Tübingen

Solidaritätsdemo vor der Gartenstraße 7

Wird das Haus Gartenstraße 7 von der Polizei geräumt? Am Mittwoch, 15. Dezember 2021, läuft für die rund zehn Menschen, die noch im ehemaligen Porzellanwaren-Geschäft leben, wieder eine Frist ab.

14.12.2021

Von alb

Bild: Wolfgang Albers

Bild: Wolfgang Albers

Vor rund zweieinhalb Jahren ist das Gebäude, das ein Jahrzehnt lang leer gestanden war, besetzt worden. Am Montag war ein Makler im Gebäude erschienen und hatte mit Zwangsräumung gedroht, wenn bis Mittwoch, neun Uhr, das Gebäude nicht verlassen ist. Am Dienstagabend hatten sich deshalb rund 50 Menschen vor dem Haus versammelt – zu einer Solidaritätsdemonstration. Eine Rednerin und drei Redner verurteilten die Drohung scharf. Zum einen sehen sie auf dem Tübinger Wohnungsmarkt keine Chance, schnell irgendwo anders unterzukommen. Und die Straße ist in der Kälte oft tödlich: Mindestens 23 Obdachlose seien im letzten Winter bundesweit erfroren. Zum anderen geht es ihnen um das generelle Problem: Tübingen ist für finanziell Schwächere nicht mehr bezahlbar. Deshalb forderten die Redner die Unterstützung der Stadt – etwa durch Sozialwohnungen, besser noch: durch Kauf des Hauses. Auf jeden Fall solle nicht geräumt werden: „Wer eine Räumung fordert, kennt die Bewohner nicht, die teils jahrzehntelang Einwohner der Stadt sind, oder hat kein soziales Gewissen.“

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Erstellt:
14.12.2021, 21:05 Uhr
Lesedauer: ca. 1min 32sec
zuletzt aktualisiert: 14.12.2021, 21:05 Uhr

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