Würth

Reisebudget rettet Konzernergebnis

Dank gesunkener Kosten holt der Werkzeug-Riese in der zweiten Jahreshälfte die Verluste des Corona-Einbruchs auf.

20.01.2021

Von DPA

Künzelsau. Der Werkzeug-Handelsriese Würth ist ohne größere Schrammen durch das Corona-Jahr 2020 gekommen. Der Gewinn aus dem operativen Geschäft hielt sich auf Vorjahresniveau, beim Umsatz verbuchte der Konzern sogar ein leichtes Plus. Er sei „in Summe mit der Entwicklung zufrieden“, sagt Würth-Chef Robert Friedmann. Die digitalen Vertriebskanäle hätten in der Krise nochmals stark an Bedeutung gewonnen. Zudem profitiere Würth davon, dass die Kunden aus ganz unterschiedlichen Branchen kämen, die ganz unterschiedlich von der Krise betroffen seien.

14,41 Milliarden Euro Umsatz verbuchte Würth im vergangenen Jahr, 0,9 Prozent mehr als 2019. Als Umsatztreiber erwiesen sich vor allem die Bauwirtschaft und der Elektrogroßhandel mit jeweils zweistelligen Zuwachsraten, die das schwächelnde Geschäft mit dem Automobil- und Maschinenbau ausgleichen konnten. Mitte des Jahres lag Würth beim Umsatz noch leicht hinter dem Vorjahr. Der Juli sei dann der „Turning Point“ gewesen, sagte Friedmann. Seither habe man in jedem Monat mehr Umsatz verbucht als im jeweiligen Vorjahresmonat. Gut 19 Prozent des Umsatzes machte Würth im E-Business.

Weitaus stärker als beim Umsatz hat der Konzern in der zweiten Jahreshälfte beim Betriebsergebnis aufholen können. Hier lag Würth im Sommer noch fast ein Fünftel unter dem Vorjahresniveau. Mit letztlich abermals 770 Millionen Euro konnte die Lücke dann aber noch geschlossen werden. Friedmann führte das vor allem auf enorme Einsparungen bei den Reisekosten zurück. Man habe nur noch etwa 40 Prozent der 2019 angefallenen Kosten gehabt. dpa

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Erstellt:
20. Januar 2021, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
20. Januar 2021, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 20. Januar 2021, 06:00 Uhr

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