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Mit nur einem Gang und ohne Bremsen von Madrid nach Stettin

Schon zwei Monate war Jorge Echeverry unterwegs, als er in Tübingen Halt machte

Mit seinem voll bepackten Fahrrad fällt Echeverry auf. Es ist kein schwerfälliges Tourenbike, sondern ein filigranes Rennrad. Seine sieben Sachen transportiert er an einem Gepäckträger am Vorderrad, am Lenker und auf dem Rücken. An seinem Rucksack baumelt ein kleiner Kochtopf.

03.07.2018

Von pks

Schon zwei Monate war Jorge Echeverry unterwegs, als er in Tübingen Halt macht. Mit seinem voll bepackten Fahrrad fällt Echeverry auf. Bild: Strigl

Noch kurioser: Bei näherem Hinsehen gibt es weder Schaltung noch Bremsen.

Echeverry fährt „fixed“, das heißt der Antrieb hat nur einen Gang und keinen Freilauf. Man muss immer mittreten. Gestoppt wird, indem man mit den Beinen die Pedale blockiert. Es gibt nur zwei Gruppen, die so unterwegs sind: Bahnradfahrer und Fahrradkuriere. Echeverry gehört zur zweiten Gruppe. Mit seinem Fixie (so werden die Räder genannt) ist der gebürtige Kolumbianer von Madrid aus losgefahren, wo er seit 12 Jahren lebt. Nur über die Pyrenäen habe er sich mitnehmen lassen, räumt der 27-Jährige ein.

So reist er von Stadt zu Stadt, quer durch Europa. In Bordeaux blieb er eine Weile, um zu arbeiten. Sein Ziel sind die europäischen Meisterschaften im polnischen Szczecin, dem früheren Stettin. Dort suchen die Fahrradkuriere des Kontinents in gewagten Rennen durch den innerstädtischen Verkehr einen neuen Champion. Dabei sind nur Start und Ziel festgelegt, den besten Weg sucht sich der Fahrer selbst. Echeverry kennt solche „Alleycat“ genannten Rennen schon, zwischen den Speichen seines Hinterrads klemmen Startnummern vergangener Wettkämpfe.

Normalerweise schlafe er draußen, aber in Tübingen kenne er Leute, sagt Echeverry. Zum Glück, denn deutsch oder englisch spricht er nicht. Am nächsten Tag will er weiter Richtung Kopenhagen.

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Erstellt:
3. Juli 2018, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
3. Juli 2018, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 3. Juli 2018, 01:00 Uhr

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