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Silvesterböller können schwere Hörschäden verursachen
Feuerwerk an Silvester in Tübingen. Archivbild: Ulmer
Studie an Tübinger HNO-Klinik

Silvesterböller können schwere Hörschäden verursachen

Mit rund 8000 Hörverletzten rechnen Hals-Nasen-Ohren-Experten in der Silvesternacht in Deutschland, davon allein 1200 in Bayern und 150 Verletzte in München. Im Rahmen einer repräsentativen Untersuchung haben 800 Ärzte in 118 HNO-Kliniken und 444 HNO-Praxen nach früheren Jahreswechseln unter Leitung von Stefan Plontke und Hans-Peter Zenner von der Tübinger HNO-Klinik Hördaten von Patienten mit Gehörschäden durch Feuerwerkskörper zu Silvester erhoben.

27.12.2017
  • ST

Nach Hochrechnung auf die deutsche Bevölkerung wurde eine Gesamtzahl von 8160 Patienten mit wesentlichen Hörschäden errechnet. Rund 4000 Betroffene trugen lebenslange Hörschäden davon.

„Lärm kann krank machen und insbesondere irreversible Hörschäden verursachen“ meint HNO-Spezialist Zenner. Dies gilt auch für Feuerwerkskörper, die an Silvester entzündet werden. Die von ihrem Gebrauch ausgehenden Gefahren und Schädigungshäufigkeiten werden weithin unterschätzt. Knall- und Explosionstraumata durch Feuerwerkskörper werden durch Impulslärm (Lärm mit Schalldruckspitzen) hervorgerufen. Kurze Schallimpulse von Feuerwerkskörpern – gezündet in einem Abstand von zwei Metern – können Spitzenpegel von 145 bis über 160 dB Schalldruckpegel (SPL) erreichen.

Bei öffentlichen Feuerwerken werden in unmittelbarer Umgebung Spitzenpegel von bis zu 190 dB und bei weiter entfernten Beobachtungsabständen von rund 150 dB gemessen. Die auch an Silvester missbräuchlich verwendeten Signal- und Schreckschusspistolen erreichen in Abhängigkeit von der Entfernung und vom Winkel der Waffenmündung zum Ohr Spitzenpegel um 160 dB bis maximal 181 dB SPL. Bereits ab 85 dB wird es gefährlich.

Wenn Silvesterböller eine Explosion verursachen, kann sogar das Trommelfell platzen, das Mittelohr zerstört werden und die Schädigung kann auch zum Hirnwasserabfluss führen. Dann ist häufig ist eine mikrochirurgische Sofortoperation erforderlich.

Man kann sich schützen. Dazu meint Hans-Peter Zenner: „Bleiben Sie im Haus und verfolgen Sie das Feuerwerk aus dem Haus.“ Ansonsten gilt: mindestens acht bis zwölf Meter Abstand halten. Auch hilfreich: Kopfhörer, die das ganze Ohr umschließen und auf dem Schädelknochen aufsitzen. Feuerwerkskörper ohne CE-Zeichen sollten außerdem nicht gekauft werden.ST

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27.12.2017, 17:30 Uhr
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