Pfullingen

Viele Verletzte und Verkehrschaos nach Crash am Südbahnhof

Gegen 17 Uhr hat es am Mittwochabend einen schweren Unfall am Pfullinger Südbahnhof gegeben.

20.10.2021

Von itz

Nach dem Unfall haben sich Gutachter an die Arbeit gemacht. Bild: Horst Haas

Wie die Polizei abschließend berichtet, befuhr ein 49-Jähriger kurz vor 17 Uhr mit seinem LKW die B 312 von Lichtenstein in Richtung Reutlingen. Dabei kam er mit seinem Mercedes Actros laut den Beamten mehrmals nach rechts ins Bankett und beschädigte mehrere Leitpfosten sowie ein Signallicht an der Einfahrt in den Ursulabergtunnel. Im Tunnel streifte er am Bordstein entlang – teils fuhr er gar auf diesen auf. Auf Höhe der Abfahrt nach Eningen geriet er zudem mehrmals in den Grünstreifen.

Am Pfullinger Südbahnhof kam es dann zur Kollision: Nahezu ungebremst knallte der LKW nach Polizeiangaben ins Heck des Opel Astra eines 63-Jährigen. Der Opel wurde auf die linke Spur geschoben und kollidierte mit dem VW Golf einer 80-Jährigen. Der LKW-Fahrer fuhr weiter und stieß mit einer Kawasaki eines 56-Jährigen zusammen. Das Motorrad schob der Truck so lange vor sich her, bis es in den Citroen eines 62-Jährigen krachte.

Der Motorradfahrer wurde schwer verletzt und vor Ort von Ersthelfern versorgt, bis der Rettungsdienst eingetroffen war. Den LKW-Fahrer fand die Polizei in seinem Führerhaus vor. Zunächst war er demnach bei Bewusstsein, verlor dieses aber kurz später. Wie eine Polizeisprecherin bestätigte, musste er reanimiert werden. Auch er kam ins Krankenhaus.

Zunächst hatte die Polizei vermutet, dass beim Unfallverursacher ein medizinischer Notfall der Auslöser für die Irrfahrt gewesen sein könnte. Ob sich das bewahrheitet hat, darüber lagen am Donnerstag noch keine Erkenntnisse vor. Von dem 49-Jährigen wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft eine Blutprobe genommen. Auch sein Führerschein sowie der Lastwagen wurden beschlagnahmt.

Die drei Autofahrer sowie zwei Beifahrer wurden leicht verletzt – insgesamt forderte der Crash also sieben Verletzte. Alle wurden vor Ort vom Rettungsdienst versorgt. Dieser war mit zehn Fahrzeugen und 15 Einsatzkräften zur Unfallstelle geeilt. Auch Helfer fanden sich dort ein. Die Feuerwehr hatte ebenfalls 15 Kräfte im Einsatz.

Weil auch ein Sachverständiger vor Ort war und die vielen Fahrzeuge abgeschleppt und weggebracht werden mussten, blieb die Unfallstelle rund vier Stunden gesperrt. Trotz der Einrichtung einer Umleitung kam es im Feierabendverkehr zu massiven Staus.

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Erstellt:
20. Oktober 2021, 18:57 Uhr
Aktualisiert:
21. Oktober 2021, 15:27 Uhr
zuletzt aktualisiert: 21. Oktober 2021, 15:27 Uhr

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