu musste er unter anderem die Strecke vorher abgehen. „Denn in den Kostümen ist es ziemlich warm“, sagt er. Schattige Plätze müssen also sein. Und belebte – schließlich wollen die Suiter gesehen und fotografiert werden. Wozu sie immer auch drei bis fünf Fotografen dabei haben.

Zu jedem Suiter gehört außerdem ein so genannter „Spotter“, der aufpasst. „Die gucken, dass Leute mit einem Eis oder einem Getränk dem Suiter nicht zu nahe kommen, denn die Kostüme sind schwierig zu reinigen.“ Und teuer: Zwischen 1500 und 4000 Euro kostet so ein bunter Plüsch-Overall, der den gesamten Körper bedeckt. „Da ist kein bisschen Haut mehr zu sehen“, sagt Benzin.

Auch menschliche Laute sind nicht zu hören. „Die quieken vielleicht mal oder brummen“, sagt Benzin. Trotzdem treten die Suiter in Aktion mit den Menschen: durch Handzeichen etwa. „Das ist eine reine Spaßveranstaltung“, sagt Benzin, „da ist überhaupt nichts Politisches oder so dabei.“

In Tübingen sei die Gruppe „supergut“ angekommen und auch den Suitern habe der Walk hier großen Spaß gemacht. Benzin verspricht, dass es im Herbst wieder einen Tübinger Suiter-Walk geben wird. Vielleicht dann mit mehr Suitern als den sieben, denen es in Tübingen am Samstag so gut gefallen hat. Im Sommer gibt es eher keine Walks: „Wenn es mal 28 Grad hat, brechen wir ab“, sagt Benzin. Am Samstag aber war das nicht nötig, die Hitze kam ja erst am Sonntag. Sabine Lohr

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Erstellt:
12. Juni 2017, 19:00 Uhr
Aktualisiert:
12. Juni 2017, 19:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 12. Juni 2017, 19:00 Uhr

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