Kreis Reutlingen

Rauschgiftszene: Drei mutmaßliche Dealer in U-Haft

Wegen Drogenhandels ermitteln Kripo und Staatsanwaltschaft gegen vier Männer aus dem Kreis Reutlingen.

05.03.2021

Von ST

Symbolbild: Bogdański - Fotolia.com

Den Männern im Alter zwischen 27 und 34 Jahren wird vorgeworfen, die überörtliche Rauschgiftszene mit Drogen versorgt zu haben. Drei der Männer befinden sich in Untersuchungshaft.

Durch umfangreiche Ermittlungen in der Rauschgiftszene waren die Kriminalbeamten zunächst auf die Spur zweier 27-Jähriger mit deutsch-italienischer Staatsbürgerschaft gekommen. Diese sollen Betäubungsmittel im großen Stil an zwei Abnehmer im Alter von 33 und 34 Jahren verkauft haben. Nachdem sich der Tatverdacht gegen alle vier Personen erhärtet hatte, erwirkte die Staatsanwaltschaft Tübingen richterliche Durchsuchungsbeschlüsse für die Wohnungen der zwei Tatverdächtigen in Reutlinger Kreisgemeinden, die am Mittwochmorgen vollstreckt wurden.

Dabei beschlagnahmten die Beamten in der Wohnung des 33-Jährigen mehr als 400 Gramm Marihuana, rund 150 Gramm Kokain, mutmaßliches Dealergeld sowie mehrere Schreckschusswaffen. Auch bei den 27-Jährigen stießen die Ermittler auf diverse Waffen, darunter Schreckschusswaffen, Armbrüste, zahlreiche Messer, Macheten, Schlagstöcke und Pfeffersprays. Die waffenrechtliche Einordnung der Gegenstände ist noch nicht abgeschlossen.

Bis auf den 34-Jährigen, bei dem neben einer weiteren Schreckschusswaffe lediglich Kleinstmengen Marihuana gefunden worden waren, wurden alle Tatverdächtigen festgenommen. Die 27 Jahre alten Beschuldigten wurden am Mittwoch beim Amtsgericht Tübingen dem Haftrichter vorgeführt. Dieser setzte die bereits im Zuge der Ermittlungen erlassenen Haftbefehle in Vollzug. Die Vorführung des 33-Jährigen, der die deutsch-türkische Staatsangehörigkeit besitzt, erfolgte am Donnerstag. Auch gegen ihn wurde die Untersuchungshaft angeordnet.

Die drei Männer sind bereits wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittel- sowie das Waffengesetz polizeibekannt. Der 34-Jährige befindet sich bis auf Weiteres auf freiem Fuß. Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen zu möglichen weiteren Beteiligten dauern an.

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Erstellt:
5. März 2021, 09:30 Uhr
Aktualisiert:
5. März 2021, 09:30 Uhr
zuletzt aktualisiert: 5. März 2021, 09:30 Uhr

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