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Seit Mittwoch läuft im Kino Arsenal das Spanische Filmfestival
Sumpf des Verbrechens: So schön der andalusische Fluss Guadalquivir auch ist, so finster gehen in seinem Mündungsdelta manche zu Werke. „La isla minima“ läuft morgen zum Auftakt des Cine-Español-Festivals.Bild: Verleih
Detektive im Delta

Seit Mittwoch läuft im Kino Arsenal das Spanische Filmfestival

Letzte Perle in der Kette herbstlicher Filmfestfestivals in Tübingen ist das Festival de Cine Español. Es präsentiert vom morgigen Mittwoch an eine Woche lang 30 lange und kurze Filme aus Spanien und Lateinamerika.

01.12.2015
  • Klaus-Peter Eichele

Zum Auftakt des von der Tübingerin Alba Fominaya organisierten Filmfests läuft der Edelthriller „La isla minima“, der bei der Verleihung der Goyas, den spanischen Oscars, in zehn Kategorien erfolgreich war. Schauplatz des Krimis ist das Sumpfland an der Mündung des Flusses Guadalquivir in Andalusien. Dort sollen zwei Polizisten aus der Großstadt das Verschwinden zweier Mädchen untersuchen. Viele Kritiker haben den finsteren Film der sich auch mit der geistigen Hinterlassenschaft der Franco-Ära beschäftigt, mit der US-Serie „True Detective“ verglichen.

Eine ganze Reihe von Festivalfilmen knüpft an politische und gesellschaftliche Problemlagen an. Hintergrund der Komödie „Perdiendo el Norte“ ist die Jugendarbeitslosigkeit in Spanien. Sie veranlasst zwei Jungakademiker, nach Deutschland auszuwandern. Dort interessiert sich außer einem Dönerbudenbesitzer allerdings niemand für sie. Der Film hat in Spanien zwei Millionen Zuschauer in die Kinos gelockt.

In „El club“ des Chilenen Palo Larrain („No!“) geht es um katholische Priester, die sich sexueller Übergriffe schuldig gemacht haben, aber keinerlei Reue zeigen. Und der der Abschlussfilm „El clan“ porträtiert eine vorgeblich ehrenwerte argentinischen Familie, die hinter ihrer spießigen Fassade dunklen Geschäften nachgeht. Pablo Trapero wurde dafür beim Festival in Venedig als bester Regisseur ausgezeichnet.

Aus Costa Rica kommt die junge Regisseurin Patricia Velásquez persönlich nach Tübingen. In ihrem Debütfilm „Dos aguas“ erzählt sie die Geschichte eines elfjährigen Jungen von der überwältigend schönen, aber bitter armen Karibikküste des Landes. Ebenfalls anwesend ist der spanische Dokumentarfilmer Alfonso Domingo. In seinem neuesten Werk „Héroes invisibles“ geht um Afroamerikaner, die im spanischen Bürgerkrieg gegen Franco gekämpft haben.

Traditioneller Appendix des Festivals ist eine kleine Reihe mit kulinarischen Filmen anlässlich der Chocolart. Diese Film laufen im Kino Atelier, die meisten anderen im Arsenal.

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01.12.2015, 10:00 Uhr
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Ein herausragender Film, zu Recht wird er als ein "deutscher Kaurismäki" bezeichnet. Als "Liebesfilm" würde ich ihn allerdings in keinster Weise bezeichnen, diese Szenen sind nur ein kleiner Teil. In erster Linie wird ohne viele Worte die aussichtslose Lage der prekär beschäftigen Menschen gezeigt, die beispielsweise trotz Verbots weggeworfene Lebensmittel direkt am Container im wahresten Sinne des Wortes "verschlingen". Sie versuchen, sich ihre Würde und auch ihren Humor zu bewahren. Interessant ist es, die Kurzgeschichte von Clemens Meyer zu lesen, sie umfasst nur 25 Seiten. Die Umsetzung im Film ist hervorragend gelungen, einige wenige Szenen wurden verändert bzw. hinzugefügt.
Elli Emann über In den Gängen
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